Als FreizeitbeschĂ€ftigung töten JĂ€ger jedes Jahr bundesweit bis zu einer halben Million FĂŒchse auf grausamste Weise â viele der Tiere werden ânurâ angeschossen oder in Fallen regelrecht zerquetscht und verstĂŒmmelt. FĂŒchse dienen den JĂ€gern als lebendige Zielscheibe; es besteht weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht ein Grund fĂŒr die massenhafte Bejagung der Beutegreifer. Die Politik muss endlich handeln und dem sinnlosen Töten der nĂŒtzlichen Tiere ein Ende setzen.
FĂŒchse sind ein wichtiger Teil unserer Natur und benötigen unseren Schutz
Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) gehört zur Ordnung der Raubtiere (Carnivora) und ist ein Vertreter der Familie der Hunde (Canidae). Durch die auĂergewöhnliche FĂ€higkeit, sich den verschiedensten Lebensbedingungen anzupassen, bewohnt er eine Vielzahl von LebensrĂ€umen â von abgelegenen WĂ€ldern ĂŒber Kulturlandschaften bis in die StĂ€dte hinein [1]. Der Rotfuchs ist auch bei der Wahl seiner Nahrung nicht wĂ€hlerisch und verspeist beispielsweise kleine SĂ€ugetiere, Vögel, und RegenwĂŒrmer, aber auch Aas oder FrĂŒchte [2].
FĂŒchse leben sowohl als EinzelgĂ€nger als auch in sozialen FamilienverbĂ€nden. In einem solchen Familienverband bekommt nur das dominante Fuchspaar Nachwuchs â manche FĂŒchse bleiben sogar ein Leben lang zusammen. Die Paarungszeit liegt zwischen Dezember und Februar. Nach etwa 52 Tagen werden vier bis fĂŒnf Fuchswelpen geboren. In einer Fuchsfamilie kĂŒmmern sich beide Elternteile um die Kinder. Auch die Ă€lteren Töchter bleiben oftmals bei den Eltern und helfen liebevoll beim Aufziehen ihrer Geschwister [2] [3]. FĂŒchse tun alles fĂŒr ihre Familie: Im Mai 2009 berichtete die britische Daily Mail von einem Fuchswelpen, der in einer Schlingenfalle gefangen war. Der kleine Fuchs ĂŒberlebte nur, weil seine Mutter ihn vermutlich zwei Wochen lang mit Futter versorgte, bis er gerettet wurde [4].
âSchlau wie ein Fuchsâ
Der Rotfuchs ist der am weitesten verbreitete Beutegreifer der Erde. Er lebt am nördlichen Polarkreis in EiseskĂ€lte, aber auch im heiĂen Nordafrika und in den trockenen Steppen Asiens [1]. Durch seine hohe Intelligenz kann er sich an die verschiedensten LebensumstĂ€nde anpassen und ist ein echter ĂberlebenskĂŒnstler.
âFĂŒchse lernen schnell, erfassen ZusammenhĂ€nge und können ihr Wissen dann in raffinierte Strategien umsetzen, die ihnen das Ăberleben in vielen Situationen sichern. [âŠ] Es gibt beispielsweise FĂŒchse, die sich tot stellen, um KrĂ€hen anzulocken, die sie dann im richtigen Moment schnappen.â
Prof Dr. Dr. Herzog, TU Dresden [5]
Bewiesen: Die Fuchsjagd ist unnötig und kontraproduktiv
Dass die Jagd auf FĂŒchse unnötig ist und sich vielmehr kontraproduktiv auswirkt, wurde lĂ€ngst durch umfangreiche wissenschaftliche Literatur dargelegt. So kommen englische Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass die Jagd auf FĂŒchse keinen merklichen Effekt hat; vielmehr regulieren sich Fuchspopulationen aufgrund von NahrungsverfĂŒgbarkeit und SozialgefĂŒge von selbst [6] [7]. Die Jagd hingegen zerstört die stabilen Sozialstrukturen, was bei FĂŒchsen zu erhöhter Fortpflanzung und zur Wanderung einzelner Tiere fĂŒhrt. Verluste in der Population werden somit rasch durch Nachkommen und Zuwanderung wieder ausgeglichen oder gar ĂŒberkompensiert.
