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Affenarten wegen Tierversuchen vom Aussterben bedroht

Die International Union for Conservation of Nature (IUCN), die weltweit umfassendste Informationsquelle über den globalen Erhaltungszustand von Tieren, gab Ende Juli 2022 bekannt, dass Tierversuche zwei Affenarten an den Rand des Aussterbens gebracht haben.

Langschwanzmakaken und Schweinsaffen vom Aussterben bedroht

Die IUCN hat die Einstufung von zwei Affenarten – Langschwanzmakaken, auch bekannt als Javaneraffen, und Südlichen Schweinsaffen – von „vulnerable“, auf Deutsch „gefährdet“ auf „endangered“ erhöht, was „stark gefährdet“ entspricht. Mit dieser Einstufung stehen beide Affenarten auf der „Roten Liste der bedrohten Arten“ der IUCN unter den am stärksten gefährdeten Tierarten der Erde. Die IUCN geht davon aus, dass die Zahl dieser Affen in der Natur in den nächsten drei Generationen um 50 Prozent zurückgehen wird, wenn die derzeitigen Bedrohungen nicht gemildert werden.

Affen in Asien für Tierversuche eingefangen

Es ist kein Zufall, dass diese beiden Arten auch die „Lieblinge“ von Tierexperimentator:innen sind, die in einem grausamen System arbeiten, das Affen aus ihrer Heimat für Tierversuche in die USA oder nach Europa entführt. Wildlebende Affen aus Asien oder Afrika zu fangen und dort zu züchten ist schneller und billiger, und so werden jedes Jahr über Tausend Affen von diesen Kontinenten nach Deutschland transportiert.

Dieser Transport ist geprägt von Gewalt. Jäger:innen in Kambodscha, Indonesien, der Demokratischen Volksrepublik Laos, Mauritius und Vietnam fangen Affenmütter, entreißen ihnen die Babys und stopfen sie in Säcke. Die Mütter werden zusammen mit allen anderen Mitgliedern der Truppe, die die Gefangennahme überlebt haben, in Kisten gesperrt. Einige werden direkt an Labore verkauft, während andere zunächst in kommerziellen Affenfarmen landen, wo die Mütter gezwungen werden, unter unhygienischen, kargen Bedingungen zu leben und sich fortzupflanzen. Verletzungen und Krankheiten kommen in diesen Einrichtungen erschreckend häufig vor, und viele der Affen sterben vorzeitig. Alle Babys werden ihren Müttern kurz nach der Geburt entrissen.

affeFoto: Jo Anne McArthur/ We Animals Media

Mehr als eine Million dieser Affen wurden in den letzten vier Jahrzehnten aus ihrem Zuhause gerissen und in die USA verfrachtet. Viele weitere sterben, bevor sie in Kisten verpackt und in die USA geflogen werden können. Laut der Tierversuchsstatistik für das Jahr 2020 stammten 1.384 der 1.405 in Tierversuchen missbrauchten Makaken in Deutschland aus nicht-europäischen Ländern. Für das laufende Jahr wurden in Deutschland alleine bis heute 20 Versuchsvorhaben mit Makaken genehmigt. In einem im Jahr 2021 genehmigten Experiment wurde Makaken der Schädel aufgebohrt, um Kanülen zu platzieren, und die Tiere wurden im Versuch für über 8 Stunden in einem Primatenstuhl fixiert. [1]

Tierversuche mit Affen sind unwissenschaftlich

Während Primatenforschungszentren und andere Labore weiterhin über einen „Mangel“ an Affen klagen, wurde nun endlich das volle Ausmaß ihrer Gier nach Affen für sinnlose Experimente enthüllt.

Diese Versuche haben jahrzehntelang dazu beigetragen, dass Patient:innen noch immer keine Behandlung für Krebs, HIV/AIDS und andere menschliche Krankheiten erhalten haben. Trotz der Schmerzen und des Leids, die den Affen zugefügt werden, haben die Experimente an ihnen die wissenschaftliche Forschung kaum vorangebracht – aber sie haben dazu geführt, dass zwei Affenarten fast ausgerottet wurden.

Helfen Sie, die Affentransporte zu beenden

Egypt Air ist eine der Fluggesellschaften, die regelmäßig Hunderte Affen für Tierversuche in die USA transportieren. Fordern Sie die Airline auf, die grausamen Transporte zu beenden!