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Die Dressur von Wildtieren

Glauben Sie nicht an das Märchen von der sanften Dressur. In Wirklichkeit geht es hart zu hinter den Kulissen eines Zirkuszeltes. Immer wieder gelingt es, Aufnahmen von den üblichen, von Gewalt geprägten Trainingsmethoden zu machen. Wildtiere lassen sich nicht ohne Zwang und Gewalt dressieren. Sie tun es, weil ihr Wille im Vorfeld bereits mittels Gewalt gebrochen wurde und weil sie permanent befürchten müssen, bestraft zu werden. Die ständigen Begleiter von Wildtiertrainern im Zirkus sind nicht etwa Rucksäcke voller Belohnungshappen, sondern Geräte, um den Tieren Schmerzen zuzufügen. Tagtäglich wird die Rangordnung neu definiert und hierbei kommen zum Einsatz: der Elefantenhaken mit seiner metallenen Spitze (damit wird den Tieren in ihre empfindliche Haut gestochen, um ihnen Schmerzen zuzufügen), Peitschen, Knüppel oder Elektroschocker.

 

 

 

Weitere Videos

Dressur von Menschenaffen (US-Video auf petatv.com)

 

Dressur von Meeressäugern (US-Video auf petatv.com)

 

Dressur von Tigern (US-Video auf petatv.com)

 

Undercover-Video zeigt deutschen Elefantentrainer

 

Babyelefanten beim Vorzeige-Zirkus Ringling: Training mit Seilen, Elefantenhaken und Elektroschocks

Niemals zuvor veröffentlichte Bilder zeigen, wie Trainer des Zirkus Ringling Bros. Babyelefanten mit Seilen, spitzen Elefantenhaken und Elektroschocks zwingen, Zirkustricks zu erlernen. Mehr...

 

Statements von Experten

Thüringisches Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit:
Es gibt […] gesicherte Erkenntnisse, dass nahezu keine Vorführungserfolge ohne das Zufügen von Schmerzen durch Elefantenhaken, Stromapplikation, z. B. in der Maulhöhle, den Einsatz von Stockschlägen u. a. auf die Augen und andere Misshandlungen der Tiere erzielt werden.“
Quelle: Schreiben des Ministeriums an das Bundeslandwirtschaftsministerium vom November 2011 bezüglich der Dressur von Elefanten im Zirkus.

Elefantenforscherin Dr. Cynthia Moss
Sie und zahlreiche weitere namhafte Elefantenforscher, die sich vehement gegen Elefanten im Zirkus aussprechen, bringen es auf den Punkt: "Um das Verhalten eines Elefanten in der Beengtheit eines Zirkus zu kontrollieren, muss der Pfleger die Überhand gewinnen und behalten. Ein so großes Tier zu kontrollieren, kann nur durch eine gewisse Art der Grausamkeit erreicht werden." Lesen Sie das gesamte Statement auf Englisch oder auf Deutsch.

Dr. Fred Kurt, international anerkannter Elefantenexperte und Autor zahlreicher Publikationen zu Elefanten im Zirkus:
„Zirkuselefanten sind gefangene Wildtiere. Sie leben in direktem Kontakt zum Menschen. Schläge mit scharfen Elefantenhaken und Stromstöße aus Elektroimpulsgeräten sogenannten „Schweinetreibern“ sollen sie gefügig machen. Bekanntlich vergessen aber Elefanten nie. Früher oder später zahlen die wehrhaften Tierriesen zurück, verletzen ihre Peiniger schwer oder töten sie sogar, worauf sie wiederum geprügelt werden. Die tierquälerischen Rituale finden entweder nachts statt, wenn Amtstierärzte schlafen, oder in verborgenen Ecken, wo Tierschützer nicht hinkommen. Die mit rasierklingenscharfen Haken am Nagelbett der Hufe oder an den Augenrändern werden von Laien oft übersehen, ebenso das ängstliche Kopfwenden und Zukneifen der Augen, wenn Wärter und Trainer sich nähern.
Zirkuselefanten führen ein eintöniges Leben. Meist haben sie angekettet in einem Stallzelt zu stehen. Stupides Körperschaukeln, Kopfnicken, angedeutete Vor- und Rückschritte sind ihre Hauptbeschäftigung. Im Zirkus heißt es, dieses „Weben“ sei wichtig für die Blutzirkulation und komme auch bei wilden Elefanten vor. Keiner der zahlreichen Biologen, die in jahre- und jahrzehntelangen Studien das Leben wilder Elefanten minutiös verfolgten, beobachtete je das Weben. Weben ist eine krankhafte Bewegungsstereotypie, die sich aus Suchverhalten entwickelte, als die Tiere zuerst kräftig versuchten sich von den Fußfesseln zu befreien. Im gleichen Maße, wie sie schließlich resignierten, ritualisierten sich die Bewegungsabläufe. Mehr oder weniger permanentes Weben ist verbunden mit ganz bestimmten, kaum je geänderten Stellungen der Extremitäten und führt dadurch zu außerordentlicher Belastung bestimmter Sehnen und Gelenke. So kann die Stereotypie mit zur Erkrankung von Füßen und Gelenken beitragen.“

Quelle: Persönliche Mitteilung an PETA Deutschland e.V.