Auch umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen im Nationalpark Bayerischer Wald belegen die Sinnlosigkeit der Fuchsjagd. In dem 24.000 Hektar groĂen Waldgebiet werden FĂŒchse seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr bejagt. Das Ergebnis: Die FĂŒchse im Nationalpark bekommen sogar weniger Nachkommen als die bejagte Population im angrenzenden Landkreis. Dies fĂŒhren die Wissenschaftler unter anderem darauf zurĂŒck, dass es sich im Bayerischen Wald um eine stabile Fuchspopulation handelt, die keinem menschlichen Jagddruck unterliegt. Sie weisen zudem darauf hin, dass wenig bejagte Fuchspopulationen grundsĂ€tzlich weniger Nachkommen produzieren und ihr Durchschnittsalter höher ist [8].
Aus wildbiologischer Sicht gibt es keinen nachvollziehbaren Grund fĂŒr die massenhafte Bejagung der Beutegreifer. Im Gegenteil, die Fakten sprechen fĂŒr ein flĂ€chendeckendes Verbot der Fuchsjagd.
Die Gefahr einer KrankheitsĂŒbertragung durch FĂŒchse ist nahezu auszuschlieĂen
Deutschland ist gemÀà der WHO seit 2008 frei von terrestrischer Tollwut [9]. Durch die intensive Bejagung war es nicht möglich, die Tollwut zu bekĂ€mpfen â dies gelang erst durch den groĂflĂ€chigen Einsatz tierfreundlicher Impfköder [2] [10]. Die durch den Fuchsbandwurm ausgelöste Erkrankung â die alveolĂ€re Echinokokkose â zĂ€hlt laut Prof. Brehm vom Institut fĂŒr Hygiene und Mikrobiologie der UniversitĂ€t WĂŒrzburg zu den seltensten (Erkrankungen) Europas [11]. Eine Ansteckung des Menschen findet ausschlieĂlich ĂŒber den Kontakt der Bandwurmeier mit dem Mund statt. Diese befinden sich in den Ausscheidungen des Wirtes [12]. Die Angst vor einer Ansteckung durch den Fuchsbandwurm ist praktisch unbegrĂŒndet. Laut der Uniklinik Ulm ist die alveolĂ€re Echinokokkose mit bundesweit 40 bis 70 Neuerkrankungen pro Jahr sehr selten. [13]
Aufgrund des direkten Kontakts mit FĂŒchsen zĂ€hlen insbesondere die JĂ€ger selbst sowie ihre Jagdhunde zur Risikogruppe [14]. FĂŒr Hunde stellt die RĂ€ude im Zeitalter der modernen Medizin kein Problem mehr dar und lĂ€sst sich mit Medikamenten einfach behandeln [15]. Eine Reaktion der Haut durch RĂ€udemilben beim Menschen (PseudokrĂ€tze) heilt in der Regel von selbst aus und tritt nur bei direktem Kontakt mit einem infizierten Tier auf [16]. Gegen Staupe bietet die Impfung bei Hunden einen sicheren Schutz. FĂŒr den Menschen gilt diese Krankheit als nicht ansteckend und ungefĂ€hrlich [17].
Bei der Jagd auf den Fuchs geht es nicht um das Allgemeinwohl â das fadenscheinige Argument einer KrankheitsĂŒbertragung ist lediglich der Versuch, das sinnlose Töten zu rechtfertigen.
FĂŒchse stellen keine Gefahr fĂŒr den Artenschutz dar
PopulationsrĂŒckgĂ€nge betroffener Arten wie beispielsweise des Feldhasen oder des Auerhuhns sind ĂŒberwiegend auf den Lebensraumverlust und das schwindende Nahrungsangebot zurĂŒckzufĂŒhren [18] [19]. Hinzu kommt, dass die JĂ€ger selbst jĂ€hrlich bundesweit ĂŒber 200.000 Feldhasen töten. Ein Verbot der Jagd auf gefĂ€hrdete Arten sowie die Gestaltung und Vernetzung der LebensrĂ€ume wĂŒrde den Ursachen des Artensterbens wirklich begegnen. Auch im Nationalpark Bayerischer Wald â in dem FĂŒchse nicht bejagt werden â konnten Wissenschaftler nachweisen, dass der Rotfuchs die erfolgreich wiederangesiedelte Auerhuhnpopulation nicht gefĂ€hrdet. Bei umfangreichen Untersuchungen des Kots der FĂŒchse wurden keine Nachweise von RaufuĂhĂŒhnern gefunden [19].
