Die H&M-Gruppe kündigte an, dass bis Ende 2025 ihre gesamte Schurwolle und alle verwendeten Tierhaare aus Farmen stammen sollen, „die nach einem glaubwürdigen Tierschutzstandard zertifiziert sind“, etwa mit „Tierwohl“-Labels wie dem Responsible Wool Standard und dem NATIVA-Wollstandard. Aber werden Schafe in zertifizierten Wollbetrieben tatsächlich besser behandelt als andere?
PETA Asien recherchierte verdeckt auf einer Farm, die NATIVA-Wolle verkauft, die „die führende Marke für verantwortungsvoll gewonnene, zu 100 % rückverfolgbare Naturfasern“ ist. Zudem ist der untersuchte Betrieb nach dem Responsible Wool Standard (RWS) und dem Responsible Mohair Standard (RMS) zertifiziert.
Die Ermittler:innen stellten fest, dass es sich dabei um nichts anderes als ein weiteres Marketing-Konzept handelt, das „Humane Washing“ betreibt. Konsument:innen verlassen sich auf Schlagworte wie „verantwortungsvoll“ und „rückverfolgbar“, während die Tiere leiden.
Fordern Sie die H&M-Gruppe auf, sämtliche Wolle aus ihrem Sortiment auszulisten – denn Wollprodukte sind unabhängig von „Tierschutz“-Labels immer mit Leid verbunden.
Recherchen von PETA Asien zeigen unvorstellbares Leid von Schafen
Im Frühjahr 2026 hat PETA Asien das Bildmaterial veröffentlicht, das NATIVA-Wollzertifizierer und -verkäufer den Konsument:innen von Wollprodukten niemals zeigen würden. Das Video zeigt die traurige Realität hinter „verantwortungsbewusster“ oder „ethischer“ Wolle.
Die Wolle in einem Pullover von H&M könnte von einer Woll-Farm wie dieser stammen, auf der Arbeiter:innen Schafe schlagen, über den Boden schleifen und ihre Haut aufschneiden, um an ihre Wolle zu gelangen. „Tierwohl“-Zertifikate schützen sie vor solchen Misshandlungen jedenfalls nicht.
PETA fordert H&M auf, den Verkauf von Wolle – ob „verantwortungsbewusst” oder nicht – einzustellen. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe!
Ein Lamm litt unter einer von Maden befallenen Wunde auf einer NATIVA-zertifizierten Farm
NATIVA behauptet, „enge Beziehungen zu allen einzelnen Züchter:innen und Landwirt:innen” zu pflegen, die die von ihnen zertifizierte Wolle liefern. Auf einer NATIVA-zertifizierten Farm dokumentierte ein Ermittler von PETA Asien jedoch, wie dort Beschäftigte Schafe gegen den Kopf traten, sie mit Schermaschinen und einem Stück Holz schlugen und Lämmer an den Beinen aus ihrer Herde rissen.
Schafscherer:innen verletzen Schafe für diese „verantwortungsbewusste” Wolle
Mitarbeitende arbeiten mit hoher Geschwindigkeit, weil sie nach der Menge der geschorenen Wolle bezahlt werden, unabhängig davon, welche irreführenden Zertifizierungslabels auf den Produkten stehen. In der Eile schneiden sie wiederholt die Haut der Schafe auf und halten die panischen Tiere fest, die zu fliehen versuchen.
Schafe sind soziale, sanfte Tiere, die starke Bindungen untereinander eingehen und ihre Gefühle durch Mimik ausdrücken, genau wie Menschen.
Glauben Sie nicht die Lügen der Industrie: Schafe leiden immer für ihre Wolle
Diese Grausamkeit ist weder ungewöhnlich noch ein Einzelfall. PETA-Organisationen haben inzwischen Missstände in mehr als 150 Wollbetrieben auf vier Kontinenten aufgedeckt. Unabhängig davon, ob die Wolle eine „ethische” Zertifizierung hatte – wie NATIVA oder ZQ Wool –, ergab jede einzelne Untersuchung, dass Arbeiter:innen routinemäßig Schafe schlugen, traten und aufschlitzten.
Kein Label und keine Zertifizierung kann Wolle ethisch vertretbar machen. Die Wahl veganer Stoffe ist der einzige Weg, um sicherzustellen, dass Tiere nicht für Kleidung gequält werden.
Helfen Sie, das Leid der Schafe zu beenden, indem Sie die Verantwortlichen der namhaften H&M-Gruppe auffordern, keine Produkte mit Wolle mehr zu verkaufen.