DRINGEND: Uns läuft die Zeit davon – Tierversuche in Europa beenden

Vogelparks: 5 Gründe, weshalb Vögel in Zoos leiden

Neben zahlreichen Säugetieren wie Löwen, Eisbären und Co. leiden auch alle möglichen Vogelarten unter der Gefangenschaft zur Unterhaltung des Menschen in Zoos. Vielen Besucher:innen sind die massiven Missstände in der Vogelhaltung nicht bekannt. Aus diesen fünf Gründen sollten Sie niemals Vogelparks, Falknereien, Zoos, Tierparks und andere Orte besuchen, die Vögel ausstellen und diese teilweise sogar für Shows missbrauchen.

1. Flügelstutzen: Warum fliegen die Vögel im Zoo nicht weg?

Die wenigsten Menschen sind sich darüber bewusst, warum Vögel wie Flamingos scheinbar „freiwillig“ auf offenen Teichanlagen im Zoo bleiben – oder denken vielleicht sogar fälschlicherweise, die Tiere könnten gar nicht fliegen. Zoos verstümmeln manche Vogelarten, indem sie sie „flugunfähig“ machen. Betroffen sind meist Wasservögel wie Flamingos, Pelikane und Gänse.

Dafür wird den Vögeln entweder regelmäßig ein Teil der Flugfedern abgeschnitten oder mittels chirurgischer Eingriffe verhindert, dass die zum Fliegen wichtigen Schwungfedern jemals wieder nachwachsen. In beiden Fällen rauben Zoos den Vögeln damit eine wichtige Art ihres natürlichen Fortbewegungsverhaltens: Fliegen können die Tiere so nicht mehr. Dadurch sollen die Vögel am Boden gehalten werden und für Zoobesucher:innen auf Teichanlagen schön anzusehen sein.

Obwohl beide Methoden gemäß Tierschutzgesetz verboten sind, werden solche Verstöße gegen die aktuelle Rechtslage vielerorts weiterhin von den Behörden geduldet. Hinzu kommt, dass die meisten der betreffenden Vogelarten in der Natur nicht vom Aussterben bedroht sind und sie nicht aus Artenschutzgründen, sondern lediglich zu Schauzwecken gehalten werden. Wir von PETA Deutschland fordern, dass das Flugunfähigmachen ein Ende hat und die Haltungen zeitnah auslaufen – denn Vögel gehören in Freiheit, nicht in Zoos.

Flamingos im Zoo Berlin
Manche Tierarten wie Flamingos werden „flugunfähig“ gemacht, damit sie nicht aus den Gehegen wegfliegen.

2. Anbindehaltung von Greifvögeln in Vogelparks und Falknereien

In Falknereien und Greifvogelparks werden Greifvögel, Falkenartige oder Eulen zu verschiedenen Zwecken gehalten und ausgebeutet: zum einen, um die Tiere systematisch zur sogenannten Beizjagd einzusetzen. Dabei werden die Greifvögel zu Waffen degradiert und müssen häufig bis zu ihren „Einsätzen“ hungern. Zum anderen werden Wildvögel wie Adler, Falken, Bussarde, Uhu und Co. zu Ausstellungs- und damit profitorientierten Unterhaltungszwecken in Flugvorführungen vor zahlendem Publikum missbraucht.  

Dafür werden die Tiere in vielen Freizeitparks und Falknereien entweder in enge Volieren eingesperrt oder viele Stunden mit Lederriemen an einen Holzbalken gebunden. Bei dieser sogenannten Anbindehaltung von Greifvögeln leben diese ein grausames und entbehrungsreiches Leben in Ketten. Nur wenn die Vögel von den Falkner:innen die Möglichkeit zum „Freiflug“ erhalten, können sie sich für kurze Zeit artgemäß bewegen.

Falknerische Flugshows erwecken zwar den Anschein, dass die Vögel freiwillig zurückkommen. Doch diese vermeintliche Nähe wurde im Vorfeld vom Menschen erzwungen: Meist werden die Greifvögel oder Eulen bereits als Jungtiere auf den Menschen fehlgeprägt und unter Nahrungsentzug abgerichtet. Dadurch werden die Wildtiere abhängig und gefügig gemacht, sodass sie immer wieder zu den Falkner:innen zurückkehren. Teilweise müssen die Tiere auch als Attraktion herhalten, um vom Publikum für Selfies auf dem Arm gehalten oder sogar gestreichelt zu werden – selbst nacht- oder dämmerungsaktive Eulen werden oft rücksichtslos entgegen ihrem natürlichen Aktivitätsrhythmus tagsüber zur Schau gestellt. [1] Für die Wildvögel ist dieser unfreiwillige Kontakt zum Menschen mit enormem Stress verbunden. In Ketten gelegte oder in Volieren eingesperrte Vögel spiegeln kein realistisches Bild der Tierwelt wider.