Die Jagd auf FĂŒchse hat nichts mit Artenschutz zu tun; die wahre Motivation geben die JĂ€ger sogar offen zu: âUm unser Niederwild zu hegen und wieder gute Strecken an Hasen und Fasanen zu erzielen, dĂŒrfen wir nicht nachlassen, seine Beutegreifer zu bejagen [20].â
FĂŒchse sind NĂŒtzlinge
In der Natur stehen Beute und Beutegreifer in einer komplexen Beziehung zueinander. Wechselwirkend halten sie ihre Populationen stabil. FĂŒchse ernĂ€hren sich hauptsĂ€chlich von MĂ€usen. So vertilgt ein einziges Tier mehr als 3.000-5.000 MĂ€use jĂ€hrlich [21][22]. Aufgrund von landwirtschaftlichen âSchĂ€denâ durch MĂ€use werden hochgiftige Substanzen auf deutschen Feldern ausgebracht; gleichzeitig werden FĂŒchse zu Hunderttausenden getötet. Diese Gifte sind nicht nur tödlich fĂŒr die MĂ€use, sondern stellen eine erhebliche Gefahr fĂŒr alle Wildtiere, aber auch fĂŒr Hunde und Katzen und letztendlich fĂŒr den Menschen dar [21] [23].
Eine Studie, die 2017 von einem Team niederlĂ€ndischer Wissenschaftler veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Anwesenheit von FĂŒchsen sogar die fĂŒr Menschen sehr gefĂ€hrliche Lyme-Borreliose eindĂ€mmt. Die durch einen Zeckenbiss ĂŒbertragene Infektionskrankheit kann das Nervensystem, die Haut und Gelenke von Menschen schwer schĂ€digen. Der Studie zufolge ist der Befall von MĂ€usen durch neugeschlĂŒpfte Zecken in jenen Gebieten um 80 â 90 % niedriger, wo der Fuchs nicht stark bejagt wird.
Als Gesundheitspolizei ist der Fuchs ein wichtiges Glied im Kreislauf der Natur. Er sichert nicht zuletzt auch seinen Beutearten das Ăberleben, indem er schwache und kranke Tiere erbeutet und Krankheitsherde somit sofort eliminiert.
âDer Rotfuchs ist, nach Wolf und Luchs , das gröĂte heimische Raubtier. Meister Reineke erbeutet insbesondere kranke, schwache sowie verendete Tiere und hat so die Rolle des ââGesundheitspolizistenââ im Wald ĂŒbernommen. Er ist auĂerdem ein pfiffiger MĂ€usejĂ€ger.â [24]
ThĂŒringenForst â Anstalt des öffentlichen Rechts
VerstoĂ gegen das Tierschutzgesetz
Laut Tierschutzgesetz § 17 ist es verboten, ein Tier ohne vernĂŒnftigen Grund zu töten oder ihm Leid zuzufĂŒgen. Nichts anderes geschieht bei der Jagd auf FĂŒchse. Seit 2002 ist der Tierschutz im Grundgesetz verankert und als bindendes Gut mit Verfassungsrang anzusehen. Das Staatsschutzziel Tierschutz hat Grundrechtsstatus â nicht aber die Jagd. Somit ist das Jagdrecht dem Tierschutz unterzuordnen. Leider konnte sich die in Behörden und Politik bestens vernetzte JĂ€gerlobby auf politischer Ebene bislang immer wieder durchsetzen.
In Luxemburg hingegen hat sich die Regierung nicht von den Stammtischparolen der JĂ€ger beeindrucken lassen und im April 2015 ein Verbot der Fuchsjagd durchgesetzt, das bis heute fortbesteht. Die Bilanz: âKeine wesentlichen Problemeâ [25]. Der Luxemburger Jagdverband âFĂ©dĂ©ration Saint-Hubertâ versuchte dennoch, mit juristischen Mitteln gegen das Jagdverbot vorzugehen â ohne Erfolg. 2016 bestĂ€tigte das Verwaltungsgericht das Fuchsjagdverbot und die fadenscheinigen Argumente der JĂ€ger wurden mit deutlichen Worten von den Richtern abgewiesen:
âEinerseits kann die JĂ€gerschaft dem Gesetzgeber keinen eindeutigen Fehler bei der EinschĂ€tzung der Lage nachweisen. Auf der anderen Seite können die JĂ€ger nicht eindeutig beweisen, dass die Zahl der FĂŒchse durch die Jagd begrenzt wird [26].â
Ein Verbot der Jagd auf FĂŒchse in Deutschland ist lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig.
