Erfolge: PETA Deutschland und seine Partnerorganisationen

Die Kampagnen und Aktionen von PETA Deutschland und seinen Partnerorganisationen basieren auf gründlicher Recherchearbeit und bewirken oft weitreichende und anhaltende Veränderungen, die die Lebensqualität für viele Tiere entscheidend verbessern und den Tod von Tausenden Tieren verhindern. Innerhalb der vergangenen Jahrzehnte konnten wir schon so viel für die Tiere rund um den Globus erreichen. Einen Auszug unserer weltweiten Erfolge finden Sie hier:

Inhaltsverzeichnis

2021: Immer mehr Unternehmen verbannen PELZ!

Mit aufsehenerregenden Protestaktionen haben wir von PETA Deutschland und unsere Partnerorganisationen Unternehmen und Passant:innen gezeigt, dass Pelz nicht nur aus der Mode, sondern auch extrem grausam ist. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche bekannte Modemarken und Kaufhäuser ihren Ausstieg aus dem grausamen Pelzhandel verkündet. Darunter

  • Prada
  • Chanel
  • Coach
  • Versace
  • Gucci
  • Calvin Klein
  • Burberry
  • Saint Laurent
  • Breuninger
  • Macys‘ und viele weitere.

Die Aktiven unserer Streetteams verkleiden sich als gehäutete Menschen, verwandeln sich in Sensenmänner oder Füchse und steigen in Särge, um die Unternehmen und Verbraucher:innen über das Leid der Tiere in der Pelzindustrie aufzuklären. Zudem nutzen zahlreiche Promis ihre Reichweite, um unsere Forderungen zu unterstützen und ihren Follower:innen in den sozialen Medien das Tierleid hinter Pelz vor Augen zu führen – zum Beispiel Pamela Anderson, Pink, Bill Maher, die Toten Hosen, Morrissey, Justin Long, Maggie Q und viele mehr positionierten sich für die Tiere.

Nach der jahrelangen Kampagne von PETA Deutschland, seinen Partnerorganisationen sowie unzähligen Aktiven rund um den Globus zieht nun auch endlich Canada Goose nach und verbannt Pelz bis Ende 2022 aus seinem Sortiment.

Demonstration gegen Pelz vor Canada Goose Geschaeft

Ein weiterer Beweis dafür, dass wir von PETA Deutschland und unsere internationalen Partnerorganisationen es schaffen können, die Pelzindustrie vollständig in die Knie zu zwingen, waren die bahnbrechenden Meldungen aus dem Sommer 2021: Nach der unermüdlichen Arbeit von PETA und Aktiven vor Ort hat Israel als erstes Land der Welt den Verkauf von Pelz verboten. Zudem hat Kalifornien als weltweit erstes „Bundesland“ ein umfassendes Verkaufsverbot für Pelze beschlossen. PETA USA und Tausende Unterstützer:innen verfassten zahlreiche Briefe und E-Mails an die Regierungsvertreter:innen, um diesen Fortschritt zu unterstützen. Weitere Pelzverbote innerhalb von Städten folgten.

Diese Erfolge beweisen, wie wichtig die Teilnahme an Petitionen und Protestaktionen für die Tiere ist.

2020: Immer mehr Unternehmen und Universitäten verbannen den Forced Swim Test

Bei diesem Versuch müssen Mäuse, Ratten oder auch Hamster und Meerschweinchen in einem ausweglosen, wassergefüllten Behälter gegen das Ertrinken anschwimmen – das versetzt die Tiere nicht nur in Panik, sondern ist wissenschaftlich gesehen zudem völlig sinnlos. Immer mehr Wissenschaftler:innen zweifeln den Sinn dieses grausamen Tierversuchs an, denn die Ergebnisse sind nicht auf den Menschen übertragbar.

Nach Gesprächen mit PETA USA und ihren internationalen Partnerorganisationen haben inzwischen 14 Unternehmen, darunter Pharmariesen wie Bayer, Boehringer Ingelheim, Roche oder auch Johnson & Johnson, den grausamen Forced Swim Test aus ihrer Firmenpolitik verbannt und zugesichert, diesen Versuch nie wieder durchzuführen oder zu finanzieren.

Schwimmtest mit RatteFoto: Ärzte gegen Tierversuche

Inzwischen haben auch Universitäten zugesichert, den Forced Swim Test für immer zu beenden, allen voran das King’s College London als erste akademische Einrichtung überhaupt.

