Erfolg: Moderner Fünfkampf künftig ohne Springreiten

Erfolg für die Tiere: Nach dem Reitsport-Eklat im Modernen Fünfkampf während der Olympischen Spiele gab der Verband für Modernen Fünfkampf (UIPM) am Donnerstag, den 4. November 2021, bekannt, die Sportart ab 2028 ohne Reiten als Teildisziplin gestalten zu wollen. [1]

„Beim Modernen Fünfkampf das Reiten durch eine Disziplin ohne Tiere zu ersetzen, ist ein ganz großer Meilenstein für den Tierschutz. Dies wird Tausenden Pferden gefährliche und belastende Einsätze auf den Turnieren und lange Reisen ersparen. Der Dachverband UIPM zeigt wahre Größe, indem er als Folge der tragischen Ereignisse bei den diesjährigen Olympischen Spielen in Tokio nun ernsthafte Konsequenzen zieht und das Reiten als Teildisziplin streicht.“

Peter Höffken

Wir von PETA Deutschland erstatteten nach dem Vorfall im Oktober Strafanzeige gegen die Bundestrainerin Kim Raisner und ihre Athletin Annika Schleu, die während der Olympischen Spiele 2020 zur Gewalt gegen ein Pferd aufriefen beziehungsweise Gewalt an einem Pferd ausübten. PETA USA appellierte in einem Schreiben an den Fünfkampf-Dachverband UIPM, die Pferdesportdisziplin zu ersetzen.

Springreiten wird ab 2028 abgeschafft

Am 4. November entschied der Weltverband des Modernen Fünfkampfs UIPM, dass das Springreiten als Teildisziplin gestrichen und ab 2028 durch eine andere Sportart ersetzt wird. Statt den tierquälerischen Sport sofort aus den Olympischen Spielen zu verbannen und die Zeit bis zu den Sommerspielen 2024 für die Planung der neuen Sportart zu nutzen, soll es 2024 noch einmal Reitsport im Fünfkampf geben.

Aus Sicht von PETA Deutschland wäre es besser gewesen, den Reitsport früher aufzugeben. Wichtig ist aber, dass der tierfreundliche Schritt überhaupt beschlossen wurde.

Reitsport-Eklat bei den Olympischen Spielen 2020

„Hau mal drauf, hau mal richtig drauf“, diese Worte der Bundestrainerin im olympischen Fünfkampf sind vielen Menschen auch Monate nach den Olympischen Spielen 2020 im Kopf. Kim Raisner rief sie ihrer Athletin Annika Schleu zu, während die deutsche Sportlerin verzweifelt versuchte, das ihr zugeloste Pferd fürs Springreiten zum Laufen zu bringen. Annika Schleu schlug massiv mit der Gerte auf den Wallach Saint Boy ein, nachdem dieser den Parcours verweigerte. Schleus Reaktion löste eine weltweite Debatte über Pferde im Reitsport aus.

„In einem weiteren Schritt muss nun auch das Internationale Olympische Komitee handeln und tierfreundliche Alternativen für sämtliche Pferdedisziplinen schaffen. Denn auch beim Vielseitigkeits-, Spring- und Dressurreiten werden Pferde zu unnatürlichen Höchstleistungen gezwungen und leiden immens.“

Peter Höffken

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