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Heimtiermessen: So werden Tiere auf den Messen ausgebeutet

Auf sogenannten Tiermessen, auch „Haus- und Heimtiermessen“ genannt, werden neben Zubehör für die Heimtierhaltung wie Fachbücher, Käfige und Tiernahrung auch lebende Tiere wie Zierfische und Vögel zum Verkauf angeboten. Auch sogenannte Rassetierausstellungen gehören oft zum Programm bei den tierquälerischen Messen.

Das ist aus Tierschutzsicht bedenklich, denn Tiere sind keine Ware. Messen vermitteln den Besucher:innen häufig ein völlig falsches Bild von den Bedürfnissen der Tiere und fördern so Tierleid. Aus diesen Gründen unterstützen Messen wie die Interzoo Nürnberg, die weltweit größte Fachmesse für Heimtierbedarf, massive Tierquälerei.

Inhaltsverzeichnis

Wettbewerbe unter sogenannten Rassetieren

In den meisten Fällen gehen sogenannte Haustiermessen und Katzen- bzw. Hundeausstellungen Hand in Hand. Dabei halten Züchter:innen meist Katzen, Hunde und andere Kleintiere in kleinen Transportboxen, um sie vor einer Jury zu präsentieren, die die Tiere rein nach ihren äußeren Merkmalen beurteilt.

Katzen in einem Kaefig auf einer Ausstellung
Hund liegt im Kaefig auf einer Tiermesse
Katze liegt in einer transparenten Box auf einer Tiermesse
Zwei Hunde in einer geschlossenen Transportbox

Für die Tiere bedeutet eine Messe mit lärmenden Menschenmassen zumeist großen Stress. Die Katzen, Hunde und andere Tiere wie Kaninchen, aber auch Reptilien müssen teils stundenlang in ihren kleinen Transportboxen verharren und können ihrem ausgeprägten Bewegungsdrang nicht nachkommen. Dazu kommen teils stundenlange Transportwege. Am Ende wird das „Gewinnertier“ häufig für viel Geld weiterverkauft. Tiere sollten niemals für den Profit benutzt werden.

Ausgestellte exotische Tiere sind weder „Haustiere“ noch Fotorequisiten

Häufig werden auf Heimtiermessen auch exotische Wildtiere wie Schlangen, Geckos und Warane „ausgestellt“. Oft werden die empfindlichen Tiere, die hohe Ansprüche an ihren Lebensraum besitzen, außerdem für bezahlte Fotos mit Besucher:innen missbraucht. Für Reptilien bedeutet die aufgezwungene Nähe zum Menschen jedoch großen Stress.

In Gefangenschaft sterben Reptilien häufig viel zu früh unter falschen Haltungsbedingungen wie nicht artgerechter Ernährung und unerkannten Krankheiten. Viele Halter:innen kennen die Bedürfnisse der Tiere nicht und so leiden die Tiere Tag für Tag in meist viel zu kleinen Käfigen.

Ausstellerin haelt Schlange in der Hand
Ausstellerin haelt Echse zum Streicheln auf der Hand
Schlangen zum Verkauf in Terrarien
Chamaeleon im Kasten

Zucht und Handel mit „Haustieren“ bedeuten millionenfache Ausbeutung

Um den Markt mit süßen Hundewelpen, Katzenbabys, Wellensittichen, Kaninchen und vielen anderen sogenannten Haustieren zu füllen, gibt es auch hier in Deutschland regelrechte Massenproduktionsstätten, in denen die Tiere wie Ware gezüchtet werden.

Sind die Massenproduktionsstätten im Ausland, steht den Tieren noch ein stundenlanger Transportweg in den deutschen Handel bevor, den viele von ihnen nicht überleben. Die Bedingungen sind sowohl für die Tierkinder als auch für die zur Zucht missbrauchten Elterntiere häufig katastrophal: Oft leben die Tiere in ihrem eigenen Kot und Urin, sind krank oder vegetieren umgeben von ebenfalls kranken und sogar toten Artgenossen ohne Tageslicht in engen Käfigen vor sich hin. Verluste durch tote oder kranke Tiere sind nicht nur bekannt, sondern werden bereits im Preis mit einkalkuliert.

Viele Kleintiere wie Kaninchen und Hamster werden auf Masse „hergestellt“, das einzelne Tier ist nichts wert. Katzen und Hunde leiden häufig ihr Leben lang unter der Qualzucht, oft führen die traumatischen Erlebnisse zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und einem viel zu frühen Tod.

Zoohandelsbranche fördert Problem mit heimatlosen Tieren

Die Zoohandelsbranche trägt entscheidend dazu bei, dass immer mehr Tiere in die Welt gesetzt werden, obwohl die Tierheime rappelvoll sind. Dass Tiere nur als Ware betrachtet werden, zeigen die furchtbaren Bedingungen in den Zuchtanlagen und in den Zoogeschäften.

Wir von PETA Deutschland fordern die Branche auf, den Verkauf von Tieren zu beenden und stattdessen ausschließlich auf Vermittlungskooperationen mit Tierheimen und seriösen Tierschutz-Vermittlungsstellen zu setzen.

Tiere sind keine Ware Motiv Hamster

Helfen Sie den Tieren auf Heimtiermessen!

Bitte besuchen Sie keine sogenannten Heimtiermessen – mit dem Kauf einer Eintrittskarte unterstützen Sie das dort präsentierte Tierleid. Helfen Sie stattdessen, indem Sie ein Tier aus dem Tierschutz adoptieren. Unterschreiben Sie auch unsere Petition an die Bundesregierung für mehr gesetzlichen Schutz sogenannter Haustiere.