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Tierversuche & Speziesismus: Tierleid ist niemals gerechtfertigt

Alle möglichen, teils unerwarteten Tierarten leiden in Tierversuchen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Kaninchen, Ratten, Hunde, Katzen, Fische, Affen oder Schweine für die grausamen und unnötigen Experimente gezüchtet, gequält und getötet werden – jede dieser Spezies ist genauso viel Wert wie die Spezies Mensch und muss vor der legalen Tierquälerei für schlechte Wissenschaft geschützt werden. Aber was steckt dahinter?

Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr über die Gründe, weshalb viele Menschen auch bei Tierversuchen speziesistisch denken, was es mit dem ausbeuterischen Denkmuster auf sich hat – und was Sie dagegen tun können.

Inhaltsverzeichnis

Was versteht man unter Speziesismus?

Speziesismus ist eine Form der Unterdrückung von anderen Arten. Wir lernen dieses Denken von Kindesbeinen an und empfinden Speziesismus daher oft unbewusst als selbstverständlich, natürlich und richtig – diese Haltung ist jedoch falsch, denn sie wurzelt in der Ausbeutung anderer Lebewesen. Die menschengemachte Denkweise beeinflusst direkt, wie wir andere Spezies sehen und mit ihnen umgehen. Diese Lebewesen werden dabei entwertet und verlieren im speziesistischen Denken ihre Individualität, sie werden zu reinen, gefühllosen Objekten degradiert.

Als Folge denken viele Menschen, es sei in Ordnung, die Interessen und natürlichen Bedürfnisse anderer Arten zu ignorieren, wenn damit ein bestimmter Zweck für den Menschen erfüllt wird. Das bringt ausnahmslos immer und in jedem Bereich, egal ob Ernährung (Fleisch, Milch, Eier), Bekleidung (Leder, Pelz, Daunen) oder eben in Tierversuchen unvorstellbare Tierquälerei mit sich. Aus ethischer Sicht ist keine davon auch nur ansatzweise vertretbar.

Warum sind Tierversuche speziesistisch?

Die Denkweise, wir dürften an Tieren experimentieren und sie für unsere Zwecke ausbeuten, ist Teil eines verheerenden Denkmusters: Speziesismus in Tierversuchen zeigt sich bereits in der Sprache und darin, dass wir bestimmte Tierarten als „Versuchstiere“ oder „Labortiere“ bezeichnen. Damit wird diesen Lebewesen ein Zweck aufgedrückt, der körperliche und seelische Qualen legitimieren soll – die Ausdrücke suggerieren, diese Tiere würden für diesen Nutzen existieren.

Viele Menschen halten es für weniger schlimm, dass beispielsweise an Mäusen und Ratten Tierversuche durchgeführt werden. Ihr Mitleid für diese Tierarten hält sich in Grenzen – sehen dieselben Menschen jedoch genauso qualvolle Experimente an Katzenbabys, ist der gesellschaftliche Aufschrei – zu Recht – enorm.

Collage. Katze, Pferd, Ratte und Affe im Tierversuch
Ob Katze, Maus, Pferd, Affe: Tiere sind nicht dazu da, dass der Mensch an ihnen experimentiert.

Weshalb lieben wir manche Tiere und tolerieren das Leid anderer?

Es besteht ein extremes Ungleichgewicht sowie eine ungerechte, willkürliche Unterscheidung zwischen den Tierarten, die wir beschützen, hegen, pflegen und beispielsweise als sogenannte Haustiere halten und jenen, die wir für bestimmte Zwecke ausbeuten. Diese Unterteilung ist nicht logisch, denn alle Tiere sind mit all ihren Unterschieden und eigenständigen Fähigkeiten wertvoll.

Um Tierleid zu rechtfertigen, werden oft fadenscheinige Argumente herangezogen und sich auf Ähnlichkeiten zum Menschen bezogen.

Eine Tierart gilt in manchen Augen dann als wertvoller, wenn sie

  • besondere kognitive und emotionale Fähigkeiten,
  • gewisse Formen von Selbstbewusstsein,
  • Fähigkeiten zum Sprachgebrauch, zur Werkzeugherstellung usw.

aufweisen. Die Max-Planck-Gesellschaft rechtfertigt beispielsweise Tierversuche an anderen Tierarten auf diese Weise. Gleichzeitig argumentiert sie, Versuche an Menschenaffen seien zu Recht verboten. Die läge daran, dass Menschenaffen die oben genannten Fähigkeiten besäßen und Experimente aufgrund dessen an ihnen „in höherem Maße ethisch bedenklich“ wären als an anderen – jedoch ebenso fühlenden – Lebewesen. [1]

Grafik. Anzahl der Tiere, die in Tierversuchen missbraucht wurden in 2020

Diese Denkweise misst jedoch mit zweierlei Maß und ist schlichtweg falsch. Denn: Sobald ein Lebewesen die Fähigkeit besitzt, Leid und Qual zu empfinden, haben wir nicht das Recht, diese zu missbrauchen – beispielsweise in Tierversuchen. Dies gilt beispielsweise auch für Fische, die ebenfalls einen Großteil der in Tierversuchen gequälten Tiere ausmachen.

Warum Tiere Rechte brauchen

Es macht keinen Unterschied, welche Tierart für schlechte Wissenschaft, in Produkttests oder in der Grundlagenforschung (also aus reiner Neugierde) gezüchtet, gequält und getötet wird. Alle Lebewesen haben ein Recht auf Unversehrtheit und darauf, ihre artgerechten Bedürfnisse auszuleben, ungeachtet ihrer Größe, der Laute, die sie von sich geben, der Frage, ob sie flauschig, prachtvoll oder vom Aussterben bedroht sind, und auch unabhängig von ihrer Intelligenz.

Aus diesem Grund ist es dringend notwendig, dass auch nicht-menschliche Tiere Grundrechte zugesprochen bekommen, die deren Interessen und Bedürfnisse sichern und das Recht auf ein unversehrtes Leben gewährleisten.

Tote Ratte in einer Hand
Alle Tiere sollten das Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit haben.

Ergebnisse aus Tierversuchen sind kaum auf Menschen übertragbar

Dazu kommt, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen wegen entscheidender körperlicher Unterschiede in vielen Fällen gar nicht erst auf den Menschen übertragbar sind – Experimentator:innen und unnötige gesetzliche Vorgaben verursachen also nicht nur enormes Tierleid, sondern verprassen gleichzeitig auch enorme Summen an (Steuer-)Geldern, die in tierfreien Methoden sinnvoll investiert wären.

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Speziesismus ist die Basis jeglicher Tierquälerei. Darum ist es wichtig, andere Menschen für dieses wichtige, aber leider oft unbekannte Thema zu sensibilisieren. Indem Sie diesen Beitrag gelesen haben, haben Sie bereits den ersten Schritt gemacht.

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