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Nach Aufdeckungen: Rumänische Behörden gehen gegen Betreiber von Tötungsstationen vor 

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Update vom 29. April 2026  

Ermittlungen gegen rumänische Tötungsstationen: Fünf Personen unter Aufsicht 

Nachdem die rumänischen Behörden im März 2026 Untersuchungen in tierquälerischen Tötungsstationen eingeleitet hatten und bereits einige Tierheime geschlossen worden waren, wurden nun weitere Maßnahmen ergriffen: Fünf Personen wurden für 60 Tage unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Darunter befinden sich die auch die beiden Tierärzte von einer der größten privaten Tötungsstation namens ASPA Ivets.  

Laut rumänischer Polizei ergaben die Ermittlungen, dass mutmaßlich wiederholt rechtswidrige Tötungen von Tieren begangen worden sein sollen. Darüber hinaus soll es Straftaten wie Anstiftung, Beihilfe, Amtsmissbrauch und Urkundenfälschung im privaten Bereich gegeben haben.   

Update vom 09. März 2026

Behördliche Untersuchungen in tierquälerischen rumänischen, von Unternehmen geführten „Tierheimen“ und Tötungsstationen

In mehreren privaten Tierheimen in Rumänien – darunter Vetmedan, Heremy SRL und IVETS – wurden in den vergangenen Wochen schwerwiegende Missstände aufgedeckt: Ermittelnde fanden Hunde, die tagelang ohne Wasser und Nahrung gehalten worden waren, sowie Hinweise auf illegale und grausame Tötungsmethoden. Die Einrichtungen stehen im Verdacht, systematisch Tiere zu misshandeln, zu vernachlässigen und entgegen geltendem Recht zu töten.

Am 5. März kam es daher in den betroffenen Einrichtungen zu groß angelegten Durchsuchungen durch Polizei und der zuständigen Behörde:

  • Maskierte Einsatzkräfte drangen in die Tötungsstationen ein,
  • beschlagnahmten Beweise
  • und leiteten strafrechtliche Ermittlungen ein.

Die rumänische Presse berichtete ausführlich darüber, da die Bilder und Zustände in den Einrichtungen landesweit Empörung ausgelöst hatten. Die Ermittlungen richten sich nicht nur gegen die Verantwortlichen dieser sogenannten Tierheime, die von Unternehmen geführt werden, sondern auch gegen Gemeinden und veterinärbehördliche Stellen, die illegale Verträge zum Einfangen und Töten von Hunden unterstützt oder gedeckt haben sollen. Solche Tötungsstationen sind Unternehmen – ein lukratives Geschäftsmodell mit dem Leid von Tieren.

Einige der betroffenen Tierheime wurden bereits geschlossen, und weitere Maßnahmen stehen bevor. Neben allen rechtlichen Fragen steht aktuell auch die Versorgung von rund 1.200 Hunden im Vordergrund, die in zumeist schlechtem Zustand in diesen Einrichtungen sind. Die Einrichtungen wurden zwar geschlossen – aber die Hunde verbleiben dort und müssen nun gut versorgt werden. Rumänische Tierschützer:innen, darunter PETAs Partner vor Ort sind im Dauereinsatz, um diesen Hunden nun zu helfen und nachhaltige Optionen zu finden und umzusetzen.

Nich nur in den Tötungsstationen, die sich als „private Tierheime“ ausgeben, leiden und sterben unzählige Hunde unter schrecklichen Bedingungen:  In Rumänien gibt es über 130 staatliche Tierheime, in denen Hunde zumeist unter den gleichen Bedingungen vor sich hin vegetieren.

Originaltext

Rumänien steht an einem entscheidenden Wendepunkt: Das Parlament berät über die Zukunft der massenhaften Hundetötungen – ein System, das seit Jahrzehnten unfassbares Leid verursacht und keinerlei nachhaltigen Effekt auf die Anzahl der heimatlosen Hunde in Rumänien gehabt hat.

Nach einer investigativen Recherche aus dem Tierheim Vetmedan, die erschütternde Zustände offenlegte, fordern wir von PETA Deutschland gemeinsam mit der rumänischen NGO FNPA, dass diese grausame Praxis jetzt beendet wird!

Tierheime wie Todeszellen: Enthüllungen aus Vetmedan sind kein Einzelfall

Die jüngsten Enthüllungen aus dem Tierheim Vetmedan in Vrancea im Osten Rumäniens zeigen nur einen Ausschnitt des landesweiten, unvorstellbaren Tierleids.

