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Warum der Anbau von Soja den Regenwald zerstört

Dass der Regenwald für Soja abgeholzt wird, ist vielen Menschen bekannt. Was viele jedoch nicht wissen: Der Konsum von Tofu oder Sojamilch ist dafür nicht verantwortlich – vielmehr werden im Regenwald angebaute Sojabohnen hauptsächlich als Nahrungsmittel für die Tierwirtschaft und in Aquakulturen verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Warum wird so viel Soja angebaut?

Aufgrund des hohen Eiweißgehaltes und des vergleichsweise günstigen Anbaus wird der Hauptteil des Sojas als Nahrung für die sogenannten Nutztiere oder in Aquakulturen verwendet. So landen rund 75 Prozent des Sojas in den Mägen der Tiere. [1] Das meiste Soja wird auf einer Fläche von rund 132,5 Millionen Hektar in Brasilien und den USA angebaut. [2]

Dies ist eine enorme Ressourcenverschwendung, da die Nahrungsmittel effektiver für den direkten menschlichen Verzehr genutzt werden könnten, anstatt den Umweg über den Tiermagen zu machen.

Kuehe essen
Soja wird aufgrund des hohen Eiweißgehaltes als Tiernahrung eingesetzt.

Warum wird Soja im Regenwald angebaut?

Da in Deutschland und der EU keine großen Mengen Soja angebaut werden, importiert Deutschland die Bohnen. Würde der Bedarf an Soja, der für die hiesige Tierwirtschaft und die Produktion tierischer Produkte benötigt wird, ausschließlich über den Sojaanbau in Deutschland gestillt werden, so müsste die Fläche des gesamten Bundeslandes Brandenburg mit Soja bepflanzt werden. [3]

Die Sojaproduktion erhöht sich von Jahr zu Jahr – zwischen 2010 und 2021 stieg die Erntemenge um über 30 Prozent. [4] Diese massive Produktionssteigerung erklärt sich durch den Konsum tierischer Produkte – je mehr Fleisch, Milch, Fischfleisch und Eier konsumiert werden, desto mehr Anbaufläche muss für Soja und Weideflächen geschaffen und umso mehr Regenwald muss gerodet werden.

Peron zersaegt Holzstamm im Regenwald
Die benötigte Nahrung für die EU-Tierwirtschaft muss auch außerhalb der EU angebaut werden.

Woher kommt das Soja in Tofu, Sojamilch und Co.?

Der Konsum von Sojamilch, Fleischalternativen und Tofu hängt nicht mit der Abholzung des Regenwaldes zusammen. Die Sojabohnen zur Herstellung von hierzulande erhältlichen Sojaprodukten für den direkten menschlichen Verzehr stammen vorwiegend aus Europa.

Zudem benötigen vegane Fleischalternativen im Vergleich zur Herstellung tierischer Produkte weitaus weniger Soja pro Kilogramm. Aus einem Kilogramm Sojabohnen kann beispielsweise knapp 1,8 Kilogramm Tofu hergestellt werden. [5] Für einen Liter Sojamilch werden sogar nur 100 Gramm getrocknete Sojabohnen benötigt. [6] Zusätzlich ist das für Tiernahrung eingesetzte Soja häufig gentechnisch verändert. Auf vegane Sojaprodukte trifft dies dank der Bio-Zertifizierung der EU in der Regel nicht zu.

Block Tofu
Sojabohnen, aus denen pflanzliche Alternativprodukte für den deutschen Markt hergestellt werden, kommen fast immer aus Europa.

Möchten Sie dazu beitragen, den Regenwald zu retten?

Entscheiden Sie sich für eine vegane Ernährung. Wir alle stehen in der Verantwortung, uns gegen die Regenwaldabholzung einzusetzen. Wenn Sie keine tierischen Produkte konsumieren und die Nachfrage nach Fleisch, Milch, Fischfleisch und Eiern damit senken, wird auch weniger Regenwald gerodet.

Vegane Alternativen wie Tofu, Sojadrinks oder Sojawurst werden aus Sojabohnen hergestellt, für die kein Regenwald abgeholzt wird. Auch können viel mehr Menschen ernährt werden, wenn die Sojabohnen direkt für den menschlichen Verzehr weiterverarbeitet werden und nicht erst den Umweg über den Tiermagen machen müssen.

Beim Einstieg in die vegane Ernährung helfen wir von PETA Ihnen gerne mit unserem kostenlosen Veganstart-Programm – melden Sie sich einfach an und Sie werden 30 Tage lang mit nützlichen Tipps und leckeren Rezepten versorgt.