Deutsche Bevölkerung lehnt die Jagd auf FĂŒchse mehrheitlich ab
Wir von PETA Deutschland kritisieren die anhaltenden Massentötungen von FĂŒchsen und fordern die Bundesregierung auf, FĂŒchse und andere Tierarten aus der Liste der jagdbaren Arten zu streichen. Seit einigen Jahren scheint auch ein gesellschaftlicher Wandel stattzufinden: Denn mittlerweile sieht auch die deutsche Bevölkerung die Fuchsjagd ĂŒberwiegend kritisch: Eine neue INSA-Meinungsumfrage [27] ergab, dass 38 Prozent der 2.008 Befragten sich tendenziell gegen die Fuchsjagd aussprechen; 32 Prozent sagten, sie seien (eher) dafĂŒr. FĂŒnf Jahre zuvor zeigte sich noch ein komplett anderes Bild: Damals wurde ermittelt, dass nur 29 Prozent die Fuchsjagd ablehnten, wĂ€hrend sich 49 Prozent fĂŒr die Beibehaltung aussprachen. [28]
HĂ€ufige FehlschĂŒsse
Englische Wissenschaftler untersuchten die Tierschutzaspekte bei der Fuchsjagd und kamen zu dem Entschluss, dass bei der Jagd mit Schusswaffen lediglich die HĂ€lfte der Tiere direkt getötet wird [29]. Die angeschossenen Tiere flĂŒchten mit blutigen Wunden oder zertrĂŒmmerten Knochen und sterben einen langsamen und schmerzhaften Tod. So fanden SpaziergĂ€nger im Dezember 2015 in Börtlingen einen angeschossenen Fuchs, der viele Stunden unter erheblichen Schmerzen litt, bis er getötet wurde. In der Nacht zuvor hatten zwei JĂ€ger das verletzte Tier sich selbst ĂŒberlassen â beide wurden wegen TierquĂ€lerei zu einer Geldstrafe verurteilt [30]. Viele der angeschossenen Tiere werden niemals gefunden.
Baujagd
Bei der Baujagd werden FĂŒchse von JĂ€gern mit Hunden aus ihrem schĂŒtzenden Bau getrieben und erschossen. Hierbei kommt es immer wieder zum blutigen Kampf zwischen Hund und Wildtier, denn eine Fuchsmutter kĂ€mpft bis zum letzten Atemzug fĂŒr ihre Kinder. Das Abrichten der Jagdhunde findet unter Ausschluss der Ăffentlichkeit in sogenannten âSchliefanlagenâ statt. Hier lernen die Hunde am lebenden Fuchs, diesen aus dem Bau zu jagen. Die FĂŒchse werden dabei wiederholt in Todesangst versetzt. Verzweifelt versuchen sie, aus ihrer Folterkammer zu entkommen â vergeblich, denn nach einem qualvollen Leben wartet der sichere Tod.
Totschlagfallen

Totschlagfallen sollen zwar sofort töten, in der Praxis werden die Tiere stattdessen jedoch oftmals schwer verletzt, und viele von ihnen sterben aufgrund von abgetrennten GliedmaĂen, TrĂŒmmerbrĂŒchen oder zerquetschten Körperteilen einen langsamen und schmerzhaften Tod. So fanden SpaziergĂ€nger im Juni 2016 in Dornhan einen jungen Fuchs, der mit einer Pfote in einer Totschlagfalle festhing. Die scharfen Kanten der Falle trennten ihm letztendlich das Bein ab [31]. In Baden-WĂŒrttemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und im Saarland sind die Fallen aus TierschutzgrĂŒnden bereits weitgehend verboten bzw. unter Genehmigungsvorbehalt gestellt. In den meisten BundeslĂ€ndern sind die tierquĂ€lerischen FanggerĂ€te jedoch noch immer erlaubt und werden von den JĂ€gern zur Fuchsjagd eingesetzt.