Immer wieder erreicht uns die Frage, ob die Petitionen, die wir zum Wohl der Tiere starten, etwas bewirken können. Dieser Erfolg zeigt eindeutig: JA! Deshalb wollen wir an dieser Stelle ein herzliches DANKE sagen. Nur dank der vielen Menschen, die unsere Aktionsaufrufe unterstützen, können wir unsere Arbeit für die Tiere so effektiv leisten. Sie geben uns den Rückenwind, den wir so dringend brauchen, um Tieren konkret zu helfen.

2019: Keine Pelzfarmen mehr in Deutschland

Auch auf Deutschlands letzter Pelzfarm gibt es seit 2019 keine Tiere mehr.

Dies ist unter anderem dem jahrelangen Einsatz der Tierschützer:innen von PETA und anderen Tierschutzorganisationen zu verdanken. PETA drängte jahrelang auf die Schließung der Pelzfarm in Rahden (NRW). Dass diese Farm seit 2019 endlich leer steht, bedeutet, dass in ganz Deutschland keine Tiere mehr auf Pelzfarmen qualvoll ausgebeutet werden. Der hartnäckige Einsatz der Tierschützer:innen hat sich mit zahllosen Tierleben bezahlt gemacht.

menschen in einem anzug mit plakaten in der hand

Um die Ausbeutung von sogenannten Pelztieren zu beenden, geht PETA regelmäßig auf die Straße. Mit aufsehenerregenden Aktionen machen wir Modeunternehmen und Konsument:innen seit mehr als 25 Jahren auf die qualvollen Lebensbedingungen von Tieren wie Nerzen und Füchsen aufmerksam. Damit haben wir entscheidend zur Schließung der letzten Pelzfarm Deutschlands beigetragen.

2018: 300 Modeketten listen Angora europaweit aus

Diese Schreie gingen um die Welt: PETA Asia deckte 2013 und 2015 in Undercover-Videos auf, wie Kaninchen für Angorawolle gequält werden und ihre Felle unter entsetzlichen Schmerzen ausgerissen, abgeschnitten und geschoren werden. Daraufhin teilten Menschen in der ganzen Welt die schockierenden Bilder, versprachen, keine Angorawolle mehr zu tragen und verlangten von Modeunternehmen und Designer:innen, die Tierqualprodukte aus ihrem Sortiment zu nehmen.

angora kaninchen fehlt fell

Die Modebranche reagierte auf diese Forderung und die Liste, die Kund:innen und Kaninchen glücklich macht, umfasst inzwischen schon mehr als 300 Unternehmen. Dazu gehören die drei größten Einzelhändler der Welt H&M, Gap Inc. und Inditex (der Zara gehört) – sowie Stella McCartney, Topshop, ASOS, Forever 21, Ralph Lauren und der italienische Luxusdesigner Gucci.

2018: Wir helfen jährlich mehr als 8.000 Tieren in Rumänien

Rumänien ist das Land mit den meisten heimatlosen Hunden in Europa. Auf den Straßen fristen mehr als 600.000 Hunde und zahllose Katzen ein entbehrungsreiches Leben. Mehr als 6 Millionen Hunde und viele Tausend Katzen haben eine:n Halter:in – führen jedoch trotzdem ein entbehrungsreiches Leben. Sie werden oftmals schlecht ernährt, erfahren kaum medizinische Versorgung und bekommen sehr viele Nachkommen, die niemand haben möchte. Die meisten Hunde leben draußen an kurzer Kette – oftmals ohne Schutz vor Hitze, Kälte und Nässe. Mit unserem Projekt „PETA HELPS ROMANIA“, das wir 2018 ins Leben gerufen haben, helfen wir mehr als 8.000 Tieren im Jahr: Wir kastrieren, registrieren und versorgen diese mit medizinischer Hilfe und lebensnotwendigen Sachspenden. Mit diesem karitativen Projekt leisten wir akute Hilfe für obdachlose und vernachlässigte Tiere in Rumänien. Wir sind so dankbar für die Möglichkeit, das Leben so vieler Tiere zu verbessern.

Hund Rocky liegt auf einem Teppich

Ebenso wichtig wie diese direkte Hilfe ist es, das gesamte System in Rumänien zu verbessern. Denn nur dann kann den Tieren nachhaltig geholfen werden. Daher treiben wir unsere Bildungskampagne stetig voran: Mehr als 4.000 Kinder in Rumänien erhalten jährlich unseren Tierschutzunterricht mit in Landessprache übersetzten Materialien von PETAKids. Dadurch vermitteln wir wertvolles Wissen im Umgang mit Tieren. Auf politischer Ebene engagieren wir uns gemeinsam mit unseren Anwält:innen dafür, die gesellschaftliche Situation in Rumänien langfristig zu verändern und die Quellen des Tierleids anzugehen. Unser Ziel ist ein ethisches Management der heimatlosen Tiere in Rumänien!