3. Pinguine leiden in Gefangenschaft

Immer wieder sterben Pinguine in Zoos an den Folgen der nicht artgerechten Gefangenschaft. Pinguine sind besonders anfällig für Bakterien- und Pilzinfektionen, die durch die mangelhaften Haltungsbedingungen – etwa die unnatürlichen klimatischen Bedingungen oder den Stress durch Transporte – begünstigt werden. [2, 3] Brechen solche Infektionskrankheiten aus, raffen diese oft große Teile der ganzen Pinguingruppe dahin.

  • 2011 starben 19 von 32 Humboldt-Pinguinen im Dresdner Zoo. Laut tiermedizinischer Untersuchung hatte eine Pilzinfektion zusammen mit bakteriellen Infektionen zu dem Massensterben geführt. [4]
  • 2018 starben im Zoo Hoyerswerda elf von 13 Pinguinen – ebenfalls an einem Infekt durch Schimmelpilze, wie eine Obduktion der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen herausfand. [5]
  • Weltweit sterben immer wieder zahlreiche Pinguine an Malaria-Erkrankungen. [6]

Pinguine haben enorme Ansprüche an ihren Lebensraum, die ein Zoo niemals erfüllen kann. Die flugunfähigen Seevögel leben überwiegend in den kalten Klimazonen der südlichen Hemisphäre. Sie sind sehr soziale Tiere, die zum Brüten teilweise große Kolonien bilden. All diese Verhaltensweisen bleiben ihnen in Zoo-Gefangenschaft (Title: Tierleid in Zoos) verwehrt. Da die empfindsamen Vögel sehr stressanfällig sind, wurden ihnen in manchen Zoos sogar bereits Psychopharmaka wie Antidepressiva verabreicht.

Pinguin im Zoogehege
Es ist weder artgerecht noch tierfreundlich, Pinguine zur Unterhaltung einzusperren.

4. Vogelhaltungen in beengten oder verdreckten Volieren oder Käfigen

Unzählige Vögel, darunter verschiedene Singvögel, Papageien, Fasane oder Tauben, werden in Zoos, Tier- und Vogelparks unter entsetzlichen Bedingungen zur Unterhaltung des Zoopublikums eingesperrt. Immer wieder erhalten wir Whistleblower:innen-Berichte von katastrophalen Vogelhaltungen. Oftmals haben die Tiere zu wenig Beschäftigungsmöglichkeiten oder leiden unter akutem Platzmangel, teilweise herrschen auch mangelhafte Hygienebedingungen wie Volieren voller Dreck und Kot. Mangelhafte Haltungsbedingungen können auch bei Vögeln zu Verhaltensstörungen führen: etwa dem Ausrupfen der eigenen Federn, bis kahle Stellen entstehen.

5. Todesgefahr besteht auch bei sehr großen Volieren

Üblicherweise werden Vögel, darunter auch große Beutegreifer wie Eulen und sogar Geier, deren Flügelspannweiten teils mehr als zwei Meter betragen, in sogenannten Volieren gehalten. In den Drahtkäfigen können die Tiere ihre natürlichen Flugverhaltensweisen jedoch unmöglich ausführen.

Während zu kleine Volieren ganz offensichtlich erhebliches Leid und Beschränkungen für die eingesperrten Vögel bedeuten, sind auch große und vermeintlich weitläufige Volieren nicht artgerecht: Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz weist beispielsweise darauf hin, dass Panikreaktionen in besonders großen Volieren zu Verletzungen und zum Tod führen können, wenn die Vögel zu hohe Geschwindigkeiten erreichen und gegen die Drahtgitter prallen. [5]

Eule im Vogelpark Schotten
Für Vögel wie Eulen bedeutet die Gefangenschaft ein Leben voller Entbehrung und Leid.

Helfen Sie jetzt Pinguinen in Lübbenau

Das sogenannte Erlebnisbad Spreewelten in Lübbenau züchtet Humboldt-Pinguine in Gefangenschaft, um sie an Zoos in der ganzen Welt zu verkaufen. Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift dabei, zukünftigen Pinguinen die Ausbeutung zu Unterhaltungszwecken zu ersparen.