Leserbriefe und Kommentare zum Thema Tierrechte: So geht‘s!

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Leserbriefe und Kommentare als wichtiger Baustein der Tierrechtsarbeit

Leserbriefe und Kommentare zu aktuellen Berichterstattungen können eine große Wirkung entfalten und sind ein wichtiger Baustein von PETAs Tierrechtsarbeit. Indem wir uns an Tageszeitungen, Magazine, TV- und Radiostationen, Gesetzgeber und Unternehmen wenden, können wir die Tierausbeutung publikumswirksam anprangern und damit sogar die Politik beeinflussen. Wenn Sie Interesse haben, die Tierrechtsarbeit in diesem Bereich zu unterstützen, melden Sie sich einfach zu unserem Aktivistennetzwerk an und geben Sie an, dass Sie gerne Leserbriefe schreiben. Sie erhalten dann regelmäßig Informationen zu aktuellen Artikeln, bei denen es sich lohnt, Leserbriefe zu verfassen

Höflich formulierte E-Mails sind dabei stets das Medium der Wahl. Wer keine E-Mails verfassen möchte, kann auch auf die Briefform zurückgreifen. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Redaktion ansprechen, eine Abschiedsformel verwenden und die Nachricht mit Ihren Kontaktdaten abschließen. Die Mailadresse sollte möglichst seriös gewählt sein. Um den Text für den Adressaten leicht lesbar zu machen, empfiehlt es sich, jeweils nach einigen Sätzen einen neuen Absatz einzufügen. Prüfen Sie die E-Mail vor dem Absenden auf korrekte Groß- und Kleinschreibung und Flüchtigkeitsfehler. Achten Sie  zudem darauf, nicht zu viele Ausrufe- und Fragezeichen zu verwenden.

Auf der Website PETA.de können Sie Fakten zum jeweiligen Thema recherchieren und entsprechende Quellenangaben finden. E-Mails sollten zielgerichtet verfasst sein und gleich zu Anfang den Grund Ihrer Nachricht erkennen lassen. Vermeiden Sie persönliche Anekdoten, es sei denn, Sie haben dafür einen ganz bestimmten Grund (z. B. wenn Sie einen Brief schreiben, um sich für ein Verbot von Tellereisen auszusprechen, nachdem Ihr Hund in eine solche Falle geraten ist). Unterlassen Sie Beleidigungen und Schimpfwörter, denn diese machen Sie und damit Ihr Anliegen unglaubwürdig.

Leserbriefe

Falls Sie einen Leserbrief an eine Zeitung oder Zeitschrift schreiben wollen, berücksichtigen Sie ggf. die Hinweise des Herausgebers bezüglich der Länge des Textes, Angaben zur Person etc. Am besten recherchieren Sie die Kontaktadresse für Leserbriefe und melden sich per E-Mail beim Verlag. In Ausnahmefällen ist auch der Versand Ihres Statements in Briefform möglich.

Sie können sich auch schriftlich oder telefonisch an Radio- und Fernsehsender wenden, um Ihren Protest gegen Tiermissbrauch zum Ausdruck zu bringen. Natürlich können Sie auch Lob aussprechen, wenn es beispielsweise um einen Beitrag zu tierfreundlichen Produkten geht.

Manche Verlage verlangen die Angabe Ihrer Telefonnummer, damit sie sich vor der Veröffentlichung vergewissern können, dass Sie tatsächlich der Verfasser des Schreibens sind. Am besten geben Sie Ihre vollständige Adresse und Telefonnummer am Ende der E-Mail an die Zeitung an.

Leserbriefe als Antwort auf veröffentlichte Artikel oder andere Leserbriefe sollten möglichst zeitnah verfasst werden, am besten innerhalb von ein oder zwei Tagen. Dann ist es nicht nur wahrscheinlicher, dass Ihr Leserbrief von der Zeitung abgedruckt wird, sondern die Leser werden sich auch noch besser an das genaue Thema erinnern. Bei Widerlegungen ist es das Beste, sich auf ein oder zwei Punkte zu konzentrieren und diese klar und deutlich vorzubringen.

Wählen Sie hierzu Aspekte aus, die den Lesern normalerweise nicht bewusst sind, z. B. die Hintergründe der Hühneraufzucht und -haltung in Legebatterien zur Produktion von Eiern. Ermutigen Sie die Leser nach Möglichkeit, selbst die Initiative zu ergreifen und beispielsweise den eigenen Eierkonsum zu verringern.

Falls dies angebracht erscheint, verfassen Sie Ihre Nachricht gerne mit Humor, formulieren Sie Ihr Argument jedoch unbedingt sachlich und gut verständlich. Die optimale Länge für einen Leserbrief sind zwei bis drei prägnante Absätze.

Online-Kommentare

Viele Zeitungen bieten ihre Artikel und neuesten Nachrichten auch online an, sodass sie schnell und bequem für jeden zugänglich sind. Über die Kommentarfunktion bietet sich die Möglichkeit, eine öffentlich sichtbare Reaktion zu hinterlassen. Das Gleiche gilt für Beiträge, die Medien in den sozialen Medien wir beispielsweise auf Facebook teilen. Häufig ist eine Registrierung mit anschließender E-Mail-Bestätigung erforderlich, um einen Kommentar zu schreiben und mitdiskutieren zu können.

Viele Redaktionen behalten es sich vor, die Kommentare zu prüfen und dann zu entscheiden, ob sie veröffentlicht werden. Werden Sie nicht beleidigend und diskutieren Sie sachlich und konstruktiv. Wenn Sie sich kurz halten, wird der Kommentar von mehr Menschen gelesen.

Briefe an den Gesetzgeber

Genauso wie Briefe an Herausgeber von Zeitungen sollten auch Schreiben an Politiker und Institutionen kurz sein und auf den Punkt kommen. Befassen Sie sich pro Brief nur mit einer oder zwei Fragestellungen. Fordern Sie die Politiker nicht einfach nur dazu auf, Gesetze für die Rechte der Tiere zu unterstützen, sondern benennen Sie konkret, welche Veränderungen Sie sich wünschen. Bleiben Sie dabei stets sachlich und fassen Sie sich kurz. Persönliche Anekdoten sollten Sie nur sehr dosiert nutzen, um in wenigen kurzen Sätzen schnell zu Ihrer politischen Forderung zu kommen.

Briefe an Unternehmen

Nutzen Sie Ihre Macht als Verbraucher, indem Sie an Firmen schreiben, die Tiere ausbeuten – vor allem solche, deren Produkte Sie schon einmal verwendet haben. Schreiben Sie beispielsweise Kosmetikfirmen an, deren Produkte an Tieren getestet werden, und teilen Sie ihnen mit, dass Sie diese Marke so lange nicht mehr kaufen werden, bis sich das Unternehmen öffentlich von Tierversuchen distanziert.

Wenden Sie sich an Firmen, die nach wie vor Pelz, Leder oder Wolle verkaufen, oder bitten Sie Lebensmittelhersteller, ihre Produkte auch in pflanzlicher Form anzubieten.

Auch bei E-Mails an Unternehmen ist es wichtig, höflich, sachlich und konstruktiv zu bleiben. Erklären Sie, wogegen Sie protestieren und warum, und schlagen Sie, wenn möglich, Alternativen vor.

Leserbriefe, Kommentare und Schreiben sind eine großartige Möglichkeit, die Tierrechtsarbeit voranzubringen. Je besser Sie in Bezug auf die einzelnen Themen informiert sind, umso überzeugender wird Ihr Schreiben ausfallen.