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Tim aus dem Streetteam Dortmund stellt sich vor

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Seit wann bist du aktiv?

Nachdem ich 1994 vegan geworden und drei Jahre später auf vegetarisch zurückgefallen war, habe ich Anfang 2017 zunächst aus gesundheitlichen Gründen wieder zur veganen Ernährung zurückgefunden. Als ich im April 2018 bei einem veganen Stammtisch mit der Möglichkeit konfrontiert wurde, für Tierrechte und die vegane Lebensweise zu demonstrieren, hatte ich das große Bedürfnis, „etwas wieder gutzumachen“. Seither habe ich fast jedes Wochenende und oft auch in der Woche in irgendeiner Form für die Tiere auf der Straße gestanden und stehe mittlerweile als Tierrechtsreferent sogar für sie in Klassenzimmern.

Warum hast du dich entschieden, Streetteam-Leitung zu werden?

Irgendwie war es Zufall und Schicksal zugleich. Ich hatte in Dortmund eine eigene Aktivismusgruppe namens „The Future Circle“ gegründet, und wir haben uns immer gerne mit Jenny (die parallel das PETA Streetteam in Dortmund leitete) abgestimmt, um Terminkonflikte zu vermeiden und die Demos so zu koordinieren, dass die Aktivist:innen die Demos direkt nacheinander besuchen konnten. Als Jenny Mutter wurde und nicht mehr so häufig Demos organisieren konnte, habe ich gerne geholfen und mich um die Versammlungsanmeldung und die Leitung vor Ort gekümmert. Das passte ganz gut, weil meine eigene Gruppe während der Lockdownphase stark an Momentum verloren hatte. Kurz darauf ist Jenny umgezogen und hat mir die Leitung des Streetteams anvertraut, die ich dankend angenommen habe.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Jede Form der Tierausbeutung muss beendet werden! Daher habe ich mich häufig gefragt, was die Menschen am effektivsten dazu bewegt, alle Ausbeutungsformen abzulehnen. Meiner Erfahrung nach ist es egal, mit welchem Thema man sie „catcht“ – wichtig ist, dass man sie im Herzen berührt. Denn wer sein Herz öffnet, kann nicht mehr wegsehen. Daher liegt es mir besonders am Herzen, bei meinen Mitmenschen mit Fingerspitzengefühl und Erfahrung die Empathie wiederzuerwecken.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Ich finde es immer super, wenn wir richtig viele sind und die Stadt schön voller Menschen ist, denn dann sind wir unüberhörbar und unübersehbar und erreichen viel für die Befreiung der Tiere. Es macht auch riesigen Spaß, PETA-Infostände und Tablings auf Festivals und Konzerten zu betreuen. Aber am liebsten gehe ich mit dem Team nach einer gelungenen Demo lecker vegan essen, um alle ein bisschen näherzubringen und sich persönlich kennenlernen zu können.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

1. Leg einfach los und tu es! Denn es ist völlig egal, ob du da anfangs allein stehst oder zuvor eine Gruppe Mitstreiter:innen findest – die Hauptsache ist, dass da überhaupt jemand steht!
2. Tu es so oft du kannst! Denn mit der Regelmäßigkeit kannst du Momentum aufbauen und effektiver werden.
3. Verausgabe dich nicht, sondern suche auch Ausgleich in Quality Time mit anderen veganen Menschen oder lieben Tieren! Denn wenn du ausbrennst, kannst du nichts mehr bewirken – und die Tiere brauchen dich!