2013: Die Schweiz verbietet den Import von Delfinen

Nach jahrelangen Protesten von PETA Deutschland und mehreren Tierschutzorganisationen gegen die Delfinhaltung im Schweizer Freizeitpark Conny-Land hat der Schweizer Ständerat ein Importverbot für Delfine verhängt.

Conny-Land ist zwar nicht dazu gezwungen, seinen Delfinbestand aufzulösen, doch darf er keine neuen Delfine importieren, was zum Auslaufen der Delfinhaltung führte. PETA hatte Ende Februar 2012 die Schweizer Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf schriftlich um ein Import- und Handelsverbot von Delfinen in der Schweiz gebeten und im Vorfeld eine umfangreiche Kampagne betrieben.

2013: Wiesenhof-Mitarbeiter verurteilt: Erstes Strafurteil gegen Putenausstaller in Deutschland

Sie traten auf Puten ein, schlugen sie und warfen sie umher. Dieser rücksichtslose Umgang von sieben Wiesenhof-Mitarbeiter wurde von der Staatsanwaltschaft Oldenburg nach einer Strafanzeige von PETA Deutschland rechtskräftig mit Geldbußen und einer Geldstrafe belegt. Im Auftrag der Firma T. und T. führten die Männer Ausstallungen in einem Wiesenhof-Betrieb der Unternehmensgruppe RWS aus.

Der Leiter der Putenfarm musste nach einem rechtskräftig gewordenen Strafbefehl 2.500 Euro bezahlen, sechs weitere Mitarbeiter hatten jeweils 400 Euro Geldbuße zu entrichten. Der Erfolg ist ein Novum in der deutschen Rechtsgeschichte: Das Gericht führte ausdrücklich die Rechtsfigur der „Rohheit“ an, die bislang kaum Eingang in Verfahren gegen die Intensivtierhaltung fand.

Grundlage für die Verurteilung war die im August 2011 in der ARD ausgestrahlte Reportage „Das System Wiesenhof“. In diesem Bericht wurde unter anderem das PETA-Dokumentationsmaterial über das Verhalten der Arbeiter beim Einfangen der Tiere in einem Stall gezeigt. Dies und die von PETA gleichzeitig erstattete Strafanzeige führte zu dem wegweisenden Rechtserfolg, dem viele andere folgten.

2011: PETA Deutschland erwirkt Rekordstrafe gegen den weltgrößten Geflügelproduzenten Lohmann

Nach einer langwierigen Recherche von PETA Deutschland, die nur durch die finanzielle Hilfe unserer Unterstützer:innen möglich war, haben wir 2008 eine umfassende Strafanzeige gegen den weltweit größten Geflügelproduzenten Lohmann erstattet. Über Jahre hinweg wurden bei Lohmann unzulässige Amputationen wie das Abschneiden von Zehen und sogar von Kämmen, die sehr gut durchblutet sind, bei den „Legehennenelterntieren“ vorgenommen.

Darüber hinaus werden nach wie vor männliche Eintagsküken, die bei den hochgezüchteten „Legehennenrassen“ als „ökonomisch untauglich“ gelten, vergast oder im sogenannten Kükenmuser getötet. Diese Praxis wird unter anderem auch durch den Druck solcher Verfahren im Jahr 2022 endlich eingestellt werden.

Aufgrund der vorgelegten Beweise von PETA ermittelte die Staatsanwaltschaft nicht nur gegen Lohmann wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, sondern auch gegen das örtliche Veterinäramt, welches diese rechtswidrigen Praktiken nicht unterbunden hat.

Kueken

Nach drei Jahren intensiver Ermittlungen ist im September 2011 der Strafbefehl gegen den „deutschen Geflügelpapst“ Prof. Rudolf Preisinger rechtskräftig geworden. Ferner wurde gegen den Lohmann-Konzern, für den Preisinger in diesem Geschäftsbereich verantwortlich gewesen ist und der geschäftliche und verwandtschaftliche Beziehungen zur PHW-Gruppe (Wiesenhof) unterhält, eine Geldbuße in Höhe von 100.000 Euro verhängt. Damit wurde der weltgrößte Geflügelkonzern zu der höchsten Geldbuße verurteilt, die jemals in Deutschland wegen Tierschutzdelikten ausgesprochen wurde.

2009: EU-Einfuhr- und Handelsverbot für Robbenprodukte seit 2010

Dank weltweiter Proteste von PETA Deutschland, seinen Partnerorganisationen und anderen Tierschützer:innen wurden bereits in 36 Ländern Import- und Handelsverbote für Robbenprodukte eingeführt. Das erste Import- und Handelsverbot von Robbenprodukten wurde 2009 in der EU verabschiedet und trat am 28. Oktober 2010 in allen 27 Mitgliedsstaaten in Kraft. Der starke Rückgang der Fangquote von Robben ist vor allem Tierschützer:innen zu verdanken, die sich jahrelang und unermüdlich für ein Import- und Handelsverbot eingesetzt haben.

