Skip to Content

Vogelgrippe bei Katzen: Mehrere Tiere erkrankt – ein Tier gestorben

Teilen:

Einem Medienbericht zufolge haben sich in einem Waldgebiet bei Neuruppin mehrere freilaufende Katzen mit dem Vogelgrippevirus H5N1 infiziert. [1] Demnach wurde zunächst ein totes Tier gefunden, in dessen Umgebung tote Wildvögel lagen, die an dem Virus gestorben sind. Weitere erkrankte Katzen wurden in Obhut des Amtes für Verbraucherschutz und Landwirtschaft genommen.

Mehrere Katzen in Neuruppin an Vogelgrippe erkrankt, ein Tier gestorben

Das H5N1-Virus, auch als Vogelgrippe bekannt, stammt ursprünglich von Wildvögeln und wurde erstmals in den 1990er-Jahren in Asien entdeckt. Vor allem gefiederte Tiere infizieren sich mit dem Virus, es ist aber auch auf andere Tierarten und selten auf Menschen übertragbar.

In den vergangenen Monaten steigen die Infektionszahlen weltweit, was auf eine stärkere Verbreitung unter Wildvögeln und gefiederten Tieren in der landwirtschaftlichen Tierhaltung zurückzuführen ist. Der enge Kontakt zu infizierten Tieren führt vermehrt zu Übertragungen auf Säugetiere. Aktuell wurde das Virus erstmals bei Hauskatzen in Neuruppin nachgewiesen, [1] was die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung auf sogenannte Haustiere verstärkt. Vor allem Katzen mit ungesichertem Auslauf sind gefährdet. Aufgrund der Nähe von Menschen zu ihren tierischen Mitbewohnern steigt auch das Risiko für Tierhalter:innen. Fachleute beobachten die Situation genau, um mögliche Risiken für den Menschen frühzeitig einzuschätzen.

„Die aktuellen Infektionen mit dem H5N1-Virus unter Katzen sind ein alarmierender Weckruf: Freigängerkatzen sind dem Virus draußen schutzlos ausgeliefert und eine Infektion endet häufig tödlich. Neben Straßenverkehr, Tierquäler:innen und bereits bekannten Krankheiten ist die Vogelgrippe nun eine weitere große Gefahr für die Tiere. Jetzt kommt es auf uns an, die Katzen zu schützen – indem Tierhaltende ihre Vierbeiner nach Möglichkeit im Haus halten und den Kontakt mit Wildvögeln vermeiden. Regelmäßige Gesundheits-Checkups sowie die schnelle Isolation und enge tierärztliche Betreuung erkrankter Tiere sind entscheidend, um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern.“ 

Jana Hoger, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland

Schützen Sie Ihre und andere Katzen: Tipps für sichere Ausflüge

Achten Sie auf Ihre Freigänger-Katzen: Halten Sie Ihren tierischen Mitbewohner möglichst davon ab, auf Alleingänge in der Nachbarschaft zu gehen.

Katzen erkunden gern selbstständig ihre Umgebung – darunter oft auch die Gärten in der Nachbarschaft. Damit Ihr Garten nicht zur Gefahr für Nachbarskatzen wird, sollten Sie ihn sicher gestalten – für die Vierbeiner und andere Tiere.