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Brutal und unerträglich: Videomaterial von dänischen Nerzfarmen

Das relativ kleine Land Dänemark ist der weltweit größte „Produzent“ von Nerzpelzen. Etwa 19 Millionen Nerze werden dort jedes Jahr auf  über 1.500 Pelzfarmen in winzige Käfige gesperrt, wo sie ein kurzes Leben unter unerträglichen Bedingungen führen müssen. [1] Ein bedeutender Anteil der dänischen Pelzproduktion findet sich in Deutschlands Boutiquen und Versandhäusern wieder. Ein Undercover-Video von Dänemarks Nerzfarmen zeigt das wahre Gesicht der skrupellosen Pelzindustrie. Es zeigt, wie die sensiblen Nerze sich selbst und ihre Artgenossen annagen, weil sie die tierquälerische Gefangenschaft nicht ertragen. Viele Nerze weisen schwere Verletzungen auf.

 
Nerz mit tiefer, offener Wunde

Nerzfarmen sind die Hölle auf Erden


Nerze werden gewöhnlich in Käfigen gehalten, die nur 90 x 30 x 40 cm groß sind, wobei sich wiederum bis zu vier Jungtiere einen Käfig teilen müssen. Diese extreme Beengtheit bedeutet für Nerze größten Stress, da sie in der Natur Einzelgänger sind. Viele Nerze auf Pelzfarmen neigen daher zur Selbstverstümmelung und zeigen stereotype Verhaltensweisen wie ständiges Im-Kreis-Drehen oder Auf-und-Ab-Wippen. Die Käfige auf den Pelzfarmen befinden sich normalerweise in offenen Schuppen, die wenig Schutz vor Wind, Kälte und Hitze bieten. Nerze und Füchse werden mit einem Brei aus Fleisch, Fisch und pflanzlichen Abfallprodukten gefüttert, die oftmals so minderwertig sind, dass sie sogar für die Tierfutterindustrie nicht mehr verwendet werden. Der Brei wird üblicherweise auf den Käfig der Tiere geklatscht, ihre Exkremente fallen unten durch. Das führt insbesondere bei warmen Temperaturen zu absolut unhygienischen Verhältnissen und zu einem kaum auszuhaltenden Gestank, der für die Nerze mit ihrem sensiblen Geruchssinn besonders qualvoll ist.

Nerze in freier Natur

Nerze sind keine domestizierten Tiere. In freier Natur benötigen die Tiere ein mindestens 100-400 Hektar großes Revier, wo sie sich in selbstgegrabenen Erdbauten oder unter Wurzeln verbergen können. Nerze sind semiaquatische Tiere und lieben Wasser. Sie wählen ihren Lebensraum immer in der Nähe von Flüssen oder Seen, wobei sie 60-70 % ihrer Zeit im Wasser verbringen. Die scheuen und sensiblen Einzelgänger können in Freiheit bis zu 10 Jahre alt werden, während sie auf Pelzfarmen im jungen Alter von sechs Monaten getötet werden.

Grausamer Tod nach qualvollem Leben

Für Betreiber von Pelzfarmen steht die Fellqualität über dem Wohlergehen der Tiere. Daher werden Tötungsmethoden eingesetzt, die den Pelz schonen, für die Tiere jedoch erhebliches Leid bedeuten. Nerze werden oft zu Dutzenden in Kisten gepfercht, in denen sie qualvoll vergast werden. Auf vielen Betrieben werden als Sparmaßnahme sogar heiße, ungefilterte Auspuffabgase in die Kisten geleitet, wodurch das Leid der Tiere zusätzlich verlängert wird. [2] Nicht selten sind sie nur betäubt, sodass einzelne Tiere wieder das Bewusstsein erlangen, wenn Arbeiter Ihnen die Haut vom Körper schneiden.

Was Sie tun können

Bitte tragen Sie niemals Pelz und gehen Sie aktiv auf Menschen zu, die immer noch Jacken oder Mützen mit Fellbesatz tragen, um sie über die Grausamkeiten hinter ihrer Pelzkleidung aufzuklären. Kontaktieren Sie ebenso Verkäufer und Geschäftsführer von Unternehmen, die weiterhin Pelzprodukte verkaufen und nutzen Sie unsere kostenlosen Demopakete für Protestaktionen in Ihrer Umgebung.



[1] Danish Agriculture & Food Council (2019): Mink and Fur. Online: https://agricultureandfood.dk/danish-agriculture-and-food/mink-and-fur
[2] Hagn, A.K. (2009): Ethologische Untersuchungen zur Nutzung von offenen Wassersystemen bei Nerzen (Neovison vison)

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Unsere Blogbeiträge zu den Themenbereichen Tierrechte und Veganes Leben werden von Mitarbeitern von PETA Deutschland und externen Co-Autoren verfasst.