10 Gründe, warum Sie dieses Jahr keine Martinsgans essen sollten

Sicherlich wissen Sie, dass der heilige Martin ein barmherziger Mann war, der seinen Mantel mit einem armen Bettler geteilt hat. Es dürfte also ganz in seinem Sinne sein, wenn Sie dieses Jahr Ihre Martinsgans-Tradition überdenken. Wir haben hier 10 Gründe für Sie aufgelistet, warum Sie keine Gans auf den Teller gehört - auch nicht am Martinstag.

1. Gänse sind gemeinsam stark

Gänse sind liebenswürdige und intelligente Wesen. Früher liefen sie in Gruppen über den Hof und schnatterten so laut, wenn jemand kam, dass kaum ein Einbrecher sich an ihnen vorbeigetraut hätte.

2. Gänse sind treue Partner

Gänse sind sehr anhänglich und bleiben ihren Gänsepartnern bis zum Tod treu. Verhaltensforscher Prof. Dr. Konrad Lorenz sieht darin Parallelen zu uns Menschen. Auch sie trauern um ihren Partner, wenn er stirbt.

3. Gänse leiden in der Mast

In den Mastbetrieben, aus denen auch die sogenannte Martinsgans kommt, werden die Tiere wie Produkte behandelt. Es geht darum, sie möglichst schnell an Gewicht zulegen zu lassen, um sie mit größtmöglichem Gewinn zu verkaufen. Sie leiden sehr häufig unter den Auswirkungen der Überzüchtung und unter den engen Haltungsbedingungen. Zudem wird den Gänsen meist ihr wichtigstes Element vorenthalten: Wasser. Offene Wasserflächen sind aber immens wichtig für das Wohlbefinden der Wasservögel.

 4. Gänse werden in der Mast krank

Gelenkentzündungen, Atemnot, Herzanfälle, gebrochene Beine oder sogar der vorzeitige Tod durch das Zertrampeln durch Artgenossen können die Folgen der Haltungsbedingungen sein.

5. Gänsen werden am lebendigen Leibe gerupft

Vielen Gänsen aus Polen oder Ungarn werden anschließend lebendig die Federn und Daunen ausgerissen. Eine unvorstellbar schmerzhafte Prozedur, bei der den Tieren oft Flügel gebrochen oder Hautlappen herausgerissen werden. Mit Nadel und Faden werden diese anschließend ohne Betäubung wieder zusammengenäht.

6. Gänsen müssen qualvoll sterben

Allen Gänsen wird anschließend die Kehle aufgeschlitzt. Häufig scheitert eine vollständige Betäubung und sie erleiden furchtbare Schmerzen.

© Stop Gavage

7. Gänse sterben als Kinder

Das Leben der Gänse endet mit circa 10-16 Wochen. In diesem Alter sind sie genaugenommen noch Gänsekinder. Ihre natürliche Lebenserwartung liegt bei bis zu 20 Jahren.

8. Gänsemast schadet der Umwelt

Die meisten Gänse bekommen, wie nahezu alle Tiere in Mastbetrieben, Getreide gefüttert, das meist auch für den menschlichen Verzehr geeignet wäre. Damit werden wichtige Ressourcen verschwendet. Letztendlich kann sich die Tierhaltung so negativ auf das Klima und die Welternährungslage auswirken.

9. Gänsefleisch ist ungesund

Mit dem Gänsebraten nehmen wir nicht nur das tote Fleisch eines Tieres zu uns, sondern auch das in ihm enthaltene Cholesterin und gesättigte Fettsäuren sowie möglicherweise gesundheitsgefährdende antibiotikaresistente Keime. Schon der eigenen Gesundheit zuliebe ist eine pflanzliche Alternative empfehlenswert.

10. Es gibt leckere Alternativen

Warum sollten Sie dieses Leid finanziell unterstützen, wo es doch leckere und vor allem gänsefreundliche Alternativen gibt? Wie wäre es mit einem veganen Festtagsbraten?

Nehmen Sie den Tag des barmherzigen Martin zum Anlass und probieren Sie es mal vegan! Eine ausgewogene vegane Ernährung ist gesund und lecker. Wir helfen Ihnen kostenlos dabei.