Lebendfallen

In Lebendfallen werden die Tiere gefangen und anschlieĂend mit einem Kopfschuss hingerichtet. Laut der TierĂ€rztlichen Vereinigung fĂŒr Tierschutz stehen die gefangenen Wildtiere unter hohem Stress, was erhebliches Leiden verursacht. Ein Wildtier gerĂ€t in höchste Panik, wenn sich die Falle schlieĂt, und zieht sich bei verzweifelten Fluchtversuchen oftmals schwere Verletzungen zu oder stirbt durch Kreislaufversagen [32]. Selbst vor Fuchskindern machen JĂ€ger keinen Halt: Spezielle Jungfuchsfallen (Drahtgitterfallen) werden an den AusgĂ€ngen des Fuchsbaus angebracht, sodass die Fuchswelpen bei ihrer nĂ€chsten Erkundungstour hineintappen. Auf diese Weise löschen JĂ€ger ganze Fuchsfamilien aus.
Faszination wilder Garten
Als echte Kulturfolger haben sich die schlauen FĂŒchse hervorragend an das Leben mit dem Menschen angepasst. Im Siedlungsbereich finden sie alles, was das Fuchsherz begehrt: genĂŒgend Nahrung, Unterschlupf und vor allem Schutz vor den JĂ€gern. Mit ein wenig GlĂŒck bekommen die Einwohner die dĂ€mmerungs- und nachtaktiven Tiere spĂ€tabends zu Gesicht.
Im Folgenden finden Sie hilfreiche Tipps fĂŒr ein friedliches Zusammenleben mit den wild lebenden Nachbarn:
- Vorurteile abbauen: FĂŒchse sind ganz wundervolle Tiere, die unseren Schutz benötigen. Informationen rund um den Fuchs finden Sie auf dieser Seite.
- Abstand halten: So niedlich und flauschig FĂŒchse auch sind; sie bleiben dennoch Wildtiere, die sich zur Wehr setzen können, wenn sie sich bedrĂ€ngt fĂŒhlen. Daher sollte man körperlichen Kontakt vermeiden und die Tiere nicht anfassen.
- Nicht fĂŒttern: FĂŒchse sollten nicht gefĂŒttert werden, da sie sich sonst an den Menschen gewöhnen und ihre natĂŒrliche Scheu verlieren.
- Potenzielle Beutetiere schĂŒtzen: StĂ€lle und Auslaufgehege von HĂŒhnern, Kaninchen & Co sollten geschlossen gehalten und ausreichend mit ZĂ€unen geschĂŒtzt werden.
- Hunde und Katzen entwurmen: Tierische Mitbewohner sollten regelmĂ€Ăig entwurmt werden. Wirksame Mittel sind bei TierĂ€rzten erhĂ€ltlich.
- Hygiene bei der Gartenarbeit: Nach der Gartenarbeit sollten die HĂ€nde grĂŒndlich gewaschen werden. Beeren und andere GartenfrĂŒchte sollten vor dem Verzehr ebenfalls grĂŒndlich gereinigt werden.
- Kot entfernen: Genau wie Hunde- und Katzenkot sollte auch Fuchskot mit einer PlastiktĂŒte auf SpielplĂ€tzen und aus SandkĂ€sten entfernt und in einen MĂŒlleimer entsorgt werden. SandkĂ€sten können zudem abgedeckt werden.
Sind die wild lebenden GĂ€ste nicht willkommen, können folgende MaĂnahmen helfen, die Tiere fernzuhalten:
- Beratung von Fuchs-Experten: Am besten kontaktieren Sie zunĂ€chst telefonisch die Fuchshilfe fĂŒr eine Beratung, die auf die jeweilige Situation zugeschnitten ist.
- Mögliche Futterquellen vermeiden: Es empfiehlt sich, Fleisch oder gekochte Lebensmittel nicht auf den Kompost zu werfen. MĂŒlleimer sollten gut verschlossen und MĂŒllsĂ€cke erst am Abholtag vor die TĂŒr gestellt werden. Zudem ist davon abzuraten, tierische Mitbewohner wie Hunde oder Katzen im Freien zu fĂŒttern bzw. Futter stehen zu lassen. Auch Fallobst sollte möglichst aufgesammelt werden.
- Keine Spielmöglichkeit bieten: Es ist hilfreich, Schuhe und andere lose GegenstÀnde aus dem Garten zu entfernen bzw. sicher zu verstauen.
- VergrĂ€mung: Hier ist Abwechslung gefragt, um den Ăberraschungseffekt zu erhalten: Laute GerĂ€usche, Licht/Bewegungsmelder, Wasserspritzen oder menschlicher Geruch (âHukinolâ). Bitte beachten Sie, dass UltraschallgerĂ€te auch auf andere Wildtiere sowie Hunde und Katzen wirken. (Achtung: In der Zeit der Jungtieraufzucht von MĂ€rz bis August sollten die Tiere nicht gestört und entsprechend keine VergrĂ€mungsmaĂnahmen durchgefĂŒhrt werden!).
