So brutal sind Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten

Als wären Tiertransporte innerhalb der Europäischen Union nicht schon schlimm genug: Werden Tiere in Länder außerhalb der EU transportiert, so sind sie nicht selten extremer Hitze oder Kälte ausgesetzt. Nicht nur lange Fahrzeiten, sondern auch lange Wartezeiten an den Grenzen tragen ihren Teil dazu bei. Viele Tiere verletzen sich während der Fahrt, andere verdursten oder trampeln sich gegenseitig tot. Wieder andere sind bereits krank oder trächtig.
 
Langstrecken-Tiertransporte
Wenn sie in Ländern wie Kasachstan, Russland oder der Türkei ankommen, werden sie oftmals misshandelt und ohne Betäubung getötet. Schließlich werden EU-Vorschriften häufig nicht eingehalten, obwohl sie bis ins Zielland gelten sollten.

„Es ist verantwortungslos, Tiere selbst unter extremen Bedingungen Tausende Kilometer in andere Länder karren zu lassen. Direkt nach den Höllenfahrten werden ihnen die Sehnen durchtrennt oder die Augen ausgestochen, um sie wehrlos zu machen – viele von ihnen kämpfen im Schlachthaus wegen unpräziser Schnitte in den Hals minutenlang um ihr Leben. Wir fordern alle Amtstierärzte auf, als ersten Schritt zumindest sämtliche Langstreckentransporte nicht mehr zu genehmigen.“

Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA


 
Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten
Um den Tieren zu helfen, haben wir Amtstierärzte aus insgesamt zehn Landkreisen angezeigt. Diese sind, unseren Recherchen nach, die einzigen Landkreise, welche die tierquälerischen Langstreckentransporte in Nicht-EU-Staaten noch immer zulassen:
 
  • Teltow-Fläming
  • Oberspreewald-Lausitz
  • Havelland
  • Prignitz
  • Aurich
  • Emsland
  • Görlitz
  • Leipzig
  • Steinfurt
  • Rostock

Tierhandels-Spediteure fahren teilweise über weite Strecken, um Langstreckentransporte von Amtstierärzten aus obenstehenden Landkreisen genehmigen zu lassen.
 

 

Auch Transporte im Inland sind Tierquälerei


Für Schweine, Rinder, Hühner und andere Tiere sind Langstreckentransporte in den Nahen Osten oder nach Russland ein wahrgewordener Albtraum. Eingepfercht mit anderen kranken und schreienden Artgenossen, teilweise ohne Wasser und extremen Temperaturen ausgesetzt, ist es kein Wunder, dass viele Tiere während der Fahrt sterben. Doch auch Transporte innerhalb Deutschlands oder Europas sind mit großem Stress und Leid verbunden. Nach rechtlichen Vorgaben der Tierschutztransportverordnung dürften ab 30 Grad keine Tiere mehr transportiert werden. Die Realität sieht leider anders aus. Viele Veterinäre genehmigen stundenlange Tiertransporte auch bei Rekordhitze. Transportfahrzeuge verfügen meist über keine Klimaanlage und so kann es zu Temperaturen von bis zu 50 Grad oder mehr kommen. Verletzte, kranke und tote Tiere sind auch hier an der Tagesordnung. Doch bereits beim Verladen werden Rinder und Schweine geschlagen oder mit Elektroschocks zum Einsteigen gezwungen. Hühner werden wie leblose Gegenstände in Kisten gestopft und übereinandergestapelt.
 
Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten

Was Sie dagegen tun können


Wenn Sie bei Temperaturen ab 30 Grad einen Tiertransporter auf der Straße sehen, so scheuen Sie sich nicht, die Polizei zu rufen, um eine Kontrolle zu verlangen. Falls es Ihnen möglich ist, so machen Sie aussagekräftige Bilder oder Videos und schicken sie diese dem zuständigen Veterinäramt oder uns.
Keine Frage – Tiertransporte sind Tierquälerei und gehören abgeschafft! Dazu können Sie hier gerne unsere Petition unterschreiben:


Doch auch ohne die Horrorfahrten enden alle gemästeten Tiere nach einem kurzen und von Qualen gezeichneten Leben im Schlachthaus. Schweine schreien um ihr Leben, wenn sie in eine Gasgrube gelassen werden. Hühner werden kopfüber in ein Wasserbad getaucht, durch das Strom läuft. Jährlich sind Millionen Tiere nicht richtig betäubt, sodass sie bei vollem Bewusstsein erleben, wie die scharfe Klinge ihre Kehle durchschneidet und sie langsam verbluten.
Das muss nicht sein! Heutzutage gibt es unglaublich viele und köstliche Fleisch-Alternativen. Probieren Sie sich einfach durch das Angebot und wir sind uns sicher, dass auch Sie Ihre liebsten veganen Alternativen finden werden! Sollten Sie nicht restlos überzeugt sein, so nennen wir Ihnen hier fünf weitere Gründe gegen Fleisch, die Sie nachdenklich stimmen werden:

Unsere Autoren

Isabella Lynley

Als Content Producer kämpft Isabella Lynley für die Rechte ALLER Tiere.