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Video: PETA reagiert auf Image-Werbespot der Agrarlobby

In einem neuen TV-Spot wirbt die deutsche Landwirtschaft erstmals seit 12 Jahren auf ARD und ZDF kurz vor 20 Uhr zur besten Sendezeit für ein besseres Image. Wir von PETA Deutschland haben uns in unserem Youtube-Video genauer angesehen, wie zukunftsorientiert sich die deutsche Landwirtschaft in Zeiten von qualvoller Tierhaltung, damit zusammenhängender Klimakatastrophe und Pandemie präsentiert – und stellen die Fakten auf den Prüfstand. Klicken Sie sich jetzt ins Video!

Relativiert der Landwirtschafts-Spot Tierleid in 40 Sekunden?

Unter dem Motto „Damit das Leben lebt“ zeigt der 40-sekündige Spot neben Gurken und Tomaten idyllische Getreideähren, die bei untergehender Sonne im Wind wiegen – gleich neben tierischen Produkten wie Hühnereier, Wurst und Butter.

Dazu werden Einspieler von einem künstlich ernährten Kalb und Schweinen auf einem sterilen Plastikuntergrund mit ein wenig Heu eingeblendet. Die hinterlegte Stimme spricht von Hingabe, Können, einem Wissen um Verantwortung, einem harmonischen Leben und davon, dass die Landwirtschaft der Natur zurückgebe, was sie uns schenke.

Auf den ersten Blick nette Bilder, mit Hintergrundwissen wird klar: Die Realität hinter der Tierhaltung hat schwerwiegende Folgen für die Tiere. Darüber hinaus schadet das unnatürliche System auch dem Klima.

Landwirtschaft: Ja, Tierhaltung: Nein!

Fakt ist: Ohne die Landwirtschaft hätten wir weder Obst, Gemüse, Getreide noch Brot. Also Lebensmittel, die wir benötigen, um uns gesund und vollwertig pflanzlich zu ernähren.

Gleichzeitig leiden in der industriellen Landwirtschaft täglich unzählige Schweine, Hühner und Rinder eingepfercht in oft kotverdreckten und keimverseuchten Ställen. Durch Qualzuchten werden lebende Individuen in Form sogenannter „Nutztiere“ darauf „programmiert“, für den Markt immer mehr Milch, Eier und Fleisch anzusetzen und zu geben.

mutter schwein liegt und ferkel trinken

Die Folge sind Krankheiten, die zugunsten des Profits gerne in Kauf genommen werden. Aufdeckungen und Whistleblower:innen dokumentieren nahezu täglich Tierleid in Form von Kannibalismus unter Schweinen, genauso wie Knochenbrüche und Federpicken in der Eierindustrie. Kuhmüttern werden zur Milchproduktion oft nur kurze Zeit nach der Geburt die Kälber entrissen. Diese werden durch sogenannte Nuckeleimer, wie sie auch im Video vorkommen, künstlich ernährt und sterben aufgrund der Einsamkeit und der unnatürlichen Ersatznahrung früh. Viele der Tierkinder landen für Kalbfleisch bald darauf im Schlachthaus oder werden auf grausamen Langstreckentransporten ins Ausland verfrachtet.

Dabei handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein krankes System, das die Interessen der Agrarlobby kategorisch über die Bedürfnisse von Milliarden empfindsamen Lebewesen stellt.

Speziesismus ist Grundlage des Problems

Die Einteilung nicht-menschlicher Tiere nach ihrem Zweck für den Menschen nennt sich Speziesismus. Wir haben jedoch die moralische Verantwortung, unsere Mitgeschöpfe mit Respekt zu behandeln und sie nicht auszubeuten, sie für ihr Fleisch zu töten oder sie anderweitig für unsere Zwecke leiden zu lassen.

Hier erfahrt ihr, was Speziesismus als häufigste Form der Diskriminierung eigentlich ist:

Vegan werden für die Tiere, die Umwelt und sich selbst

Statt einen Spot zu veröffentlichen, der die Verbraucher:innen täuschen soll und dessen Ausstrahlung die Investor:innen sicherlich mehrere Millionen Euro kostet, müssen wir als zukunftsorientierte Gesellschaft dringend umdenken. Das beinhaltet, die Landwirtschaft entsprechend auf veganen Ökolandbau umzustellen – für die Tiere, die Umwelt und letztendlich auch für uns selbst.

Auch als Verbraucher:in haben Sie direkten Einfluss und können ein Umdenken bewegen: Unser gratis Veganstart-Programm unterstützt Sie 30 Tage und darüber hinaus mit wertvollen Tipps, Tricks, Rezeptsammlungen und mehr bei Ihrem Umstieg auf eine mitfühlende, zukunftsgerichtete Lebensweise.