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9 Tierbabys, die nicht sterben wollen

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Viele Menschen denken, dass Tierbabys im Gegensatz zu erwachsenen Tieren von Qual, Leid und Tod verschont blieben. Die Realität sieht jedoch leider anders aus. Die folgenden Beispiele von Tierbabys zeigen, dass kein Tier gequält, ausgebeutet oder getötet werden will.

1. Das Rehkitz

Rehkitz

In Sachsen und Brandenburg ist es Jäger:innen ab dem 1. August eines jeden Jahres gesetzlich erlaubt, Rehkitze zu töten – in allen anderen Bundesländern ab dem 1. September. [1] Während der Jagdsaison werden jedes Jahr mehr als eine Million Rehe gejagt und getötet. [2] Die Tiere werden unter anderem bei grausamen Treibjagden über Stock und Stein gehetzt. Viele Schüsse sind nicht tödlich, sondern verletzen die Tiere nur stark, sodass diese mit offenen Wunden fliehen und einem tagelangen Todeskampf ausgesetzt sind.

2. Das Ferkel

Ferkel

Im Jahr 2024 wurden in deutschen Schlachthöfen rund 44 Millionen Schweine getötet [3] – die meisten im Alter von rund sechs Monaten. In der Tierindustrie werden Ferkel schon kurz nach der Geburt verstümmelt. So werden ihre Ringelschwänze abgeschnitten, meist ohne Betäubung; die Eckzähne werden gekürzt; die männlichen Tiere werden kastriert. Alle Ferkel leiden in kargen, kotverdreckten Buchten unter Eintönigkeit und Stress.

Millionen Schweinekinder überleben diese Tortur nicht: Sie sterben bereits in den Ställen oder werden dort getötet. Mit hoher Wahrscheinlichkeit verbringen alle Schweine die letzten Momente ihres Lebens in Todesangst, wenn sie vor ihrer Tötung durch Vergasen oder mit Elektrozangen betäubt werden. Dabei hat ein Schwein eine mögliche natürliche Lebenserwartung von 10 bis 15 Jahren.

3. Das Lamm

Laemmer

Lämmer werden ihren Müttern bereits wenige Wochen oder kurz nach der Geburt entrissen, anschließend gemästet und noch vor ihrem ersten Lebensjahr getötet – meist nach 4 bis 12 Monaten. Die Muttertiere werden immer wieder meist künstlich befruchtet. Wenn sie krank werden oder nicht mehr fortpflanzungsunfähig sind, werden sie ebenfalls getötet. Wenn sie jedoch nicht als Ware angesehen und ausgebeutet werden, können Schafe über 10 Jahre alt werden.

4. Das Kalb

Kalb

Wie alle Säugetiere produzieren Kühe Milch, um die Versorgung ihres Nachwuchses sicherzustellen. In der Milchindustrie werden die Tiere für die Produktion von Käse, Joghurt, Sahne und Milch regelmäßig künstlich befruchtet, jedoch meist kurz nach der Geburt von ihrem Kalb getrennt.

Männliche Kälber werden für Kalbfleisch nach wenigen Monaten getötet, weibliche Kälber erleiden das gleiche Leid wie ihre Mütter und werden als „Milchkühe” ausgebeutet – oder ebenfalls gemästet.

Selbst Rindfleisch stammt von maximal zwei Jahre alten Tieren – diese sind jedoch erst im Alter von etwa fünf Jahren ausgewachsen. Da Rinder zwanzig Jahre alt werden können, haben sie gerade mal ein Zehntel ihres Lebens gelebt, wenn sie wegen ihres Fleisches getötet werden.

5. Das Kaninchenbaby

Kaninchen

Wussten Sie, dass auch Kaninchen gemästet und später als Kaninchenfleisch verkauft werden? Die Kaninchen sitzen meist eingepfercht in engen und kargen Käfigen oder reizarmen Buchten und werden von klein auf gemästet, um möglichst schnell ihr „Mastgewicht“ zu erreichen. Nach einer Lebenszeit von nur 10 bis 12 Wochen werden die Tierkinder getötet. Dabei könnten die Kaninchen bis zu 10 Jahre alt werden.

6. Das Küken

Kueken

Ähnlich wie in der Milchindustrie werden auch in der Eierindustrie männliche Babys aussortiert und getötet – schließlich können sie keine Eier legen. Da das Vergasen von Küken seit Januar 2022 verboten ist, wird entweder das Geschlecht der Tiere noch im Ei bestimmt, und männliche Küken dann werden vor dem Schlüpfen getötet. Allerdings ist zu diesem Zeitpunkt dann das Schmerzempfinden der Embryonen bereits teilweise ausgebildet.