Jörn Ehlers, Pressesprecher des WWF Deutschland:
"Es ist in der Tier-Dressur - bei Elefanten und auch Pferden - nicht unüblich, dass mit Schlägen gearbeitet wird. Den Einzelfall kann ich natürlich nicht beurteilen. Es ist allerdings immer kritisch zu sehen, wenn bedrohte Tierarten, und der Elefant gehört nun einmal dazu, im Zirkus zur Schau gestellt werden."
Quelle: Interview vom 17.03.2014 auf www.t-online.de/unterhaltung/kino/id_68532286/peta-uebt-kritik-film-der-hundertjaehrige-zeigt-zuvor-misshandelten-elefanten.html

Dr. Joel Parrot, Direktor des Zoos in Oakland/USA bei einer offiziellen Anhörung (2000):
„Das Training [für Elefanten] kann sehr heftig aussehen; zu den angewandten Techniken gehört es unter anderem, dass der Elefant von seinem Trainer über eine längere Zeitspanne mit einem Knüppel geschlagen wird, der Trainer das Tier mit der Spitze des Elefantenhakens oder einer Heugabel sticht, oder ein Elektroimpulsgerät, lang andauerndes Anketten und Futterentzug nutzt. […] Ein Elefant, der Amok läuft, ist schlichtweg extrem wütend. Es mag der Stress des Herumreisens sein oder die Tatsache, dass das Tier die ständige Schikane durch den Trainer leid ist. An einem Punkt hat das Tier einfach genug, Hormone einer „Kampf oder Flucht“-Reaktion schießen durch sein System und der Elefant fällt zurück in seine natürlichen Instinkte und kann von seinem Pfleger nicht mehr kontrolliert werden. Der Elefantenhaken ist nutzlos. Man muss sich klar machen, dass man nie genau wissen kann, wann ein Elefant ausrastet.“
Quelle: http://commdocs.house.gov/committees/judiciary/hju65825.000/hju65825_0f.htm


Zirkusdirektor Ricardo Frank vom Circus Frankordi, August 2011:
„Ein Raubtier artgerecht zu halten, geht gar nicht“
Quelle: http://www.pz-news.de/nachrichten_artikel,-Hitze-laesst-die-Zirkustiere-kalt-_arid,288610.html

Prof. Dr. Manfred Niekisch, Vizepräsident der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und Direktor des Frankfurter Zoos:
„Ich bin der Meinung, dass Wildtiere überhaupt nicht in den Zirkus gehören. […] Die meiste Zeit sind die Tiere ja in ihren Transportwagen, haben dort nicht viel Auslauf. […] Im Zirkus hat man es mit ständig neuen Umgebungen zu tun, sowohl klimatisch, als auch landschaftlich, und das ist sicher eher ein deutlicher Stress als ein Reiz […].“
Quelle: Radio-Interview im WDR5, Juli 2013.

Amtsveterinär Dr. Axel Detels, Main-Taunus-Kreis
Wie der Kreisveterinär Axel Detels erläutert, ist das viele Reisen äußerst belastend für die Tiere. Große und artgerecht ausgestattete Gehege würden aufgrund der Mobilität nicht zur Verfügung stehen, weshalb sich die Tiere nicht genug bewegen könnten. Hierdurch würden sie oft krank, zeigten Verhaltensstörungen oder würden früh sterben.“
Quelle: Auszug aus einem Zeitungsartikel im Höchster Kreisblatt vom 26.08.2014  www.kreisblatt.de/lokales/main-taunus-kreis/Kreis-gegen-Affen-und-Elefanten-im-Reise-Zirkus;art676,1001967

Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer, 2014:
Wir haben immer feststellen müssen, dass gerade in Zirkussen Tiere zusammen vorgeführt werden, die in der freien Wildbahn nie zusammen leben würden, zum Beispiel eben Tiger und Löwen. Wenn hier Tiger und Bären auf Pferden reiten, das sind alles Dinge, die für die Öffentlichkeit und speziell auch für die Kinder was hermachen, die aber absolut tierwidrig sind.
Quelle: Interview vom 20.08.2014, www.deutschlandfunk.de/zirkustiere-quaelerei-oder-harmloser-spass.697.de.html?dram:article_id=295108