Helfen Sie, den Bau neuer Tierversuchslabore zu stoppen

Ein Unternehmen, eine Universität oder ein Forschungsinstitut plant in Ihrer Stadt den Neubau eines Labors, in dem zu Test- oder Forschungszwecken Tierversuche durchgeführt werden sollen? Oder ein Zuchtbetrieb für „Labortiere“ möchte sich bei Ihnen um die Ecke niederlassen? Hier können Sie nachlesen, wie Sie sich im Namen der Tiere dagegen wehren können.

1. Sammeln Sie mehr Informationen

Recherchieren Sie – sammeln Sie möglichst viele Informationen, um für kommende Diskussionen gewappnet zu sein:

  • Wer genau steckt hinter dem Neubau?
  • Stand diese Firma/Universität in der Vergangenheit schon einmal wegen Tierversuchen in der Kritik, gab es vielleicht sogar Verstöße gegen das Tierschutzgesetz?

Beziehen Sie auch Fragestellungen mit ein, die auf den ersten Blick nicht Ihr Schwerpunkt sind:

  • Vielleicht handelt es sich um einen Pharmahersteller, der kürzlich ein Medikament wegen schwerer Nebenwirkungen vom Markt nehmen musste?
  • Oder um eine Universität, die Studenten in Sezierkursen dazu zwingt, getötete Tiere aufzuschneiden?
  • Für welche Produkte oder Forschungszwecke sollen dort Tiere gequält werden? Stellen Sie hierfür einen Antrag auf Akteneinsicht bzw. Auskunftserteilung beim zuständigen Amt. Orientieren Sie sich hierfür an diesem Beispielantrag.
  • Sammeln Sie Informationen darüber, welche Forschungsmethoden statt Tierversuchen verwendet werden könnten und warum Wissenschaft ohne Tierversuche viel erfolgversprechender ist.

2. Verbünden Sie sich

Gründen Sie gemeinsam mit anderen engagierten Menschen vor Ort eine Aktionsgruppe oder Bürgerinitiative. Zusammen mit einigen Mitstreitern lassen sich zeitaufwändigere Aufgaben besser angehen. Jeder hat unterschiedliche Talente und danach können Sie die Aufgaben aufteilen.

Für die unterschiedlichen Aufgaben können Sie Arbeitsgruppen bilden, beispielsweise um eine Internetseite ins Leben zu rufen, Profile auf Social Media-Plattformen zu erstellen, Flyer zu organisieren, andere Tierrechtsgruppen wie die freiwilligen PETA ZWEI- Streetteams vor Ort mit ins Boot zu holen oder Pressevertreter zu informieren. So bekommt der Widerstand gegen den Neubau ein Gesicht.

Gruppe von Freunden sitzt am Tisch

3. Öffentlichkeit informieren

Versuchen Sie so breitgefächert wie möglich, die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam zu machen. Schreiben Sie Leserbriefe, wann immer zu dem Neubau etwas in der Zeitung oder in lokalen Online-Medien erscheint. Bleiben Sie sachlich und freundlich, überzeugen Sie mit Argumenten. So erzeugen Sie öffentliche Aufmerksamkeit und somit Druck auf die Entscheidungsträger.

Stellen Sie sich samstags mit einem Infotisch in die Fußgängerzone oder nutzen Sie ein lokales Straßenfest, um mit einem Infostand präsent zu sein und Infomaterial zu verteilen, Passanten aufzuklären und so den Druck auf die Entscheidungsträger zu erhöhen.

4. Kontaktieren Sie Behörden

Bitten Sie die zuständigen Genehmigungsbehörden, den Neubau nicht zu genehmigen, sobald Sie von dem Bauvorhaben erfahren. Inhaltlich können Sie sich dafür an den FAQs zu Tierversuchen orientieren.

Person am Laptop

5. Bleiben Sie dran!

Bleiben Sie am Ball, lassen Sie nicht nach! Mit Geduld, sauber recherchierten Fakten und einer durchdachten Strategie können Sie das Bauprojekt vielleicht kippen und so vielen Tieren grausame Versuche und einen schmerzhaften Tod ersparen!