Zu einem großen Teil werden die männlichen Küken jedoch nicht im Ei getötet, sondern z. B. nach Polen transportiert, gemästet und nach etwa 22 Wochen getötet. Ihre Schwestern werden nach etwa 1,5 Jahren ebenfalls getötet – aber erst, nachdem sie zur Produktion von Eiern ausgebeutet wurden. Gesunde Hühner dagegen können bis zu 10 Jahre alt werden.

7. Das Krabbenbaby

Krabbe

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Fische, Krebstiere und Weichtiere Angst, Leid und Schmerz empfinden. [5, 6] Unter den von Fischer:innen gefangenen Tieren befinden sich stets zahlreiche Jungtiere – wie Krebsbabys. Auch Delfine, ihr Nachwuchs und viele andere Meerestiere sterben in großer Zahl als „Beifang“, weil sie sich in den riesigen Netzen der Fischer:innen verheddern.

8. Der Frischling

Frischling

Die Jagd auf Wildschweine ist in Deutschland noch immer erlaubt. In der Jagdsaison 2023/24 wurden mehr als 550.000 Wildschweine von Jäger:innen getötet. [2] Zur vermeintlichen Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest werden zudem zahlreiche gesunde Wildschweine „vorsorglich“ getötet. 

9. Das Gänseküken

Gaensekueken

Gänseküken werden meist fernab ihrer Familien in Ställen gehalten, in denen ihnen keine Bademöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die meisten werden noch im Kindesalter mit etwa fünf bis acht Monaten getötet. Ihr überzüchteter Körper setzt in kurzer Zeit so viel Fleisch an, dass viele Tiere an schmerzhaften Gelenkentzündungen, Beinbrüchen, Atemnot und Herzanfällen leiden. Ohne Ausbeutung können Gänse bis zu zwanzig Jahre alt werden.

Schlachthof: Horror für alle Tiere

Egal, wie alt ein Tier bei der Tötung ist: Im Schlachthof durchlaufen sie alle ein wahres Horrorszenario. Die meisten Schweine werden bei vollem Bewusstsein in CO2-Kammern, die  zur Betäubung gedacht sind, vergast. Hühner, Gänse und Puten erwartet das gleiche Schicksal – oder sie werden kopfüber in ein Wasserbad getaucht und elektrogeschockt. Rindern, Kälbern und Pferden wird ein Bolzenschuss ins Gehirn gejagt. Anschließend wird allen Tieren die Kehle aufgeschnitten, damit sie ausbluten – meist ist es dabei egal, wie gut die Betäubung zuvor gewirkt hat.

Tiere töten ist unmoralisch

Es ist unmoralisch, Tiere für ihr Fleisch, ihre Eier oder ihre Milch zu töten – egal, wie alt sie sind. Sie alle führen meist ein entbehrungsreiches Leben in engen Ställen und sehen oft zum ersten Mal das Tageslicht, wenn sie in den Transporter geladen werden, der sie zum Schlachthof fährt. Tiere, die zum Zeitpunkt der Tötung älter sind, leiden auch länger unter den Haltungsformen und haben es genauso wenig wie Tierbabys verdient, für eine Mahlzeit getötet zu werden. Auch wenn manche Menschen erwachsene Hühner, Schweine oder Rinder nicht genauso niedlich und süß finden wie Tierbabys – sie alle fühlen Angst, Schmerz und Leid in derselben Weise wie Ferkel, Küken, Hunde oder Katzen. Und genau wie alle Tiere wollen auch sie nicht getötet werden.

Wie Sie Tierbabys helfen können

Wenn niemand mehr das Fleisch, die Federn oder die Milch von Tieren kauft, müssen auch keine Tierkinder mehr leiden und sterben. Am besten helfen Sie den Tierbabys, indem Sie keine tierischen Produkte konsumieren und sich für eine vegane Lebensweise entscheiden.

Unser kostenloses 30-tägiges Veganstart-Programm zeigt Ihnen, wie einfach es ist, die eigenen Gewohnheiten zu ändern. Hier finden Sie nicht nur inspirierende Rezepte, die Ihnen die Umstellung erleichtern, sondern auch wertvolles Wissen rund um das Thema Tier- und Umweltschutz. Außerdem erhalten Sie praktische Anregungen, wie Sie für die Tiere aktiv werden können.