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Jobs mit Tieren: Die 8 besten Berufe, um sich für Tiere einzusetzen

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Mit Tieren zu arbeiten, ist für viele ein echter Traum. Ob Hunde, Katzen, Pferde oder gerettete Tiere auf einem Lebenshof – wer Tiere respektiert und liebt, möchte oft auch beruflich etwas für sie tun. Die gute Nachricht: Es gibt viele verschiedene Jobs mit und für Tiere. Manche setzen eine Ausbildung oder ein Studium voraus, andere ermöglichen den Einstieg auch ohne formale Qualifikation. 

Was muss man für einen Job mit Tieren mitbringen? 

Wichtig ist dabei vor allem, dass das Wohl der Tiere immer an erster Stelle steht. Wer sich für einen Beruf mit Tieren entscheidet, braucht neben Einfühlungsvermögen auch Geduld, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, körperlich mit anzupacken. Wir stellen Berufe vor, in denen Tierliebe und Engagement gefragt sind. 

1. Tiersitter:in oder Gassigeher:in 

Viele Hunde, Katzen und andere tierische Mitbewohner können und sollen nicht über Stunden hinweg allein bleiben – sei es tagsüber oder in der Urlaubszeit. Ihre Bezugspersonen benötigen deshalb beispielsweise während der Arbeitszeit, im Krankheitsfall oder im Urlaub eine zuverlässige Betreuung.  

  • Tiersitter:innen versorgen Tiere in ihrer vertrauten Umgebung oder nehmen sie – sofern die Bedingungen stimmen – vorübergehend bei sich auf.  
  • Gassigeher:innen unterstützen insbesondere Menschen, die ihrem Hund zeitweise nicht ausreichend Bewegung ermöglichen können. 

Hinweis: Wer Tiere betreuen möchte,  

  • sollte zuverlässig sein, 
  • die Körpersprache der jeweiligen Tierart verstehen,
  • erfahren im Umgang mit ihr sein  
  • und individuell auf die Bedürfnisse der Tiere eingehen.  
Hunde müssen regelmäßig mit Spaziergängen ausgelastet werden
Viele Menschen suchen händeringend verlässliche Gassigeher:innen.

Auch Kenntnisse in Erster Hilfe für Tiere sind von Vorteil. Zudem ist es wichtig, Halter:in und das entsprechende Tier im Voraus gut kennenzulernen, um über Essgewohnheiten, Verhaltensweisen und mögliche gesundheitliche Probleme informiert zu sein. Für Notfälle sollten Tierarztdaten und Notfallnummern notiert werden. Es kann ratsam sein, einen Vertrag mit den Tierhalter:innen über die Betreuung und Vergütung abzuschließen und sich über Versicherungen für Krankheits- und Schadensfälle zu informieren. 

Es gibt bestimmt auch in eurer Nähe Hundehalter:innen, die dankbar wären, wenn ihre tierischen Mitbewohner ausgeführt oder betreut werden. Auch Katzen, Kaninchen, Vögel und Co. brauchen bei Abwesenheit der Halter:innen Menschen, die sie betreuen. 

2. Hilfskraft auf Lebenshöfen 

Lebenshöfe nehmen häufig Tiere auf, die zuvor ausgebeutet, vernachlässigt oder vor der Tötung bewahrt wurden. Dort dürfen Kühe, Schweine, Hühner, Schafe und andere Tiere möglichst selbstbestimmt und so artgerecht wie möglich leben, ohne für menschliche Zwecke ausgenutzt zu werden. 

Ein mit Schlamm bedecktes Schwein steht vor einem Holzzaun auf einer Wiese.
Viele Lebenshöfe bieten regelmäßig Helfendeneinsätze an, bei denen ihr aktiv mitwirken könnt.

Die Arbeit auf einem Lebenshof umfasst beispielsweise das Versorgen der Tiere mit Nahrung und Wasser, die Reinigung der Unterkünfte, die Pflege des Geländes und organisatorische Aufgaben. Je nach Hof werden sowohl ausgebildete Fachkräfte als auch Aushilfen, Praktikant:innen oder ehrenamtlich Helfende gesucht. 

