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Elon Musk, pflanzen Sie sich Ihre Chips doch selbst ein und lassen Sie Schweine in Ruhe

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Am 28. August 2020 stellte der Unternehmer Elon Musk Gertrude vor: eines von mehreren Schweinen, die er in Tierversuchen ausbeutet. Die Präsentation erfolgte im Rahmen eines Webcasts zum neuesten Projekt seiner Firma Neuralink. Diese will Schweinen münzgroße Computerchips in das Gehirn implantieren, um zu zeigen, dass Hirnströme nachverfolgt werden können. Natürlich wusste Musk, dass es einen öffentlichen Aufschrei geben würde, wenn er Schweine zu diesem Zweck missbraucht. Deshalb lief seine PR-Maschine an, und er stellte die ganze Sache so dar, als sei ihm und seinem Team viel am Wohl der Schweine gelegen. Doch dieser tierfreundliche Anstrich kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es hier um Tierquälerei, menschliches Überlegenheitsdenken, Speziesismus und schlechte Wissenschaft geht.


Wer schon um jeden Preis das menschliche Gehirn mit dem Internet verbinden möchte, der sollte das nicht auch noch auf Kosten von Schweinen tun. Tiere empfinden genau wie wir Schmerz und Angst, und ihre Interessen sollten genauso ins Gewicht fallen wie unsere eigenen. Wissenschaftlich betrachtet hat uns Musks Vorführung nichts gezeigt, was es nicht vorher schon gab. Wie in den meisten seiner „Durchbrüche“ geht es auch hier hauptsächlich um den damit verbundenen Hype. Beweise dafür, dass das, was er vorhat, tatsächlich umgesetzt werden kann, bleibt er weitestgehend schuldig.
 

PETA fordert von Musk, sich wie ein richtiger Pionier zu verhalten und einen Neuralink-Chip in sein eigenes Gehirn implantieren zu lassen – nicht in das von klugen, empfindsamen Schweinen, die nicht aus freien Stücken an den Versuchen teilnehmen. Diesen Tieren bringt es auch nichts, wenn Musk sie streichelt oder sie in eine Zelle voller Stroh sperrt. Sie sollten nicht unter seinen Luftschlössern leiden müssen.

Wäre Musk tatsächlich so innovativ wie er vorgibt, dann würde er erkennen, wie künftige Generationen wohl über seine Ausbeutung anderer Lebewesen denken werden. Man wird ihn als Speziesisten in Erinnerung behalten.

In einem Videoclip sieht man ein Schwein, das auf einem Laufband gehen muss. In den Ohren hat es riesige Löcher, wie sie den Tieren auch in der Massentierhaltung ohne Betäubung eingestanzt werden.

Nur weil man etwas machen kann, heißt das nicht, dass man es auch machen sollte. Elon Musk weiß, dass es ethisch vertretbare Möglichkeiten gibt, um seine Ziele zu erreichen – das hat er mit lederfreien Autoausstattungen bereits bewiesen. Schweine in Tierversuchen auszubeuten, gehört eindeutig nicht zu diesen Möglichkeiten.

Schweine sind wie wir
Über Schweine ist bekannt, dass sie träumen, ihren eigenen Namen kennen, sich komplizierte Wege merken und ein ebenso komplexes Sozialleben wie Primaten führen.

Wer Schweine besser kennt, weiß, dass sie Menschen in vielen Dingen ähnlich sind: Sie hören gern Musik, spielen mit Fußbällen und genießen es, massiert zu werden.

Was Sie tun können

Es ist an der Zeit, diesen grausamen Versuchen ein Ende zu setzen. Wie der Ausstieg aus Tierversuchen gelingt, zeigt PETAs Research Modernisation Deal. Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift!