Bahnbrechende Enthüllung: Ziegen für Mohair herumgeworfen, verletzt und getötet

Erfolge

  • Die  s.Oliver Group erklärte ab 2020 bis auf Weiteres in allen Kollektionen auf Mohair zu verzichten, nachdem knapp 12.000 Menschen die PETA-Petition an s.Oliver für mehr Tierschutz unterzeichnet hatten. 
  • Auch das Premiummodelabel DRYKORN erklärte gegenüber PETA den Einsatz von Mohair ab der Kollektion Herbst/Winter 2019 zu beenden.

Das Grauen hinter den Kulissen der Mohair-Industrie

Ein schockierender Bericht von PETA Asia zeigt erstmals das volle Grauen hinter den Kulissen der südafrikanischen Mohair-Industrie. Arbeiter zerrten Ziegen hin und her, warfen sie auf den Boden, verstümmelten sie und schnitten den Tieren sogar bei vollem Bewusstsein die Kehle durch. Einige schrien dabei laut auf. Südafrika ist der weltweit führende Produzent von Mohair. Die bahnbrechenden Aufnahmen zeigen nur einen Teil des Missbrauchs, der auf allen 12 von einem Augenzeugen besuchten Angorafarmen festgestellt wurde.

Helfen Sie jetzt!

Kaufen Sie keine Produkte mit Mohair und bitten Sie die bekannte Modemarke Levi‘s entsprechende Mohairbekleidung sofort zu Gunsten tierfreundlicher Materialien auszumustern.

Online Petition

Please stop selling mohair

Dear Mr Bergh,

PETA's exposé of the mohair industry found that workers in South Africa, the world's top mohair producer, roughly handled goats, threw them around, and even cut their throats while they were fully conscious. Goat kids, who were being shorn for the first time, cried out in fear. Many goats were subjected to mutilation of their ears, with pliers that punched sharp needles through them, causing them intense pain and, as one farmer described it, to "scream terribly."

As a shopper who wants to support retailers that don't cause animals to suffer, I urge you to drop mohair immediately in favor of the many beautiful, warm, animal-friendly materials available today, like bamboo, Tencel, acrylic, modal, rayon, and viscose.

Please, think of gentle angora goats who, like all animals, feel pain and fear, and make the compassionate decision to stop selling mohair today. Thank you for your time and consideration.

Sincerely

 

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Bitte stellen Sie den Verkauf von Mohair ein

PETA Asias Enthüllungsbericht über die Mohair-Industrie zeigt den groben und gewaltsamen Umgang von Arbeitern mit Ziegen in Südafrika. Südafrika ist der weltweit führende Mohair-Produzent. Ziegen wurden umhergeworfen und man schnitt ihnen die Kehlen bei vollem Bewusstsein durch. Ziegenkitze, die zum ersten Mal geschoren wurden, schrien vor Angst. Vielen Tieren wurden die Ohren verstümmelt, indem man ihnen mit einer Zange spitze Nadeln durch die Ohren stach. Diese Prozedur ist mit großen Schmerzen verbunden; ein Farmer sagte, die Tiere würden dabei „furchtbar schreien“.

Als Kunde möchte ich Unternehmen unterstützen, die kein Tierleid verursachen. Deshalb appelliere ich an Sie, Mohair umgehend durch die vielen wunderschönen, warmen, tierfreundlichen Materialien zu ersetzen, die es bereits gibt. Dazu zählen u.a. Bambus, Tencel, Acryl, Modal und Viskose.

Bitte denken Sie an die sanftmütigen Angoraziegen. Wie alle Tiere empfinden Sie Schmerz und Angst. Entscheiden Sie sich deshalb für das Mitgefühl und stellen Sie den Mohair-Verkauf noch heute ein. Bereits über 150 internationale Modefirmen haben Mohair bereits aus ihren Kollektionen verbannt. Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Modemarken verbannen Mohair

Nach Gesprächen mit PETA und ihren Partnerorganisationen haben sich zahlreiche Modeketten dazu entschieden künftig keine Produkte aus Mohair mehr zu verkaufen. Darunter die Tom Tailor Group, die bereits nach der Herbst/Winterkollektion 2018 aus dem Verkauf von Mohair-Produkten aussteigt. Bei Esprit verschwinden die letzten Mohair-Produkte Mitte 2019 aus dem Sortiment und bei der dänischen Bestseller Group mit Marken wie Vero Moda, Only und Selected wird es ab spätestens 2020 in den Kollektionen keine Kleidung mit der Wolle der Angoraziegen mehr geben. Auch die H&M Gruppe und Inditex, eines der weltweit größten Textilunternehmen und Eigentümer von Zara, werden Mohair ab 2020 für alle Eigenmarken verbannen. 