  • Wer sich entscheidet, auf einem Lebenshof zu helfen, leistet harte körperliche Arbeit bei jedem Wetter. Dabei stehen immer die Bedürfnisse der Tiere an erster Stelle.  
  • Gleichzeitig ist es eine sehr sinnstiftende Arbeit. Denn die Tiere benötigen aufgrund ihrer Erfahrungen mit Menschen besondere Fürsorge und Pflege: Wer sich entscheidet, auf einem Lebenshof auszuhelfen, erhält die Möglichkeit, Tiere kennenzulernen, die oftmals zum ersten Mal erfahren, wie es ist, ohne Angst und Ausbeutung zu leben. 

3. Hundetrainer:in 

Hundetrainer:innen unterstützen Menschen dabei, ihre Hunde besser zu verstehen und ein vertrauensvolles Zusammenleben aufzubauen. Verantwortungsvolle Trainer:innen arbeiten gewaltfrei und setzen auf positive Verstärkung statt auf Einschüchterung, Schmerzen oder sogenannte Dominanzmethoden. 

Neben Kenntnissen über Lernverhalten und Körpersprache sind Einfühlungsvermögen, Verständnis, Geduld und gute kommunikative Fähigkeiten wichtig. Schließlich arbeiten Hundetrainer:innen nicht nur mit den Tieren, sondern vor allem mit deren menschlichen Bezugspersonen. 

Wichtig: Die Berufsbezeichnung ist in Deutschland nicht staatlich geschützt. Achtet bei der Wahl einer Aus- oder Weiterbildung deshalb besonders darauf, dass ausschließlich tierfreundliche und wissenschaftlich fundierte Methoden vermittelt werden. Für die gewerbsmäßige Ausbildung von Hunden beziehungsweise die Anleitung ihrer Halter:innen kann zudem eine behördliche Erlaubnis erforderlich sein. 

Das benötigte Fachwissen erlernt man nicht in einem Wochenendkurs, eine Ausbildung von anerkannten Stellen ist zwingend erforderlich. 

4. Tiermedizinische Fachangestellte 

Tiermedizinische Fachangestellte betreuen Tiere vor, während und nach Untersuchungen und Behandlungen. Sie assistieren Tierärzt:innen, bereiten Behandlungsräume vor, führen Laborarbeiten durch und kümmern sich um organisatorische Aufgaben wie Terminvergabe, Dokumentation und Abrechnung. 

Für diesen anerkannten Ausbildungsberuf ist in der Regel eine dreijährige duale Ausbildung in einer tierärztlichen Praxis oder Tierklinik und einer Berufsschule erforderlich. 

Neben Einfühlungsvermögen brauchen tiermedizinische Fachangestellte Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt und Belastbarkeit. Sie müssen mit kranken, verletzten oder verängstigten Tieren ebenso umgehen können wie mit besorgten Bezugspersonen. Auch Hygiene- und Reinigungsarbeiten gehören zum Berufsalltag. 

Katze wird beim Tierarzt untersucht.
In tiermedizinischen Praxen begegnet man einer Vielzahl an Tieren.

5. Tierpfleger:in im Tierheim oder in einer Tierpension 

In Tierheimen leben viele Tiere, die ausgesetzt, abgegeben, beschlagnahmt oder verletzt aufgefunden wurden. Tierpfleger:innen versorgen sie, reinigen ihre Unterkünfte, beobachten ihren Gesundheitszustand und beschäftigen sich mit ihnen. Häufig unterstützen sie außerdem dabei, ein geeignetes neues Zuhause für die Tiere zu finden. 

In Tierpensionen betreuen Tierpfleger:innen Tiere, deren Bezugspersonen beispielsweise verreist oder erkrankt sind. Dabei müssen sie auf unterschiedliche Bedürfnisse, Verhaltensweisen und gesundheitliche Voraussetzungen eingehen. 

Tierpfleger:in der Fachrichtung Tierheim und Tierpension ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit einer regulären Ausbildungsdauer von drei Jahren. Interessierte sollten körperlich belastbar sein und auch in schwierigen Situationen ruhig und verantwortungsvoll handeln können. 

6. Tierphysiotherapeut:in 

Tierphysiotherapeut:innen begleiten Tiere beispielsweise nach Operationen, bei Erkrankungen des Bewegungsapparates oder bei altersbedingten Beschwerden. Mithilfe von Massagen, Bewegungsübungen und weiteren physiotherapeutischen Maßnahmen können sie die Beweglichkeit und das Wohlbefinden der Tiere unterstützen. 