Das Fangen oder Töten der Tiere mit Fallen ist keine Lösung, denn in der Regel wird ein frei gewordenes Revier blitzschnell wieder von einem anderen Tier besetzt.
- Wenden Sie sich an den Landtagsabgeordneten Ihres Wahlkreises und bitten Sie ihn/sie höflich, sich fĂŒr ein Verbot der Jagd auf FĂŒchse auf Landesebene einzusetzen.
- KlĂ€ren Sie Freunde und Bekannte ĂŒber die Sinnlosigkeit der Fuchsjagd auf.
- UnterstĂŒtzen Sie PETA Deutschlands Arbeit gegen die Jagdlobby.
- Setzen Sie mit unserem kostenlosen Demopaket ein Zeichen gegen die Fuchsjagd
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Quellen:
[1] IUCN (2008): Vulpes vulpes. http://www.iucnredlist.org/details/23062/0. (27.06.2016).
[2] Kaphegyi, T. A. M. (2002): Untersuchungen zum Sozialverhalten des Rotfuchses (Vulpes vulpes L.), Dissertation Forstwirtschaftliche FakultÀt der Albert-Ludwigs-UniversitÀt Freiburg.
[3] StĂŒrzer, S. & Schnaitl, M. (2009): Rotfuchs und Dachs â Raumnutzungsverhalten und Habitatwahl. Wissenschaftliche Schriftreihe Heft 18, Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald. S. 17.
[4] Daily Mail Reporter (2009): Motherâs love: Fox cub survives two weeks in a trap after vixen brings him scraps of food every day. In: Daily Mail Online. Abrufbar unter: http://www.dailymail.co.uk/news/article-1180392/Fox-cub-survives-weeks-trap-mother-brings-scraps-food-day.html. (02.04.2015).
[5] Herzog S. zitiert in National Geographic (ohne Datum): Ist der Fuchs wirklich so schlau wie sein Ruf? http://www.nationalgeographic.de/aktuelles/ist-der-fuchs-wirklich-so-schlau-wie-sein-ruf. (28. 11.2016).
[6] Baker, P., Harris, S. & White, P. (2006): After the hunt: The future for foxes in Britain. Report. University of Bristol/University of York.
[7] Baker P. & Harris S. (2006): Does culling reduce fox (Vulpes vulpes) density in commercial forests in Wales, UK? Springer-Verlag 2005.
[8] StĂŒrzer, S. & Schnaitl, M. (2009): Rotfuchs und Dachs â Raumnutzungsverhalten und Habitatwahl. Wissenschaftliche Schriftreihe Heft 18, Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald. S. 17.
[9] Robert Koch-Institut (2011): Epidemiologisches Bulletin. Tollwut in Deutschland: Gelöstes Problem oder versteckte Gefahr? 28. Februar 2011 / Nr. 8.
[10] Bellebaum, J. (2003): Bestandsentwicklung des Fuchses in Ostdeutschland vor und nach der Tollwutimpfung. Z. Jagdwlss. 49 (2003), 41-49.
[11] Brehm, K. zitiert in: Fersch, B. (2012): Fuchsbandwurm: Keine Angst vor Waldbeeren. In: Apothekenumschau online. Abrufbar unter: http://www.apotheken-umschau.de/Infektion/Fuchsbandwurm-auch-in-der-Stadt-ein-Problem-155609.html. (15.05.2014).
[12] Landesgesundheitsamt BWB (2005): Der Kleine Fuchsbandwurm. Gesundheitsamt Baden-WĂŒrttemberg.
[13] UniverstÀtsklinikum Ulm (2018): Forschung zum Fuchsbandwurm: Online abrufbar unter: https://www.uniklinik-ulm.de/aktuelles/detailansicht/news/forschung-zum-fuchsbandwurm.html (21.06.2021).
[14] Bundesministerium fĂŒr Gesundheit und Soziale Sicherung (2003): Berufskrankheiten-Verordnung MerkblĂ€tter zu Berufskrankheiten. Bek. des BMGS vom 1. September 2003 â 414- 45222-3102. Bundesarbeitsblatt 10/2003, S. 26ff.
