Delfinarium in Rumänien: PETA fordert die Schließung!

Trotz eines in Rumänien erlassenen Verbots der Haltung von Wildtieren in Zirkussen leben im Naturkundemuseum von Constanta noch zwei Delfine in Gefangenschaft, um das Publikum zu unterhalten. Es handelt sich um die Delfindamen Ni Ni und Chen Chen.

Um den beiden Delfinen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, setzen sich PETA und andere Organisationen schon länger mit Protesten gegen das in Rumänien ein. Zuletzt haben PETA Deutschland und Aktivisten der rumänischen Organisation Asociația Freedom and Respect for Every Earthling (F.R.E.E.) am 01. Juni 2019 vor dem Delfinarium des Naturkundemuseums Constanta in Rumänien protestiert. Mit Schildern, Aufklebern und Flyern informierten die Aktivisten Besucher und Passanten über das Leid der beiden Delfindamen und erregten viel Aufmerksamkeit. Dank des Einsatzes der Aktivisten, entschieden sich mehrere Passanten gegen den Besuch des Delfinariums. Zudem berichteten die Medien  über die Aktion.
 
PETA Demonstration Delfinarium Constanta

Fast ein Jahrzehnt in Gefangenschaft

Im Mai 2010 wurden die Delfindamen Ni Ni und Chen Chen in das kleine, kahle Becken in Constanta gesperrt. Dieses Becken ist ihr einziger Aufenthaltsort, den sie nie verlassen können. Zwei weitere Delfine, Pei Pei und Mark, starben bereits 2013 bzw. 2009. Jeder Besuch des Delfinariums unterstützt das andauernde Leid der noch eingesperrten Delfine Ni Ni und Chen Chen.

Kein artgerechtes Leben in Sicht

Obwohl in Rumänien Wildtiere in Zirkussen verboten sind, müssen die Delfine in Constanța in Gefangenschaft leben und unnatürliche Tricks vorführen. Nach Medienberichten über einen geplanten Umbau zur Erweiterung der Einrichtung, wendet sich PETA Deutschland nun in einem Brief an die Bezirks- und Stadtverwaltung und an das Ministerium für Tourismus. Für das Bauprojekt wurde seitens des Ministeriums eine finanzielle Unterstützung in Höhe von etwa 5,5 Millionen Euro zugesagt. Mit diesen Geldern sollen bis zu vier weitere Delfine nach Constanta gebracht und dort eingesperrt werden. PETA Deutschland fordert daher, die Baugenehmigung und finanzielle Förderung zurückzuziehen. Auch weisen wir darauf hin, dass dieses Geld lieber in eine Auffangstation investiert werden sollte. Ein solches Meeresreservat besteht beispielsweise seit 2018 auf der griechischen Insel Lipsi. In einem betreuten Reservat könnten Ni Ni und Chen Chen ihr Leben wieder annähernd in Freiheit genießen.

Anerkennung von Delfinen als nicht-menschliche Personen

Der rumänische Abgeordnete Remus Cernea hat 2017 einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Anerkennung von Delfinen als nicht-menschliche Personen vorsieht. Ein solches Gesetz hätte die Wiederauswilderung der Delfine oder ihre Übersiedlung in ein betreutes Meeresschutzgebiet zur Folge, in dem sie ein artgerechtes Leben führen könnten. Bei einer Abstimmung wurde gegen den Gesetzesentwurf gestimmt. PETA Deutschland hatte den Gesetzesentwurf mit einer Petition an den rumänischen Präsidenten und alle Mitglieder der Abgeordnetenkammer unterstützt und setzt sich auch weiterhin für die Delfine ein.
Über neue Entwicklungen werden wir berichten.

Was Sie tun können

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