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Klimakrise: Ursachen und Folgen der Erderwärmung

Die Klimakrise gefährdet unsere Erde. Nicht nur die Umwelt leidet darunter, auch für die Tiere und uns Menschen ist die menschengemachte Erderwärmung eine Gefahr. Doch was sind die Ursachen des anthropogenen Klimawandels, und welche Folgen drohen uns? Wir von PETA Deutschland haben die Antworten einfach erklärt zusammengefasst.

Hauptverursacher Mensch – der anthropogene Treibhauseffekt

Der Mensch ist Hauptverursacher des vorherrschenden Klimawandels. Dies ist zugleich eine schlechte und eine gute Sache – denn obwohl wir selbst für die Klimakatastrophe verantwortlich sind, liegt es auch in unserer Hand, etwas dagegen zu tun.

Faktoren wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe, die Zerstörung des Regenwaldes und die Tierwirtschaft tragen zu einer unnatürlichen Erhöhung der Menge an Treibhausgasen in der Erdatmosphäre bei. Dies verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt und hat die menschengemachte Klimaerwärmung zur Folge. [1, 2] Insbesondere Kohlendioxid (CO₂), Methan und Lachgas schaden der Umwelt.

Diese klimaschädlichen Gase entstehen unter anderem bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas, aber auch bei der Verdauung von Rindern in der landwirtschaftlichen Tierhaltung und durch die Verwendung von Gülle als Dünger. Da der Regenwald fortwährend und hauptsächlich für die Tierwirtschaft gerodet wird, verkleinert sich die grüne Lunge unseres Planeten immer mehr. In der Folge kann immer weniger CO₂ abgebaut und durch das Fehlen der Bäume weniger Sauerstoff produziert werden. Zudem wird dadurch das in den Bäumen gespeicherte Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt. [1]

Die gute Nachricht ist: Es ist noch nicht zu spät. Laut einer 2021 veröffentlichten Studie können sich Waldflächen, die landwirtschaftlich genutzt werden, äußerst schnell erholen, wenn sie einfach in Ruhe gelassen werden. Dies sei sogar noch effektvier als das gezielte Anpflanzen neuer Bäume und gilt besonders für tropische Wälder, die sich schon innerhalb von 20 Jahren vollständig regenerieren können. [3] Aber das geht natürlich nur, wenn wir die Fläche nicht zum Anbau von Tiernahrung nutzen – und das wiederum können wir nur erreichen, indem wir weniger tierische Produkte konsumieren.

Brennender Amazonasregenwald

Was bedeutet „Klimawandel“?

Das Wort Klimawandel bezeichnet die Abkühlung oder Erwärmung des Klimas über einen längeren Zeitraum auf der Erde und allen erdähnlichen Planeten und Monden, die eine Atmosphäre besitzen. Je höher die globale Temperatur ansteigt, desto gefährlicher wird es für das Leben auf diesem Planeten.

Die Folgen sind beispielsweise Extremwetterereignisse, ein steigender Meeresspiegel und Wasserknappheit in einigen Regionen der Erde. Zahlreiche Menschen und Tiere verlieren dadurch ihren Lebensraum und ihre Nahrungsgrundlage. Insgesamt könnte der menschengemachte Klimawandel fünf Prozent der Tierarten unseres Planeten für immer auslöschen, wenn sich die Temperatur um mehr als zwei Grad Celsius erhöht. [4]

So weit sind wir zum Glück zwar noch nicht, doch seit 2015 wurden die wärmsten sechs Jahre seit Beginn der Messungen im Jahr 1980 verzeichnet. Wir müssen daher dringend handeln.

Wieso steigt die globale Durchschnittstemperatur an?

Das liegt am sogenannten Treibhauseffekt: Unser Planet ist von der Erdatmosphäre umgeben, die uns vor der schädlichen Strahlung der Sonne schützt, aber das lebensnotwendige Sonnenlicht zur Erdoberfläche durchlässt. Die Atmosphäre besteht aus Wasserdampf, Kohlendioxid (CO₂), Methan und anderen Treibhausgasen. Diese Gase sind dafür verantwortlich, dass die Wärme der Sonnenstrahlen auf der Erde teils vom Boden und den Pflanzen gespeichert werden, aber auch als Wärmestrahlen wieder zurück in die Atmosphäre geschickt werden.

