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Schlittenhunde: So leiden und sterben Huskys & Co. bei Rennen

Noch immer werden sogenannte Schlittenhunde für touristische Fahrten oder Rennen missbraucht. Viele Hunde werden dabei unter schrecklichen Bedingungen gehalten und verletzen sich bei den tierquälerischen Fahrten – bei Schlittenhunderennen ist es keine Seltenheit, dass manche Hunde das Rennen nicht überleben.

Inhaltsverzeichnis

Was gibt es für Schlittenhunde?

Viele Hunde, die für Schlittenfahrten und -rennen missbraucht werden, sind keine „reinrassigen“ Tiere. Besonders für Kurz- und Mittelstrecken werden die schnellsten und „leistungsstärksten“ Hunde eingesetzt, unabhängig von der Rasse. Bei Langstreckenrennen wie dem tierquälerischen Iditarod werden vermehrt nordische Schlittenhunderassen benutzt, die ausdauernder sind – wie beispielsweise:

  • Alaskan Malamute
  • Grönlandhund
  • Husky
  • Samojede
  • Kanadischer Eskimohund
  • Jakutischer Laika

Wie die meisten Hunderassen sind auch sogenannte Schlittenhunde zuchtbedingt anfällig für bestimmte Krankheiten. So leiden beispielsweise Huskys, die speziell für Rennen gezüchtet werden, häufig unter Dysplasie und anderen Deformierungen des Skelettes sowie an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. [1] Auch treten bei Huskys häufig Hautkrankheiten und eine Rückenmarkserkrankung auf, die sogar tödlich enden kann. [2] Samojeden sind rassebedingt stark anfällig für Diabetes, Taubheit, Dysplasie, Nierenentzündungen und Kurzatmigkeit. [3]

So ist so gut wie jede Hunderasse gefährdet, an genetischen Krankheiten zu leiden und im schlimmsten Fall sogar frühzeitig zu sterben. Die Hunde benötigen aufgrund ihrer Qualzuchtmerkmale viel Pflege und Fürsorge. Diese wird ihnen jedoch oft nicht zuteil, da die Züchter:innen und Halter:innen in der Regel mehrere Dutzend Hunde halten, deren Pflege sich aufgrund der großen Rudel auf ein Minimum beschränkt.

All dies nehmen Züchter:innen und Halter:innen billigend in Kauf und stellen damit ihre eigenen Interessen über das Wohl der Tiere.

schlittenhunde

Sind Schlittenhundefahrten Tierquälerei?

Ja, sowohl Fahrten für Privatpersonen als „Freizeitaktivität“ als auch Schlittenhunderennen im sogenannten Hundesport sind Tierquälerei. Die Hunde werden oft nicht nur gezwungen, über viele Kilometer hinweg bei extremen Wetterverhältnissen schwere Lasten zu ziehen und das oft stundenlang ohne Pause, sie verbringen ebenso die restliche Zeit meist im Freien – ohne Witterungsschutz an einer Kette. Auch Vernachlässigung, Verletzungen durch Artgenossen oder die raue Umgebung und Todesfälle sind bei Schlittenhunden an der Tagesordnung. Die Hunde werden bei ihren Halter:innen entweder einzeln an der Kette oder in Zwingern gehalten, aus denen sie nur zum Training und zu Rennen herausdürfen. So verbringen die Hunde oft tagelang alleine und ohne Beschäftigungsmöglichkeiten draußen in der Kälte und warten, bis sich jemand um sie kümmert.

Das eindeutigste Beispiel für Tierquälerei bei Schlittenhunderennen ist das Iditarod-Rennen in Alaska. Dort leidet eine Vielzahl der Hunde unter schmerzenden Verletzungen, die oft nicht behandelt werden. Die Tiere werden dauerhaft angekettet und haben keinen geschützten Unterschlupf in der eisigen Kälte. Die meisten rennen an der Kette ständig im Kreis und bekommen nur wenig Schlaf. Auch Hunde, die völlig dehydriert sind, müssen bei dem Rennen Hunderte Kilometer zurücklegen – durch eiskalte Winde und Schneestürme sowie über gefährliche Eisflächen. Die sensiblen Hundepfoten sind oft blutig vom scharfkantigen Eis, über das sie laufen müssen, die Tiere erleiden Muskelzerrungen, Stressfrakturen, erkranken an Darmviren oder blutigen Magengeschwüren, weisen gerissene Achillessehnen auf, erleiden Dehydrierung, Durchfall, Hypothermie, Hyperthermie, Gelenkentzündungen und wunde Stellen an den Schultern, verursacht durch die Geschirre. [4] Seit dem Start des Rennens in den 1970ern sind mindestens 150 Hunde beim Iditarod gestorben. [5] Dass nicht alle Hunde bei diesem grausamen Rennen lebend im Ziel ankommen, wird sogar in den Leitlinien festgehalten.

