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14 erstaunliche Fakten über Marderhunde

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Welche Eigenschaften haben Marderhunde – und warum werden die Tiere unnötig gequält?

Stand Juni 2016
Viele Menschen haben noch nie von Marderhunden gehört, obwohl die Tiere zu den häufigsten Opfern der internationalen Pelzindustrie gehören. Ihr Fell landet oft in deutschen Geschäften an Kragen von Parkas oder Bommeln von Mützen. Die folgenden Fakten helfen Ihnen, Marderhunde etwas besser kennenzulernen.
 

1. Ungeachtet ihres Namens sind Marderhunde weder Marder noch domestizierte Hunde. Ebenso wenig sind sie mit Waschbären verwandt, wie der englische Name „Raccoon Dog“ den Anschein erwecken könnte. Vielmehr sind die Tiere Mitglieder der Canidae-Familie, zu der auch Füchse und Wölfe zählen.



2. Der natürliche Lebensraum von Marderhunden sind Wälder und Waldgebiete in Wassernähe. Sie fühlen sich sehr wohl in Sümpfen und Teichen, wo sie oft nach Nahrung suchen.

3. Marderhunde leben monogam, das Paar kümmert sich gemeinsam um seinen Nachwuchs. Während die Frau schwanger ist, besorgt der Mann die Nahrung, um sie bei der Betreuung ihres Nachwuchses zu unterstützen.

4. Mit ihren gekrümmten Krallen können Marderhunde auf Bäume klettern. Es wurde beobachtet, dass Marderhunde unter Zweigen nach Obst und Beeren suchen.


5. Marderhunde haben ein dickes Fell mit dichter Unterwolle, das sie im Winter warm hält.


6. Leider hat ihr schönes Fell die Marderhunde zur Zielscheibe der Pelzbranche gemacht, die die Tiere in China zur Produktion von Pelzkragen millionenfach züchtet.
7. Auf Pelzfarmen werden die Marderhunde ihr ganzes Leben lang in winzigen Drahtgitterkäfigen eingesperrt. Die unerträgliche Enge und unnatürliche Einzelhaft treiben die Tiere in den Wahnsinn.
© Jo-Anne McArthur / We Animals


8. Chinesische Pelzproduzenten deklarieren Marderhundpelz häufig als „Waschbär“. Wie PETA bei Stichproben in deutschen Geschäften nachweisen konnte, fehlt die Pelzkennzeichnung häufig auch komplett! Der ahnungslose Verbraucher denkt somit, es handele sich um Kunstpelz.
9. Marderhunde sind etwas Besonderes, denn sie halten als einzige Caniden einen kurzen Winterschlaf – meist zeitgleich mit ihrem Partner.


10. Die Stimme der Marderhunde ist einfach zu süß.
11. Marderhunde treten häufig in der japanischen Folklore in Erscheinung, wo sie als „Tanuki“ bezeichnet werden. Marderhund-Statuen sind am Eingang von Geschäften und Restaurants aufgestellt und sollen Glück bringen.

12. In Deutschland sind die ursprünglich aus Ostasien stammenden Marderhunde mittlerweile heimisch, nachdem sie wegen ihres Pelzes im Westen der ehemaligen Sowjetunion umgesiedelt oder von Pelzfarmen ausgesetzt wurden. (1)
© Jo-Anne McArthur / We Animals


13. Für den Pelzhandel werden Marderhunde geprügelt, geschlagen und gehäutet.
14. Einige Tiere sind noch am Leben und bei vollem Bewusstsein, wenn sie gehäutet werden. In diesem herzzerreißenden Video hatte ein Marderhund noch die Kraft, den Kopf zu heben und in die Kamera zu schauen, nachdem ihm die Haut abgerissen worden war.

Was Sie tun können

Sie können Marderhunden helfen, indem sie keinen Pelz tragen und sich bei Modefirmen beschweren, die den Pelz dieser liebenswerten Tiere anbieten. Bitte teilen Sie diesen Artikel mit Freunden und Bekannten, um möglichst viele Menschen für die Marderhunde zu begeistern.