Mit Russland fiel im Dezember 2011 das wichtigste Abnehmerland von Robbenprodukten weg – 95 Prozent der Robbenfellprodukte gingen zuvor nach Russland. Nachdem PETA an die Parlamentarier:innen appelliert hatte, trat im April 2017 auch in der Schweiz ein Importverbot in Kraft. Nur ein Jahr später folgte Indien.

Ein weiterer Erfolg: Nachdem PETA und die Partnerorganisationen sich an die EU-Staaten und die Welthandelsorganisation (WTO) gewandt hatten, wies die WTO die Beschwerden von Kanada und Norwegen gegen das EU-Robben-Importverbot ab. Die Entscheidung ist ein Sieg für die Babyrobben und stellt im internationalen Handelsrecht einen Meilenstein für die Rechte der Tiere dar.

2007: Getränkekonzerne stellen die Finanzierung von Tierversuchen ein

PETA Deutschland und seine internationalen Partnerorganisationen erobern schon 2007 die Lebensmittel- und Getränkeindustrie im Sturm und überzeugen einen Konzern nach dem anderen, die Durchführung und Finanzierung von Tierversuchen einzustellen. Nicht nur PepsiCo, Welch’s, Ocean Spray und POM Wonderful erklärten nach Gesprächen mit PETA, sämtliche Tierversuche zu beenden. Auch Coca-Cola, der Multimilliarden Dollar-Gigant der Getränkeindustrie, verkündete das Ende aller Tierversuche!

Im Jahr 2021 angekommen hat unsere Partnerorganisation PETA USA zusammen mit uns von PETA Deutschland und den anderen Partnerorganisationen weltweit bereits 130 Lebensmittel- und Getränkeunternehmen überzeugt, Tierschutz in ihrer Firmenpolitik so festzuschreiben, dass künftig keine Tierversuche (mehr) durchgeführt, beauftragt oder finanziert werden. Darunter auch die bekannten Lebensmittel- und Getränkehersteller

Mit der Zusage, keine Tierversuche mehr zu finanzieren, und der Bitte an ihre Zulieferer, für Inhaltsstoffe alternative Testmethoden zu verwenden, setzen diese Unternehmen ein Zeichen der Hoffnung für Millionen Tiere in vergitterten Laborkäfigen, die Jahr für Jahr grausame und nutzlose Experimente erleiden.

1981: Erste Polizeirazzia in einem Labor: Silver-Spring-Affengerettet!

PETA USA führte 1981 eine verdeckte Untersuchung durch, um das Leiden der Silver-Spring-Affen in einer Forschungseinrichtung in Maryland aufzudecken. Diese Aktion war die erste Ermittlung von Augenzeug:innen der Tierrechtsbewegung und sollte diese für immer verändern: Sie führte zur ersten Polizeirazzia in einem Labor. Zum ersten Mal wurde ein Experimentator wegen Tierquälerei festgenommen und verurteilt. Zum ersten Mal wurden misshandelte Tiere aus einem Labor konfisziert. Und zum ersten Mal konnte vor dem Obersten Gerichtshof der USA ein Sieg für in Tierversuchen misshandelte Tiere errungen werden.

Außerdem wurde das Tierschutzgesetz ergänzt und die Öffentlichkeit stand Tierversuchen plötzlich wesentlich kritischer gegenüber. Der Fall machte deutlich, welche Macht Ermittlungen von Augenzeug:innen besitzen und wie wichtig sie sind, um für Gerechtigkeit zu kämpfen. 1991 führte die Aktion zum allersten Fall jemals, in dem Tierversuche vor dem Obersten Gerichtshof der USA verhandelt wurden. Das Ergebnis war einstimmig positiv.

Danke an alle, die unserer Arbeit in der Vergangenheit gefördert haben! Denn diese und alle weiteren Erfolge wäre ohne die finanzielle Hilfe unserer Unterstützer:innen nicht möglich gewesen.

Diese Erfolge sind lediglich ein Auszug aus der Erfolgsserie von PETA. Wenn Sie sich für weitere Erfolge interessieren, können Sie sich hier informieren oder zu unserem Newsletter anmelden. Damit erhalten Sie unter anderem jeden Monat eine spannende E-Mail über alle Erfolge, die PETA dank der Unterstützer:innen in den vergangenen Wochen erringen konnte. Melden Sie sich hier kostenfrei an!