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Fordern Sie Nepal auf, das Tiermassaker von Gadhimai zu beenden

 
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Hunderttausende Tiere sollen bei diesem rituellen Fest getötet werden – fordern Sie den Premierminister und den Präsidenten des Landes auf, das zu verhindern

Stand Oktober 2014
Übersetzung des Anschreibens:
 
Text:
Sehr geehrter Herr Premierminister Koirala, sehr geehrter Herr Präsident Yadav,
 
das Abschlachten einer erschreckend hohen Anzahl an Tieren – und die Art und Weise der Tötung selbst – anlässlich des Gadhimai-Festes in Bariyarpur, ist eine entsetzliche Darstellung von Gewalt, die dem hinduistischen Glauben von der Ehrfurcht vor dem Leben widerspricht.
Auf dem letzten Gadhimai-Fest im Jahr 2009 wurde gravierender Tiermissbrauch dokumentiert, den die internationale Gemeinschaft lautstark verurteilte. Ich bitte Sie deshalb mit diesem Schreiben, Ihre Position zu nutzen und alle Tieropfer-Rituale in Nepal umgehend zu verbieten.
 
Das wahnhafte Abschlachten hunderttausender Ziegen, Hühner, Büffel und anderer Tiere ist alles andere als heilig. Unzählige Tiere sind von der langen Anreise schon so geschwächt, dass sie noch vor Beginn des Massakers verhungern, dehydrieren oder der puren Erschöpfung erliegen.
 
Viele Nepalesen nehmen am Schlachten des Gadhimai-Festes noch nicht einmal teil. Ein Großteil der Besucher kommt aus Indien, wo von der Tötung von Tieren als rituelle Opfergaben bereits weitgehend abgesehen wird. Die Gläubigen sollten aufgefordert werden, von teuren abergläubischen Ritualen, die für Angst und Gewalt stehen, abzusehen – wie man schon seit langem von vergangenen „Ritualen“ wie dem Verbrennen von Witwen und anderen Menschenopfer absieht. Stattdessen sollte sich eine Tradition der Speisung der Armen mit pflanzlichen Nahrungsmitteln etablieren und andere Formen gewaltfreier Opfergaben.
 
Es ist an der Zeit, dass Nepal der Welt zeigt, dass die Enthauptung von Büffeln nicht das ist, wofür das Land steht. Mit der Beendung von Tieropferritualen wird Nepal tausende Leben retten und erhält die Möglichkeit, sich auf Frieden und Fortschritt für seine Bürger zu fokussieren. An die gesamte Welt schickt Ihr Land damit ein Zeichen, dass Nepal für Tierschutz und Gewaltlosigkeit steht – eine Botschaft, von der jeder profitieren wird.
 
Mit freundlichen Grüßen

 


Hintergrund-Informationen

 
Anlässlich des letzten Gadhimai-Festes im Jahr 2009, wurden über 250.000 Tiere in einem unorganisierten Tötungswahn geschlachtet. Auch diesen November wird man hunderttausende Ziegen, Hühner, Büffel und andere Tiere nach Bariyarpur bringen. Schon auf der Reise lässt man die Tiere aushungern, um sie zu schwächen. Wenn das „heilige“ Fest dann mit der traditionellen Enthauptung von 10.000 Büffeln beginnt, werden hunderte Männer mit stumpfen Klingen auf die Tiere losgehen, bis diese ihren Verletzungen erliegen.
 
Die Mehrheit der Besucher des Festes kommt aus dem benachbarten Indien – dem Geburtsort des Hinduismus – wo von Ritualen mit grotesken Tieropfern zu Recht größtenteils Abstand genommen wird. Schon das Konzept, ein Lebewesen zu töten im Austausch gegen einen Segen, widerspricht der hinduistischen Philosophie des Ahimsa, der Gewaltlosigkeit. Viele Hindus glauben sogar, dass Tieropfer durch Ahimsa verboten sind. Der Missbrauch von Tieren schadet zudem der gesamten Gesellschaft: Das Töten wird zur Normalität und Kinder werden gegenüber dem Leid anderer Lebewesen desensibilisiert, wenn sie Männern dabei zusehen, wie sie an Tieren herumschneiden und sie enthaupten.
 
Dem Organisationskomitee des Gadhimai-Festes zufolge, wird die kommende Veranstaltung sogar noch größer sein, als die letzten. Das bedeutet, dass noch mehr Tiere während des rituellen Blutbades einen grausamen Tod finden werden, wenn wir nicht schnellstens Druck auf die nepalesische Regierung ausüben. Nepal ist ein Urlaubsland für internationale Touristen. Doch seitdem die Berichterstattung über das letzte Gadhimai-Fest internationale Empörung hervorrief, sehen Touristen das Massaker als barbarisch an und fordern die nepalesischen Entscheidungsträger auf, das „religiöse“ Blutbad umgehend zu beenden. Bitte setzen auch Sie sich zusammen mit PETA gegen das Fest ein – schreiben Sie einen Brief an die Premierminister und den Präsidenten von Nepal und erläutern Sie, warum die Praxis der Tieropfer ein Ende finden muss.