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Gefährliche Tierquälerei bei Circus Luna

Bitte unterstützen Sie uns, die beiden Bären und den einsamen Elefanten aus dem Zirkus zu befreien

Stand Oktober 2012
Bei Circus Luna gibt es sie noch: Bären, die in der Manege Roller fahren müssen und ein einsamer Afrikanischer Elefant in qualvoller Haltung.
Die Einzelhaltung der Elefantendame Benjamin ist gemäß Zirkusleitlinien eigentlich ausdrücklich untersagt, da Elefanten sehr soziale Herdentiere sind. Durch die qualvolle Haltung weist Benjamin gravierende Verhaltensstörungen auf ist und eine lebensbedrohliche Gefahr für Zirkusbesucher: Nachdem 2010 ein Vater und sein Sohn durch Benjamin schwer verletzt wurden, erlitt im Oktober 2012 ein 12-jähriges Kind während der „Tierschau“ bei einem Gastspiel in Burladingen durch den Elefanten einen Kieferbruch. Auch die beiden Bären, deren Leben sich überwiegend in dem winzigen Käfigwagen abspielt, müssten eigentlich täglich Zugang zu einem Außengehege haben. Doch die permanente und dokumentierte Missachtung der Zirkusleitlinien hatte für Circus Luna bisher kaum Konsequenzen: Trotz zahlreicher Anzeigen, Dokumentationen und Videoaufnahmen von PETA über fehlende Außengehege, mangelhafte Gehegeausstattung und zu kleine Gehege hält Circus Luna seine Tiere in nahezu jedem Gastspielort weiterhin unter mangelhaften Bedingungen.

Arme Benjamin – Einsam und seelisch krank © PETA
Elefantin Benjamin
Benjamin ist ein weiblicher Afrikanischer Elefant. Als Wildfang wurde sie vor etwa 28 Jahren im Babyalter ihren Eltern gewaltsam entrissen. In Freiheit hätte sie eine Lebenserwartung von 60-70 Jahren, doch im Zirkus werden Afrikanische Elefanten durchschnittlich kaum 30 Jahre alt, weil ihnen dort alles verwehrt wird, was natürlich und wichtig für sie ist – insbesondere bei Circus Luna. Durch die jahrelange Einzelhaltung und der äußerst mangelhaften Unterbringung weist Benjamin starke Verhaltensstörungen auf: Sie schwenkt permanent Kopf und Körper hin und her, das sogenannten Weben. Deshalb ist die Elefantin unberechenbar und hat schon mehrmals Menschen schwer verletzt: PETA.de/Lunaelefant.

Die den Veterinärbehörden vorstehenden Regierungspräsidien in Baden-Württemberg sind von PETA darüber informiert, dass kurzfristig ein tiergerechteres Gehege für Benjamin bereitstünde, wenn die Behörden endlich die verbotene Einzelhaltung beenden würden.

Das Leben der Bären spielt sich überwiegend im Käfigwagen ab © PETA
Bären
Wie im finsteren Mittelalter werden die beiden Bären bei Circus Luna zu artwidrigen Vorführungen gezwungen, zum Beispiel zum Rollerfahren oder von einer Rutsche hinabzugleiten. Ansonsten sind sie die meiste Zeit auf ein paar Quadratmetern in einem winzigen Käfigwagen eingesperrt. Der „Alternative Wolf- und Bärenpark“ im Schwarzwald hat schon mehrmals angeboten, die Bären aufzunehmen. Dort könnten die beiden zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder laufen, graben, schwimmen und endlich wieder Bär sein. Doch weder der Zirkus noch die Behörden hatten bisher ein Herz für die Tiere.

Circus Luna
Der Zirkus weist eine lange Historie von Tierquälereien auf, die wir in einer Chronik zusammengefasst haben. Bereits 1998 stellten die Veterinärbehörden in Mörfelden-Walldorf fest, dass die Tierhaltung tierschutzwidrig ist. Die Bären hatten schon damals weder ein Außengehege noch das vorgeschriebene Badebecken. 2004 dokumentierten die Behörden in Weimar, dass ein Affe bei Circus Luna in einem dunklen Wagen angekettet gehalten wurde und kein Tier ein Außengehege zur Verfügung hatte. Weil die thüringischen Behörden mit Sanktionen drohten, hat sich der Zirkus von dort aus dem Staub gemacht. In Südwestdeutschland, wo Circus Luna seitdem überwiegend gastiert, blieb der Zirkus für seine tierquälerische Tierhaltung bislang weitgehend unbehelligt.

Was Sie tun können

Bitte informieren Sie uns unter info@peta.de, wenn Circus Luna in Ihre Gegend kommt. Meist ist der Zirkus in Baden-Württemberg oder im südlichen Bayern unterwegs. Kontrollieren Sie, ob der Elefant, die Bären und die anderen Tiere ein Außengehege haben und schicken Sie uns Fotos/Videos von der Tierhaltung. Melden Sie Missstände konsequent dem örtlichen Veterinäramt und bitten Sie den Bürgermeister und andere Lokalpolitiker, die Tierquälerei zukünftig zu verbieten. Wenden Sie sich an die Presse und die Öffentlichkeit, zum Beispiel im Rahmen einer Kundgebung. Dazu erhalten Sie hier weitere Tipps.
Bitte setzen Sie sich darüber hinaus bei der Bundesregierung für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus ein und nehmen Sie an unserer Online-Petition teil.