„Die Situation in Vetmedan ist kein Einzelfall. Die meisten öffentlichen und auch viele private Tierheime, die mit öffentlichen Geldern für Massenfang und -tötung betrieben werden, sehen genauso aus – oder sogar schlimmer.“

Carmen Arsene, Präsidentin der FNPA


In vielen Einrichtungen liegt die Zahl der Hunde, die „aus anderen Gründen“ sterben, bei über 60 Prozent – das bedeutet: Diese Hunde verhungern, verdursten, verletzen sich oder infizieren sich in den völlig überfüllten, unhygienischen Zwingern. Sie sterben langsam, allein und qualvoll – oft Tage oder Wochen nach ihrer Einlieferung. Nicht einmal ethisch korrekt umgesetzte Einschläferungen beendet das Leid der Hunde.

Jahrelange Vertuschung: Behörden sahen angeblich „keine Probleme“

Trotz erdrückender Beweisfotos, Zeugenaussagen und Beschwerden erklärten die lokalen Behörden – DSVSA / ANSVSA – immer wieder lapidar: „Keine Unregelmäßigkeiten festgestellt.“
„Kein Verstoß gegen Tierschutzvorschriften.“

Diese Aussagen stehen in groteskem Widerspruch zu dem, was wir und andere Tierschutzorganisationen seit Jahren in Rumänien dokumentieren:

  • abgemagerte, sterbende Hunde,
  • tote Tiere in den Zwingern,
  • grausame Gewalt
  • und systematische Vernachlässigung.

Es handelt sich um ein Vorgehen, das nicht nur grausam, sondern systematisch ist – ein System, das durch öffentliche Gelder gestützt wird.

Millionengeschäft mit dem Leid der Hunde

Zwischen 2001 und 2025 wurden laut brandneuen Statistiken von FNPA und PETA:

  • 2,76 Millionen Hunde eingefangen,
  • 1,28 Millionen getötet oder „aus anderen Gründen“ gestorben,
  • 1,01 Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln dafür ausgegeben.

Trotz all dieser Gelder ist die Situation heute schlimmer als im Jahr 2001.
Studien zeigen: Je mehr gefangen und getötet wird, desto mehr Hunde leben am Ende auf der Straße – die Fangquote treibt paradoxerweise die Geburtenrate und Zuwanderung in die Städte nach oben. Mit anderen Worten: Tötungen sind nicht nur grausam – sie sind kontraproduktiv.

Jetzt ist die Zeit zu handeln – PETA fordert ein radikales Umdenken

Die rumänische Regierung muss ein nachhaltiges Programm entwickeln und umsetzen: Das massenhafte Töten – oft auf tierquälerische Weise – von heimatlosen Hunden ist keine effektive Lösung.

„Rumänien muss endlich moderne Tierheime schaffen, medizinische Versorgung sicherstellen, Kastrationsprogramme ausbauen und echte Adoptionsmodelle ermöglichen.“

Sylvie Bunz, Fachleitung Special Projects bei PETA Deutschland

Das unvorstellbare Leid der Tiere durch Schläge, Vergiftung oder völlige Vernachlässigung muss sofort beendet werden.

PETA appelliert seit Jahren an die Regierung und stellt tierfreundliche, nachhaltige Alternativen vor

PETA und FNPA haben seit Jahren funktionierende Konzepte vorliegen und treten regelmäßig mit politisch Verantwortlichen in Kontakt. So kosten Kastrationsprogramme nur einen Bruchteil des bisherigen Tötungssystems und sind die einzige nachhaltige und ethische Lösung.

Die moralische und politische Pflicht: Sofortiges Handeln!

Die Regierung und die ANSVSA sind aufgefordert, endlich Verantwortung zu übernehmen und:

  • eine Notverordnung zu erlassen,
  • die Einschläferungen als Mittel der Populationskontrolle zu verbieten,
  • Kastrationszentren als Standard zu etablieren,
  • ein transparenteres, tierfreundliches und ehrliches System aufzubauen.

Nach 25 Jahren des Grauens ist klar: Das Töten muss beendet werden. Die ethische Lösung heißt Kastration – nicht massenhafte Vernichtung.

So können Sie den Hunden in Rumänien helfen

Mit unserem Projekt PETA HELPS ROMANIA helfen wir rund 12.000 Tieren im Jahr – indem wir sie kastrieren, registrieren und mit medizinischer Hilfe und lebensnotwendigen Sachspenden versorgen. Nachhaltige Entwicklungen treiben wir mit politischer Arbeit und unserer Bildungskampagne stetig voran.

Sie können unsere Arbeit für die Tiere in Rumänien unterstützen: Jede Spende rettet Leben. Auf unserer Spendenseite finden Sie verschiedene Hilfspakete und Patenschaften für Tiere in Not.