Petition für die Betäubungspflicht von Hummern! Jetzt unterschreiben!

Lebendiger Hummer am Strand

Seit März 2018 gilt in der Schweiz die Betäubungspflicht für Hummer und andere Panzerkrebse [1], bevor die Tiere in kochendes Wasser geworfen werden. Da ein Importverbot von lebenden Hummern aufgrund der Handelsfreiheit in der EU – anscheinend – nicht umsetzbar ist, fordert PETA ebenfalls eine solche Betäubungspflicht. Internationale Studien beweisen schon seit Jahren, dass Hummer, Krabben und Garnelen Schmerz nicht nur spüren, sondern sich sogar daran erinnern und Angst empfinden. [2]

Unterschreiben Sie unsere Petition: Betäubungspflicht von Hummern vor dem Kochen

Seit März 2018 müssen in der Schweiz Hummer vor dem Kochen betäubt werden. Wir fordern das Bundeslandwirtschaftsministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf, ein solches Gesetz auch in Deutschland zu erlassen.

Online Petition

Gekocht werden tut weh! Betäubungspflicht von Hummern vor dem Kochen

Sehr geehrte Frau Dr. Schwabenbauer,

im März 2018 hat die Schweiz eine Betäubungspflicht von Hummern und anderen Panzerkrebsen erlassen. Die Schweizer Kantonstierärzte hatten sich für eine solche Betäubungspflicht eingesetzt, denn zahlreiche internationale Studien zeigen, dass Hummer, Krabben und Garnelen nicht nur Schmerz, sondern auch Angst empfinden. Leider ist der Erlass eines Importverbots von lebenden Hummern nach Deutschland nicht möglich, weshalb die Aufnahme einer Betäubungspflicht für Krebstiere in die Tierschutz-Schlachtverordnung (TierSchlV) umso notwendiger ist.

Im Juli 2018 hatte PETA beim Meinungsforschungsinstitut INSA eine Umfrage zum Thema in Auftrag gegeben, an der 2.056 Personen ab 18 Jahren aus ganz Deutschland teilnahmen. Eine Mehrheit von 60 Prozent der Befragten befürwortete, dass Hummer in Deutschland vor dem Kochen künftig betäubt werden sollen, wie dies in der Schweiz bereits der Fall ist. Nur 8 Prozent der Befragten lehnten dies ab. 47 Prozent der Befragten befürworteten zudem ein Importverbot von lebenden Hummern nach Deutschland.

Aus juristischer Sicht regelt § 1 I TierSchlV, dass Tiere so zu töten sind, dass bei ihnen nicht mehr als unvermeidbare Aufregung oder Schäden verursacht werden. Die Tötung lebender Panzerkrebse durch kochendes Wasser wird seit Jahrzehnten nicht nur von Tierschutzorganisationen, sondern auch von Wissenschaftlern als ein Verfahren kritisiert, das den Tieren mehr als notwendige Schmerzen zufügt und damit sowohl gegen § 3 I TierSchlV als auch in Anbetracht der Alternativen gegen § 1 S.2 TierSchG verstößt und somit eine Ordnungswidrigkeit gem. §18 II TierSchG darstellt.

Bitte folgen Sie dem Beispiel der Schweiz und beschließen Sie eine Betäubungspflicht von Hummern und anderen Panzerkrebsen.

Vielen Dank!

 

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Eine gesetzliche Betäubungspflicht vor dem Kochen würde ihr Leiden zumindest verringern und dazu führen, dass weniger Privathaushalte und Gastronomen Hummer und andere Krebstiere auf ihren Speiseplan bzw. die Speisekarte setzen. Somit müssten sehr viel weniger Hummer und andere Krebstiere einen langsamen und qualvollen Tod sterben. Außerdem würde eine Betäubungspflicht bedeuten, dass die Tiere, die gekocht werden, zumindest betäubt sind, bevor sie in das kochende Wasser gelangen.
 

Mehrheit der Deutschen für Betäubungspflicht und für ein Importverbot

Auch in der deutschen Bevölkerung findet eine mögliche Betäubungspflicht mehrheitliche Zustimmung – dies zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA, die PETA im Juli 2018 in Auftrag gab. Von den befragten 2.056 Personen aus ganz Deutschland ab 18 Jahren befürworteten 60 Prozent, dass Hummer in Deutschland vor dem Kochen künftig betäubt werden sollen; nur 8 Prozent waren dagegen. 47 Prozent befürworteten auch ein Verbot des Imports von lebenden Hummern nach Deutschland; 18 Prozent stimmten gegen ein solches Verbot.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Krebstiere Angst und Schmerz spüren

Versuche an der Queens University in Belfast haben gezeigt, dass Krebstiere schmerzvolle Reize, zum Beispiel Elektroschocks, wahrnehmen und bewusst meiden [3]. Einer Studie der Universität Bordeaux zufolge spüren Garnelen nicht nur Schmerz, sondern weisen sogar ein „dem Menschen ähnliches Angstempfinden“ auf [4]. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) forderte bereits 2005 einen besseren gesetzlichen Schutz für Hummer [5]. Das Alfred-Wegener-Institut schrieb in seinem Gutachten für das BMEL 2015: „Die Elektrobetäubung erscheint sinnvoll“ [6]. Auch das Verwaltungsgericht Berlin hat 2017 die Leidensfähigkeit und die Schutzwürdigkeit von Hummern festgestellt.

Was Sie tun können

Bitte streichen Sie Hummer und andere Tiere von Ihrem Speiseplan. Unterschreiben Sie unsere Petition, um das Leid der Panzerkrebse zu lindern. Bitte sprechen Sie sich bei jeder Gelegenheit für den Schutz von Krebstieren aus. Vielen Dank!




Quellen:
[1] www.faz.net/aktuell/stil/essen-trinken/schweiz-reglementiert-kochen-von-hummern-15386873.html
[2] stke.sciencemag.org/content/7/330/ec165
[3] Electric shock causes physiological stress responses in shore crabs, consistent with prediction of pain, Robert W. Elwood, Laura Adams,?2015.
[4] Delbecque, Jean-Paul/ Cattaert, Daniel/Bacqué-Cazenave, Julien/De Deurwaerdère, Philippe (2014): Anxiety-like behavior in crayfish is controlled by serotonin, Pascal Fossat.
[5] EFSA (2005): Opinion on the „Aspects of the biology and welfare of animals used for experimental and other scientific purposes. The EFSA Journal 292: 1 – 46.
[6] Bickmeyer, Ulf/Fregin, Torsten (2015): Vergleichende Untersuchungen zur tiergerechten Betäubung oder Tötung von Krustentieren. Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung.