10 Tipps, um Fischen und anderen Meerestieren zu helfen

Jeden Tag werden unzählige Fische und andere Meerestiere eingesperrt, gefangen, gequält, misshandelt und getötet. Viele Menschen sind sich nicht bewusst, wie sich ihre Alltagsentscheidungen auf die Weltmeere auswirken. Mit diesen 10 einfachen Tipps können Sie beachtlich zum Schutz der empfindsamen Meeresbewohner und des gesamten Ökosystems beitragen.

1. Essen Sie keine Meerestiere

Am effektivsten schützen wir Meerestiere, indem wir Fischfleisch, Krebstiere wie Garnelen und Hummer sowie Weichtiere wie Kraken, Schnecken und Muscheln nicht essen. Der Konsum von Meerestieren verursacht nicht nur Tierleid, sondern ist durch die Belastung von Schwermetallen, Plastik und Umweltgiften auch ein gesundheitliches Risiko. Inzwischen gibt es zahlreiche leckere vegane Fischalternativen – von Karottenlachs über veganen Backfisch bis hin zu pflanzlichem Kaviar. Lachsfleisch aus dem 3D-Drucker und Fischfleisch aus Zellkulturen sind aktuell in der Entwicklung und erhalten Fördergelder in Millionenhöhe.

2. Verhindern Sie Aquakulturen

Aquakulturen sind riesige Fischfarmen, in denen Fische zu Tausenden in oft verschmutzten Netzkäfigen oder sterilen Betonbecken gezüchtet werden. Die Tiere leiden enorm unter der Enge und dem Bewegungsmangel. Auch einzelgängerische Arten wie Kraken werden hier in Massen eingesperrt und wegen ihres Fleisches getötet. Aquafarmen verschmutzen zudem die Meere mit Chemikalien und Fischkot.

Verhindern Sie den Bau von Aquafarmen, indem Sie unsere Petitionen unterschreiben – beispielsweise gegen die Lachszucht in Malchow (Mecklenburg) oder gegen die Krakenzucht in Spanien.

Fischfarm im Wasser

3. Boykottieren Sie Meereszoos

In Meereszoos wie SeaWorld, dem Loro Parque oder Sea Life werden Orcas und Delfine sowie Fische, Kraken, Krebse und zahlreiche weitere Tiere eingesperrt. Viele von ihnen wurden ihrer Heimat in den Meeren entrissen. Manche Delfine werden in den kargen Betonbecken psychisch so krank, dass ihnen Antidepressiva verabreicht werden. Boykottieren Sie solche Parks, und unterschreiben Sie Petitionen gegen den Bau von neuen Meereszoos wie Coral World in Berlin.

Person steht vor Fischbecken im Meereszoo

4. Reduzieren Sie Plastikmüll

Millionen Tonnen an Plastikmüll schwimmen in unseren Meeren, verschmutzen die Ozeane und schaden den Tieren. Hunderttausende Meerestiere werden von Plastik eingeschnürt oder sterben qualvoll mit Fischernetzen und Plastiktüten im Magen.

Helfen Sie den Tieren und der Umwelt, indem Sie Ihren Plastikmüll reduzieren und beim nächsten Spaziergang Müll aufsammeln. Kaufen Sie zudem nur mikroplastikfreie Kosmetik, denn auch diese winzigen Partikel gelangen ins Meer und schaden den Tieren. Kaufen Sie zudem nur mikroplastikfreie Kosmetik, Shampoos, Seifen, Spülmittel und Waschpulver und benutzen Sie möglichst keine Weichspüler.

plastikmüll in der tonne

5. Fordern Sie Meeresschutzgebiete

Helfen Sie, die Tiere in der Nord- und Ostsee zu schützen, indem Sie die Ausweisung von echten Meeresschutzgebieten fordern. In diesen sogenannten No-Take-Zonen ist jeglicher Fischfang untersagt, sodass die Tiere friedlich leben können und das Ökosystem sich erholen kann. Unterschreiben Sie hierzu unsere Petition an das Umweltministerium.

6. Buchen Sie keine Kreuzfahrten

Kreuzfahrten sind nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern fügen auch Tieren enormes Leid zu. So vermüllen und verpesten die riesigen Passagierschiffe die Meere und zerstören dabei die Heimat von Millionen Meeresbewohnern.

kreufahrt

7. Helfen Sie, den Walfang zu beenden

Jedes Jahr werden auf den Färöer-Inseln hunderte Grindwale und andere Delfine unter dem Deckmantel der „Tradition“ getötet – obwohl es in den EU-Ländern bereits verboten ist, Wale zu töten. Die Fischer:innen treiben die Wale in eine Bucht, wo die Tiere stranden. Dort werden ihnen die Venen und Arterien am Kopf durchtrennt, damit sie verbluten. Auf diese Weise werden ganze Walfamilien vernichtet. Unterschreiben Sie unsere Petition gegen die grausamen Waltötungen.

8. Retten Sie Meerestiere am Strand

Wenn Sie am Strand angespülte Seesterne und Quallen entdecken oder Fische, die von Möwen über dem Sand fallen gelassen wurden, tragen Sie die Tiere vorsichtig zurück ins Wasser. Viele von ihnen schaffen das nicht allein und sind auf unsere Hilfe angewiesen. Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Tiere giftig sind, benutzen Sie einfach eine kleine Schaufel oder ein Handtuch.

9. Leben Sie klimafreundlich

Als Folge der Klimakrise und der Erderwärmung erwärmen sich auch die Ozeane. Dadurch sterben Korallen und mit ihnen Millionen Meerestiere. Je mehr Menschen klimafreundliche Entscheidungen treffen, desto besser können auch die Meere und ihre Bewohner geschützt werden. Die Tierwirtschaft erzeugt mehr Treibhausgase als der gesamte weltweite Verkehr – und eine vegane Lebensweise ist die klimafreundlichste Entscheidung, die wir treffen können.

PETA Plakat. Bedroht durch Speziesismus. Millionen von Tiere sterben jedes Jahr durch die Vermüllung ihrer Lebensraeume. Motiv: Zwei Stoerche stehen auf einem Haufen Muell.

10. Klären Sie Ihr Umfeld über Meerestiere auf

Sprechen Sie mit Familie, Freund:innen und Bekannten darüber, wie einzigartig und schlau Fische, Kraken, Delfine und andere Meerestiere sind. Erklären Sie ihnen, dass sie unseren Schutz brauchen. Wenn jeder und jede von uns auch nur einen kleinen Schritt für den Schutz der Meeresbewohner unternimmt, können wir gemeinsam viel für die Tiere erreichen.