Dieser natürliche Treibhauseffekt reguliert die Durchschnittstemperatur auf unserem Planten und sichert somit unser aller Überleben. Nun gibt es aber noch den anthropogenen bzw. menschengemachten Treibhauseffekt. Dieser entsteht, weil wir Menschen so viele Treibhausgase verursachen, dass ein zunehmend größerer Teil der Wärmestrahlung zurück zur Erde reflektiert wird. Je höher die Konzentration der Treibhausgase ist, desto mehr heizt sich die Erdatmosphäre auf, und desto wärmer wird es auf der Erde.

Diese menschengemachten Treibhausgase entstehen zu einem großen Teil beim Verbrennen von Erdöl, Erdgas, Holz oder Kohle, aber auch auf anderen Wegen. Eine Studie aus dem Jahr 2021 besagt, dass rund 20 Prozent aller weltweit ausgestoßenen Treibhausgase durch die Tierwirtschaft verursacht werden. Das ist mehr als der gesamte Verkehrssektor – also alle Motorräder, Autos, Schiffe und Flugzeuge zusammen. [5] Es ist natürlich trotzdem wichtig, dass wir Flüge reduzieren und auch mal das Auto stehen lassen und öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad zur Arbeit nehmen. Aber wenn wir das Klima wirklich schützen wollen, dann müssen wir dringend auch unsere Ernährung ändern, denn die Tierwirtschaft ist ein enormer Klimazerstörer.

Ist der Fleischkonsum am Klimawandel schuld?

Schon vor über einem Jahrzehnt besagte ein Bericht der UN-Welternährungsorganisation (FAO), dass die industrielle Tierhaltung – und damit der Konsum tierischer Produkte – Hauptverursacher der verhängnisvollsten Umweltprobleme unserer Zeit ist. [6] Eine 2021 veröffentlichte Studie unter Beteiligung der UN-Organisation UNEP bestätigte, dass Fleischkonsum, inklusive Biofleisch, der größte Naturzerstörer ist. [7]

Eine vegetarische Lebensweise allein kann das Klima jedoch nicht retten, denn die Produktion ALLER tierischen Produkte ist klimaschädigend – Butter ist sogar das klimaschädlichste Nahrungsmittel überhaupt. [8] Die fünf größten Fleisch- und Milchkonzerne erzeugen mehr CO₂-Emissionen als multinationale Ölkonzerne. [9]

Dies macht deutlich, warum es für die Rettung unseres Klimas nicht ausreicht, Fleisch von der Speisekarte zu streichen und sich vegetarisch zu ernähren. Kühe werden nicht nur für die Produktion von Fleisch ausgebeutet, sondern auch für die Milchproduktion und damit für die Herstellung von Käse, Butter, Joghurt und anderen Milcherzeugnissen. Rinder zum Beispiel bilden beim Verdauungsprozess Methan, das etwa 25-mal klimaschädlicher ist als CO₂. [10] Bereits kleinste Mengen Methan führen zu einem relativ großen Treibhauseffekt.

Die Tierwirtschaft ist jedoch nicht nur für direkte Emissionen von Treibhausgasen mitverantwortlich. Rund 83 Prozent der globalen landwirtschaftlichen Flächen werden als Weideland oder zum Anbau von sogenannten Futtermitteln für die Tierwirtschaft verwendet. [6] Auch die Abholzung des Regenwaldes geschieht im Namen von Fleisch, Milch, Fischfleisch, Eiern und anderen tierischen Erzeugnissen – auch für Deutschland. Um den deutschen Fleischhunger ausschließlich mit hierzulande angebauter Tiernahrung stillen zu wollen, müsste die Fläche des gesamten Bundeslandes Brandenburg mit Soja bepflanzt werden. [11] Deswegen gehört Deutschland zu den weltweit größten Sojaimporteuren. Die FAO macht die Umwandlung in Weideland für 80 Prozent der Verluste der Amazonasregion verantwortlich. [12]

Was sind die Folgen des Klimawandels?

