Neuer TV-Spot mit Comedian Kaya Yanar über Delfinarien

Comedy ist Unterhaltung, Delfinarien sind Tierquälerei. Mit viel Wortwitz bringt Comedy-Star Kaya Yanar in einem neuen TV-Spot die verzweifelte Lage der Meeressäuger in den Tiergefängnissen auf den Punkt. Er fordert gemeinsam mit uns von PETA, die Tiere in betreute Auffangstationen im Meer umzusiedeln, um ihnen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.

„Kindesverschleppung, Depression und Psychopharmaka-Missbrauch – das schreit doch geradezu nach ‚Spaß für die ganze Familie“, zieht der 47-Jährige die Quintessenz aus den makabren Umständen hinter der vermeintlichen Freizeitbeschäftigung. „Delfin Moby in Nürnberg zum Beispiel: War Vater von mindestens 13 Kindern – und vier davon leben sogar noch.“

Kaya Yanar unterstützt uns seit vielen Jahren. Er hat schon zahlreiche Motive umgesetzt, unter anderem zu den Themen vegane Ernährung und Pelz.

Über Delfinarien

In Delfinarien werden hochintelligente Meeressäuger ihr Leben lang in enge, kahle Betonbecken gesperrt und müssen mehrfach am Tag in zirkusähnlichen Shows zahlende Besucher unterhalten. Zur Belohnung erhalten sie Nahrung. Im Duisburger Zoo starben schon mehr als 60 Wale und Delfine, zuletzt ein Delfinbaby kurz nach der Geburt im Herbst 2017. In Nürnberg starben bislang mehr als 30 Tiere, darunter die in der Wildnis gefangene Anke im April und 2018 Delfin Moby – seine vier überlebenden Kinder sind in Meereszoos in drei verschiedenen Ländern.

 
Ein Betonbecken kann niemals auch nur annähernd eine artgerechte Heimat für Delfine sein. Im Ozean leben sie in komplexen Sozialverbänden, die in Gefangenschaft nicht nachgestellt werden können. Sie schwimmen täglich bis zu 100 Kilometer und jagen gemeinsam, spielen in den Wellen, spüren Strömungen und Sonnenstrahlen. In Gefangenschaft hingegen müssen sie in Zwangsgemeinschaften leben. Diese Zwangsvergesellschaftung sowie die Enge und Eintönigkeit führen zu Stress und Aggressionen. Daher werden die Tiere häufig medikamentös ruhiggestellt.
 
In Österreich, Großbritannien und der Schweiz gibt es im Gegensatz zu Deutschland keine Delfinarien mehr. Auf Bali eröffnete 2019 das erste dauerhafte Delfin-Sanctuary, in dem drei aus Gefangenschaft befreite Delfine ihr Leben wieder genießen können. In einem Sanctuary in Island schwimmen zwei Belugawale, die aus einem Zoo in Shanghai übersiedelt wurden. Ende 2021 soll in Kanada ein Sanctuary für Orcas und Belugawale eröffnen.

Was Sie tun können

Besuchen Sie niemals Delfinarien oder andere Freizeitangebote, für die Tiere ausgebeutet werden und fordern Sie die deutschen Zoos in Nürnberg und Duisburg auf, ihre Delfine in betreute Meeresbuchten umzusiedeln.