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Was passiert mit alten Schlittenhunden?

Hunde, die aus Sicht ihrer Halter:innen für Schlittenfahrten oder -rennen zu langsam oder nicht mehr geeignet sind, werden meist gewissenlos aussortiert. Nur wenige Tiere werden verkauft oder verschenkt, die meisten werden eingeschläfert, erschlagen, erschossen, ertränkt, zu Tode geknüppelt, ausgesetzt oder in eh schon überfüllten Tierheimen abgegeben. So ergeht es allein beim Iditarod-Rennen jedes Jahr über 500 Hunden, weil sie krank, verletzt oder von dem grausamen Rennen erschöpft sind. Der Hund, der keine Leistung bringt, ist wertlos für seine Halter:innen und kostet damit nur unnötig Geld.

Tausende von Hunden werden extra gezüchtet, um in Schlittenrennen mitzulaufen, aber nicht jeder Welpe ist ein geborener Läufer. Die Welpen, die das Pensum nicht schaffen, werden ausgemustert. Frank Winkler, der zweimal bei Iditarod teilnahm, wurde wegen 14 Fällen der Tierquälerei angeklagt, nachdem ein Veterinär eine Box mit toten und sterbenden Welpen in einem Truck gefunden hatte. Winkler gab an, es sich nicht leisten zu können, die Tiere euthanasieren zu lassen, und erschlug die Tiere deshalb scheinbar mit dem stumpfen Ende einer Axt. Gerichtsdokumenten zufolge sagte Winkler, dass er Hunde erschoss und damit nur den Ratschlägen von anderen Schlittenführern gefolgt sei. [6] Dabei handelt es sich nicht um eine Ausnahme, sondern um die grausame Realität im sogenannten Schlittenhundesport. Auch bei kleineren Rennen in Deutschland leiden die Tiere oft unter ihren profitorientierten Halter:innen, die sie vernachlässigen und zum Sieg quälen.

In der größten US-Einrichtung für Schlittenhunde, dem „Krabloonik Kennel“ in Aspen, das Fahrten mit Schlittenhunden anbietet, wurden laut Aussagen eines früheren Mitarbeiters jährlich bis zu 35 Hunde durch einen Kopfschuss getötet. [7]

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Ist Hundesport Tierquälerei?

Wie bei so vielen touristischen Attraktionen stecken hinter Schlittenhunde-Rennen und -Fahrten ebenso wie beim Hundesport allgemein reine Profitgedanken. Unzählige Züchter:innen, Händler:innen und Hundehalter:innen bereichern sich an der Hundesportindustrie auf Kosten der Tiere. Während die Tierheime bereits überfüllt sind und Hunderttausende Hunde auf ein neues Zuhause warten, werden immer weiter Tiere für die Industrie gezüchtet – ob diese unter den Folgen der Zucht leiden oder nicht.

Nicht nur bei Schlittenrennen, auch bei anderen Hundesportveranstaltungen kann immer wieder Tierleid beobachtet werden. So werden beispielsweise noch immer Mopsrennen veranstaltet, obwohl die Hunde rassebedingt unter lebenslanger Atemnot leiden, weswegen viele Tiere nicht zu den Rennen zugelassen werden. Die teilnehmenden Hunde leiden dennoch oft unter den körperlichen und psychischen Folgen dieser grausamen Veranstaltungen. Allzu oft müssen Tiere auch heutzutage noch den Idealvorstellungen ihrer Halter:innen entsprechen oder einen Nutzen für sie erfüllen. Dabei sind Hunde wie auch alle anderen Tiere fühlende Lebewesen, die unabhängig von ihrem Aussehen als Familienmitglieder gesehen werden sollten.

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Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten. Es gibt zahlreiche Sportarten und Freizeitaktivitäten, die im Winter Freude bereiten und für die keine Tiere leiden müssen.

Helfen Sie jetzt Schlittenhunden

Unterstützen Sie niemals Schlittenrennen, bei denen Hunde zum Einsatz kommen durch Besuche oder Wetten. Nehmen Sie nicht an Fahrten auf Hundeschlitten teil. Klären Sie auch Freund:innen, Bekannte und Familienmitglieder über das Leid der Hunde auf und bitten Sie sie, sich ebenfalls von diesen Veranstaltungen zu distanzieren.

Fordern Sie außerdem die Eigentümer:innen der Formel 1 auf, das Sponsoring für das tierquälerische Iditarod-Rennen zu beenden. Es ist an der Zeit, dieses Tierleid nicht weiter finanziell zu unterstützen!