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Tiermarkt in Ostwestfalenhalle Kaunitz muss geschlossen werden

 
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Stand Dezember 2011

Teil-Erfolg!

Am 16. Dezember 2010 hat die Pressesprecherin der Stadt Verl PETA über die Entscheidung informiert, den Hundeverkauf auf dem Tiermarkt in der Ostwestfalenhalle Kaunitz ab Januar 2011 zu verbieten!
Das ist ein erster Teil-Erfolg, den Ihre Unterstützung möglich gemacht hat! Wir bedanken uns bei allen, die am Aktionsaufruf teilgenommen und ihn verbreitet haben. Gemeinsam können wir viel für die Tiere erreichen!
Wir werden den Aktionsaufruf zunächst deaktivieren. Selbstverständlich arbeiten wir auf politischer und meinungsbildender Ebene weiter an unserem Ziel, den Verkauf von Tieren auf Märkten und in Zoohandlungen bundesweit zu verbieten. Tiere sind keine Ware. Unterstützen Sie uns weiterhin in unserer Forderung nach einem Heimtierschutzgesetz!

 

Jeden ersten Samstag im Monat herrschen in der Ostwestfalenhalle Kaunitz mittelalterliche Zustände: Pferde, Ziegen und Esel werden im Außenbereich des Geländes zum Verkauf angeboten. Im Inneren findet man Kleintiere wie Sittiche, Meerschweinchen oder Kaninchen, die in Holzkisten oder Käfigen übereinander und nebeneinander gestapelt aufbewahrt und potenziellen Käufern feilgeboten werden. Die Tiere werden wie billige Ware im Kaufhaus gehandelt.

 

Auch Hundewelpen wurden auf dem Tiermarkt verkauft.
Nicht selten wird der Anblick dieser Tiere mitfühlende Menschen zu Spontankäufen ermutigen. Nach offiziellen Angaben der Stadt Verl bieten bis zu 130 Tierhändler unzählige Tiere an, so beispielsweise auch Hundewelpen verschiedener Rassen. Die völlig verängstigten und gestressten Tiere haben keinerlei Rückzugsmöglichkeiten, um den Blicken der Besucher des Tiermarktes zu entkommen. Jeder, der möchte und für die Tiere bezahlen kann, kann hier ein Tier erwerben. Woher die Tiere stammen, bleibt den Käufern verborgen, wohl auch um tierschutzwidrige Haltungsbedingungen zu verbergen.

 

Vögel auf dem Tiermarkt in Verl
Das schier Unglaubliche an diesem Markt ist aber, dass der Veranstalter nicht etwa ein privates Unternehmen ist, es ist die Stadt Verl selbst!

Im Schriftverkehr mit der Stadt Verl lässt man PETA ausrichten, dass der Tiermarkt strengen Kontrollen unterliegt und dass man von einer kurzfristigen Einstellung des Tierhandels absieht. Angesichts der dramatischen Lage, in der sich hunderte Tierschutzeinrichtungen befinden, sieht PETA allerdings dringenden Handlungsbedarf und fordert die sofortige Schließung des Marktes. Gerade öffentlichen Einrichtungen sollte doch bekannt sein, dass das Wohl der Tiere als Staatsziel formuliert und der Tierschutz im Grundgesetz verankert ist. Die Kommune sollte als Vorbild fungieren und verantwortungsvoll mit Tieren umgehen, nicht aber die ohnehin vorhandene Überpopulation von Tieren weiter antreiben.
Schon seit Jahren versuchen Tierschützer, zumindest die Haltungsbedingungen für die Tiere auf dem Kaunitzer Tiermarkt, der seit 1966 in Betrieb ist, zu verbessern. Bislang haben sich jedoch nur minimale Verbesserungen für die Tiere ergeben. Angesichts der ansteigenden Anzahl an Tieren, die jährlich in deutschen Tierheimen und anderen Tierschutzeinrichtungen abgegeben werden, und der gleichzeitig stagnierenden Spendeneinnahmen für die Tierschutzgruppen, fordert PETA Deutschland e.V. jedoch die gänzliche Einstellung des Verkaufs von Tieren in der Ostwestfalenhalle in Kaunitz. Denn auch heute schon gibt es in Deutschland zu viele Tiere, die leiden!