Für die Tätigkeit sind fundierte Kenntnisse in Anatomie sowie über Erkrankungen und Bewegungsabläufe erforderlich. Da die Berufsbezeichnung nicht einheitlich staatlich geregelt ist, unterscheiden sich die angebotenen Aus- und Weiterbildungen teilweise deutlich. 

Achtet daher auf eine seriöse, umfassende Qualifikation und eine enge Zusammenarbeit mit Tierärzt:innen. Diagnosen und notwendige tiermedizinische Behandlungen dürfen nicht durch alternative Angebote ersetzt werden. 

Tipp: Es ist sinnvoll, vorher eine Ausbildung als Tierpfleger:in oder Tierarzthelfer:in zu machen, um entsprechende umfassende Vorkenntnisse zu erwerben und den Umgang mit Tieren gewohnt zu sein 

7. Tierfotograf:in 

Tierfotograf:innen halten die individuellen Persönlichkeiten von Hunden, Katzen und anderen Tieren in Bildern fest. Sie arbeiten beispielsweise für Privatpersonen, Tierschutzvereine, Tierheime, Magazine oder Unternehmen. 

Hund schaut in die Linse einer Kamera.
Professionelle Tierbilder erhöhen die Chance auf Adoption in Tierheimen.

Eine klassische Ausbildung als Fotograf oder ein Studium im Bereich Fotografie und Design kann eine gute Grundlage bieten. Wenn ihr Talent habt, lässt sich auf Instagram schon eine kleine Karriere als Tierfotograf:in starten. Und wenn es nur der eigene Vierbeiner vor der Linse ist.  

Ebenso wichtig sind Kenntnisse über das Verhalten und die Körpersprache der fotografierten Tiere. Ein gelungenes Foto darf niemals auf Kosten des Tieres entstehen. Verantwortungsvolle Tierfotograf:innen arbeiten geduldig, vermeiden Zwang und brechen das Shooting ab, sobald ein Tier Anzeichen von Stress oder Unwohlsein zeigt. Gute Aufnahmen können außerdem Tieren im Tierheim dabei helfen, von potenziellen Adoptierenden wahrgenommen zu werden. 

8. Hundefriseur:in oder Groomer:in 

Hundefriseur:innen kümmern sich um die Fell-, Krallen- und teilweise auch Hautpflege von Hunden. Je nach Felltyp gehören Bürsten, Waschen, Trimmen oder Schneiden zu den Aufgaben. Dabei steht nicht ein bestimmtes Schönheitsideal, sondern die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes im Mittelpunkt. 

hund beim hundefriseur
Professionelle Fellpflege sorgt für Wohlbefinden, Hygiene und ein rundum schönes Erscheinungsbild.

Groomer:innen sollten verschiedene Felltypen kennen und die Körpersprache von Hunden sicher einschätzen können. Besonders wichtig sind Geduld und ein ruhiger, gewaltfreier Umgang, da manche Tiere Berührungen oder Pflegemaßnahmen als unangenehm empfinden. 

Die Berufsbezeichnung ist nicht staatlich geschützt. Qualifikationen können beispielsweise über private Schulen, Praxiskurse und Weiterbildungen erworben werden. Vor jeder Behandlung sollte geprüft werden, welche Pflege für den jeweiligen Hund tatsächlich sinnvoll ist. Ein vollständiges Scheren kann je nach Fellstruktur ungeeignet sein und sollte nicht pauschal als Abkühlung im Sommer eingesetzt werden. 

Hinweis: Auch hier empfiehlt es sich, Vorkenntnisse durch eine Ausbildung als Tierpfleger:in oder Tierarzthelfer:in zu erlangen. 

Was sollte man bei Jobs mit Tieren beachten? 

Wer mit Tieren arbeiten möchte, sollte sich vorab realistisch mit dem Berufsalltag beschäftigen. Tierliebe allein reicht häufig nicht aus. Viele Tätigkeiten beinhalten körperliche Arbeit, Reinigung, Verwaltungsaufgaben, unregelmäßige Arbeitszeiten und den Umgang mit Krankheit, Verletzungen oder dem Tod von Tieren. 

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