Warum es nicht süß ist, wenn ein Affe durch Instagram scrollt

Affe nutzt InstagramInstagram / therealtarzann

Im Internet macht ein Video die Runde, das einen Schimpansen dabei zeigt, wie er sich Bilder und Videos auf Instagram anschaut. Doch so „süß“, wie das auf den ersten Blick scheint, ist es in Wahrheit keineswegs. Die Geschichte dahinter ist eine von vielen, die zeigt, wie Affen und andere Tiere zur menschlichen Belustigung leiden.


Der Name des Schimpansen ist Sugriva. Als Kleinkind wurde er seiner Mutter weggenommen. So ergeht es den meisten Primaten in der Unterhaltungsbranche. Denn solange sie klein und noch nicht zu stark sind, kann man sie in ständiger Angst vor körperlicher Bestrafung trainieren. Sugriva wird schon sein Leben lang in lächerliche Kostüme gesteckt und vorgeführt. Er musste in einem Einkaufszentrum für Touristenfotos herhalten und wurde dabei von einem Fremden zum nächsten weitergereicht. In einem Instagram-Video musste er mit einem NFL-Profi Football spielen. Solche Aktionen sind für einen jungen Schimpansen – der eigentlich im Schutz seiner Familie im Urwald leben sollte – nicht nur unnatürlich, sondern vermutlich auch absolut verwirrend und beängstigend.

Der Eigentümer des Schimpansen, der sich u. a. Doc Antle nennt, führt einen heruntergekommenen Privatzoo in South Carolina. Schon seit Jahren kämpft PETA USA dafür, diesen Tierqualzoo schließen zu lassen und die diversen dort gefangengehaltenen Tiere an Lebenshöfe zu überstellen.

Mehrmals wurde Antle bereits vom US-Landwirtschaftsministerium vorgeladen, weil er gegen die minimalen Anforderungen des amerikanischen Tierschutzgesetzes verstoßen hatte. Tiere waren vernachlässigt, wurden nicht tierärztlich behandelt, hatten zu kleine Gehege und kein sauberes Wasser. Außerdem fehlte es den Primaten an sogenanntem Enrichment – d. h. Beschäftigungsmethoden, um der Langeweile und Unterforderung in Gefangenschaft entgegenzuwirken. Dass sich Sugriva verzweifelt mit irgendetwas beschäftigen möchte, rückt damit in ein ganz anderes – trauriges – Licht.

Tiere werden von Antle zu Unterhaltungszwecken und für lächerliche Videos ausgebeutet und müssen zusätzlich für die Pinnwände von Influencern herhalten. So will er mehr Besucher in seinen schäbigen Zoo bringen.
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