In Chemikalien gebadet und unter Wasser gedrückt

Das Fell einiger Ziegen war kotverschmiert. Um das Mohair vor der Schur zu säubern, tauchte ein Farmer Ziegenböcke in Becken mit Reinigungslösung. Er drückte ihren Kopf unter Wasser und gab zu, dass dies die Tiere vergifte, falls sie die Lösung schlucken. Scherer werden pro Stück, nicht pro Stunde bezahlt. Das fördert ein schnelles und deshalb achtloses Arbeiten. Die Ziegen tragen Schnittwunden davon und bluten häufig an Gesicht und Ohren. Die Scherer schneiden ganze Hautstücke ab und einem Farmer zufolge sogar Zitzen. Die Tiere erhielten keinerlei Schmerzmittel, bevor die Arbeiter ihre Wunden auf dem dreckigen Boden zunähten.

Systematisches Tierleid

Vielen Ziegen wurden mit einer Zange spitze Nadeln durch die Ohren gestochen. Die Tiere haben dabei große Schmerzen. Laut den Aussagen eines Farmers sollen die Tiere dabei fürchterlich schreien. Ein anderer Farmer sagte, seine Ziegen würden „schreien und sich herumwälzen“, wenn man sie ohne Anästhetika kastriert. Schließlich sei es „verdammt schmerzhaft“. Ein weiterer Farmer erklärte: „Wir… schneiden… [das Ohr] einfach ab“, wenn angenommen wird, es sei von Krebs befallen. Eine Farmerin schnitt einer Ziege – offenbar ohne Schmerzmittel – mit einem Messer in den Rumpf. So wollte sie die Flüssigkeit aus einem – wie sie es nannte – „Abszess“ abfließen lassen.
 
 

Tausende toter Tiere vor und nach der Schur

Ein Farmer sagte, in einigen Betrieben würden mindestens 25 Prozent der Ziegen noch vor der ersten Schur sterben. Die erste Schur wird normalerweise mit sechs Monaten vorgenommen.
Die Schur raubt den Ziegen ihren natürlichen Kälteschutz. Farmer gaben zu, dass viele Ziegen nach der Schur erfrieren, wenn es kalt, windig und regnerisch ist. Ein Mann sagte, in Südafrika seien an nur einem Wochenende 40.000 Ziegen an Unterkühlung gestorben. Ein anderer gab an, auf einigen Farmen würden nach der Schur bis zu 80 Prozent der Ziegen sterben. Andere Ziegen erlagen ihren Verletzungen oder verdursteten, weil sie während der Nahrungssuche auf der Weide in Dornen hängenblieben. Die Arbeiter scherten sogar die verwesenden Leichen.
 
 

Unprofitable Ziegen starben einen qualvollen Tod

Die Ziegen, die das wiederholte Scheren überleben, werden fünf oder sechs Jahre ihrer Haare wegen ausgebeutet. Etwa 90 Prozent der südafrikanischen Angoraziegen, die so lange gelebt haben, werden dann zur Schlachtung verkauft. Geschlachtet wird häufig nicht in zugelassenen Betrieben, sondern privat. Auf einer Farm schnitt ein Arbeiter Ziegen bei vollem Bewusstsein die Kehle mit einem stumpfen Messer durch und brach ihnen dann das Genick. Einem Tier hackte er gleich den ganzen Kopf ab. Ein anderes Tier war noch über eine Minute nach dem ersten Schnitt bei Bewusstsein und trat um sich.
Andere Ziegen landen im Schlachthaus. Im Schlachtbereich, den der Augenzeuge besuchte, bekamen die Ziegen einen Elektroschock und wurden an einem Bein kopfüber aufgehängt. Dann schnitt man ihnen die Kehle durch, ließ sie ausbluten und häutete sie.

Mohair ist kein Nebenprodukt der Fleischindustrie

Die Bekleidungsindustrie und einzelne Unternehmen geben teils an, die von ihnen verkauften Haare, die Haut und Federn seien Nebenprodukte der Fleischindustrie. Doch Angoraziegen werden nur ihrer Haare wegen gezüchtet und viele „schaffen“ es nicht einmal mehr ins Schlachthaus.
 
 

Was Sie tun können

Sie können den Angoraziegen am besten helfen, indem Sie kein Mohair kaufen! Prüfen Sie einfach im Laden das Etikett. Steht darauf das Wort „Mohair“, lassen Sie das Produkt im Regal liegen.