[15] European Scientific Counsel Companion Animal Parasites ESCCAP (2011): BekÀmpfung von parasitischen Milben bei Hunden und Katzen.
Deutsche Adaption der ESCCAP-Empfehlung Nr. 4, Oktober 2011.[16] Robert Koch Institut (2009): Epidemiologisches Bulletin. KrÀtzmilbenbefall (Skabies). 11. Mai 2009 / Nr. 19.
[17] SchÀfer F. (2016): Staupe-Virus: KreisveterinÀramt warnt Hundebesitzer. https://www.rhein-kreis-neuss.de/de/verwaltung-politik/pressemeldungen/2016/537-Staupe-Virus.html (06. 12. 2016)
[18] Bundesamt fĂŒr Naturschutz (2013): Wer versteckt in der Zukunft die Ostereier? Ursachen fĂŒr den RĂŒckgang des Feldhasen: Intensivierung der Landwirtschaft und FlĂ€chenverbrauch. Abrufbar unter: https://www.bfn.de/16583.html?&cHash=eb3148fb171f8b32998ae1d6b4e72718&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4540. (30.06.2016).
[19] S. StĂŒrzer, M. Schnaitl:Â Rotfuchs und Dachs – Raumnutzungsverhalten und Habitatwahl, Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald, MĂ€rz 2009.
[20] Lintow, C. (2011): Praxistipp Fuchsbejagung. Ludern fĂŒrs Niederwild. Jagd in Bayern 11/2011.
[21] Honisch, M. (ohne Datum): MĂ€use im GrĂŒnland erfolgreich bekĂ€mpfen. Amt fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Forsten Kempten (AllgĂ€u) mit Landwirtschaftsschulen.
[22] Deutsche Wildtier Stiftung (2016): MĂ€use-Jagd auf verschneitem Acker
Deutsche Wildtier Stiftung: FĂŒchse fressen etwa 30 Kilo MĂ€use im Jahr. Presseportal.de vom 20.01.2016. Online unter: https://www.presseportal.de/pm/37587/3229524 (22.08.2019)[23] Lauenstein, G. in Ricken, B. (2014): Hundebesitzer in Sorge: Bauern kĂ€mpfen mit Gift gegen MĂ€use. Hessische/NiedersĂ€chsische Allgemeine (HNA) vom 25.11.2014.
[24] ThĂŒringenForst: Tierische Mitarbeiter, https://www.thueringenforst.de/medieninformationen/detailseite/news/tierische-mitarbeiter/, (eingesehen am 01.03.2022)
[25] Ohne Autor (2016): Luxemburg verbietet Fuchsjagd. In: Tagblatt.lu http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/23380210. (14.09.2016).
[26] Jag (2016): Fuchsjagdverbot ist rechtens. In: Luxemburger Wort. Abrufbar unter: http://www.wort.lu/de/lokales/urteil-des-verwaltungsgerichts-fuchsjagdverbot-ist-rechtens-57594470ac730ff4e7f61b3b. (14.09.2016).
[27] Befragung im INSA-Meinungstrend im Auftrag von PETA (2023), https://www.peta.de/wp-content/uploads/2023/02/INSA-Umfrage-Fuchsjagd-2.2023.pdf (eingesehen am 16.02.2023)
[28] forsa (2018): Meinungen zur Fuchsjagd, https://www.peta.de/wp-content/uploads/2023/02/forsa-Umfrage-Fuchsjagd-7.2018.pdf (eingesehen am 16.02.2023)
[29] Clover, C. (2003): Shooting âmaims as many foxes as it killsâ. In: The Telegraph. Abrufbar unter: http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/1432006/Shooting-maims-as-many-foxes-as-it-kills.html. (01.07.2016).
[30] HĂŒlser, D. (2016): JĂ€ger und JagdpĂ€chter verurteilt. In: SchwĂ€bisches Tagblatt. Abrufbar unter: http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Jaeger-und-Jagdpaechter-verurteilt-304034.html. (26.09.2016).
[31] Danner, M. (2016): Fuchs verfÀngt sich in illegaler Falle. In: SchwarzwÀlder Bote. Abrufbar unter: http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.sulz-a-n-fuchs-verfaengt-sich-in-illegaler-falle.0d671835-f393-4ad7-9e02-8c4ddda01339.html. (01.062016).
[32] TierĂ€rztliche Vereinigung fĂŒr Tierschutz (2010): Tierschutz fĂŒr JĂ€ger. Merkblatt Nr. 123.