Die Folgen des menschengemachten Klimawandels sind dramatisch. Durch die Erwärmung der Erde schmelzen die Pole, und der Meeresspiegel steigt. [2] Nicht umsonst wurde der Eisbär zum Symbol des Klimawandels – wie zahlreiche andere Tierarten verliert er seinen Lebensraum und seine Nahrungsgrundlage. Insgesamt könnte der Klimawandel fünf Prozent der Tierarten unseres Planeten für immer auslöschen, wenn sich die Temperatur um mehr als zwei Grad Celsius erhöht. [13]

Durch die Erderwärmung kommt es zudem zu extremen Wetterereignissen wie Hitzewellen und anhaltenden Dürren, heftigen Regengüssen, Stürmen und Überflutungen, die Mensch, Tier und Umwelt gefährden. Überflutungen verunreinigen Gewässer und damit das Trinkwasser, während der massive Anstieg des Meeresspiegels Inselgruppen und Küstenregionen gefährdet und zerstört. Gleichzeitig werden an anderen Stellen der Erde Wasserressourcen knapp, und wochenlange Trockenheit begünstigt Brände, die ganze Wälder vernichten. [14]

Einige Folgen des Klimawandels treiben die Erderwärmung zusätzlich voran. So werden durch das Auftauen von Permafrostböden in Sibirien und anderen Ländern große Mengen an Gas freigesetzt, die den Treibhauseffekt verstärken. [2]

Eisbaer

Vegane Ernährung bietet enormes Einsparpotenzial

Verschiedene Untersuchungen verdeutlichen, dass tierische Produkte verheerend für das Klima und die Umwelt sind. Eine 2018 veröffentlichte Oxford-Studie zeigt auf, dass der Wandel hin zur einer veganen Ernährung die beste Möglichkeit ist, um die Auswirkungen auf das Klima am effektivsten zu bekämpfen [15] Eine weitere Studie aus dem Jahr 2020 betont, dass eine vegane Welt bis zum Jahr 2050 die Menge an Kohlenstoffemissionen (CO2) aus der Atmosphäre rückgängig machen könnte, die in 16 Jahren durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe erzeugt wurde. Dies bringt eine 66-prozentige Chance mit sich, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. [15] Ein Ausstieg aus der Fleisch- und Milchproduktion über die nächsten 15 Jahre verbunden mit dem Umstieg auf ein rein pflanzliches Ernährungssystem würde den Anstieg der Treibhausgasemissionen 30 bis 50 Jahre lang aufhalten. Zudem würden die CO2-Emissionen um 68 Prozent sinken, wenn die ganze Welt vegan leben würde. [16]

Mit einer veganen Ernährung müssen beispielsweise Feldfrüchte wie Soja oder Weizen keinen Umweg über den Tiermagen machen, sondern werden direkt verzehrt. Durch den Verzicht auf tierische Produkte können die lebensmittelbedingten Emissionen um bis zu 73 Prozent reduziert werden. Wenn alle Menschen weltweit keine Fleisch- und Milchprodukte konsumieren würden, könnte die globale landwirtschaftliche Nutzfläche um rund 75 Prozent reduziert werden. Dies entspräche der Größe Australiens, Chinas, der EU und den USA zusammen – wir bräuchten somit gerade mal einen Viertel aller landwirtschaftlich genutzten Flächen und die Menschen würden immer noch satt werden. [11]

Person schneidet Gemüse auf dem Tisch

Wie wir das Klima schützen können

Klimaschutz beginnt im Kleinen. Mit jeder Konsumentscheidung können wir einen Impuls setzen. Die bisherige Entwicklung zeigt, dass es nie zuvor wichtiger war, sich für eine klima-, umwelt- und vor allem tierfreundliche Ernährung zu entscheiden.

Die Umstellung auf eine vegane Lebensweise ist ein konsequenter Schritt, um das Klima zu schützen, denn pflanzliche Lebensmittel verursachen erheblich weniger klimaschädliche Gase und benötigen weniger Ressourcen als tierische Produkte. [15] Kaufen und kochen Sie außerdem möglichst biologisch und nachhaltig, indem Sie sich für Lebensmittel entscheiden, die nicht mit tierischer Gülle gedüngt wurden.