Für die Statistik ist Mara eine Maus von Millionen. Für Mara ist ihr Leben alles, was sie hat. Sie empfindet Angst und Schmerz. Sie möchte ein unbeschwertes Leben führen. Dennoch sperren Experimentator:innen Tiere in Labore, missbrauchen sie für Experimente, vergiften sie und töten sie massenhaft.
Jedes Tier ist ein Jemand – und kein Etwas. Deshalb starten wir von PETA Deutschland am 15. September 2026 die Spendenaktion „Tierversuche stoppen!“. Bis zum 31. Oktober wird jede Spende gegen Tierversuche verdoppelt.
Im letzten Erhebungszeitraum wurden in Deutschland 3.063.569 Tiere für sogenannte wissenschaftliche Zwecke missbraucht und meist getötet. [1] Im Durchschnitt wurde damit etwa alle zehn Sekunden ein fühlendes Individuum seines Lebens beraubt.
Experimentator:innen missbrauchten 1.954.469 Tiere unmittelbar in Versuchen. Hinzu kamen über eine Million Tiere, die eigens für Labore gezüchtet und anschließend getötet wurden, ohne in einem Experiment „eingesetzt“ worden zu sein. Die Tierversuchsindustrie stuft diese Individuen als sogenannten „Überschuss“ ein.
Rund 1,5 Millionen der betroffenen Tiere waren Mäuse. Sie waren damit erneut die am häufigsten missbrauchte Tierart. Auch 700 Katzen wurden 2024 in deutschen Laboren für Experimente missbraucht – etwa 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem stiegen die Zahlen bei Pferden und Eseln, Ziegen, Schafen, Rindern, Frettchen, Halbaffen, Krallenfröschen und Fischen. [1]
Mit Ihrer Hilfe können wir dieses Leid reduzieren und langfristig sogar beenden. Bis zum Erreichen des Spendenziels von 1 Million Euro wird jede Spende verdoppelt. Das bedeutet: Aus 25 Euro werden 50 Euro. Aus 100 Euro werden 200 Euro. Aus 500 Euro werden 1.000 Euro. Gemeinsam können wir so insgesamt 2 Millionen Euro für PETAs Arbeit gegen Tierversuche und für die Rechte aller Tiere mobilisieren.
Wie Ihre verdoppelte Spende den Tieren hilft
Mit Ihrer Unterstützung können wir:
- Tierquälerei sichtbar machen: Mit Kampagnen, Aktionen, Protesten und Veröffentlichungen zeigen wir, was Tiere hinter verschlossenen Labortüren erleiden.
- Methoden ohne Tierversuche voranbringen: Unsere wissenschaftlichen Fachleute setzen sich bei Behörden und Verantwortlichen für moderne, humanrelevante Verfahren ein.
- Politischen Druck erhöhen: Wir fordern einen verbindlichen Plan für den Ausstieg aus Tierversuchen und legen Regierungen konkrete Ausstiegspläne aus Tierversuchen vor.
- Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen: Wir erstatten Strafanzeige gegen Tierschutzverstöße in Laboren.
- Die Öffentlichkeit informieren: Wir erklären, weshalb Tierversuche ethisch nicht zu rechtfertigen und wissenschaftlich unzuverlässig sind, und zeigen konkrete Wege in eine tierversuchsfreie Zukunft auf.
Ihre Spende gegen Tierversuche ermöglicht es uns, den Einsatz auszuweiten, zusätzliche Kampagnen umzusetzen und noch mehr für Tiere zu erreichen.
Sinkende Zahlen – doch unser Ziel bleibt die Abschaffung
Die Gesamtzahl der betroffenen Tiere ist gegenüber 2023 deutlich gesunken. Die Zahl der für Versuche missbrauchten Tiere ging um etwa 8 Prozent zurück, die Anzahl der „Überschusstiere“ sogar um über 19 Prozent. Dieser Rückgang zeigt, dass Veränderung möglich ist und unsere Arbeit wirkt. Gleichzeitig blieb die Forschungsaktivität in Deutschland auf einem ähnlich hohen Niveau, was zeigt, dass Tierversuche für eine moderne Wissenschaft nicht notwendig sind.
Drei Millionen missbrauchte Tiere sind drei Millionen zu viel. [1] Weniger Tierversuche sind nur ein Zwischenschritt. Wir von PETA Deutschland und unsere internationalen Partnerorganisationen setzen uns für ihre vollständige Abschaffung ein.
Tiere sind nicht dazu da, dass Menschen an ihnen experimentieren. Ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit hängt weder von ihrer Art noch von einem vermeintlichen Nutzen für den Menschen ab. Die Wissenschaft muss deshalb konsequent auf Methoden umsteigen, die ohne den Missbrauch von Tieren auskommen.

Tierversuche stehen einer modernen Wissenschaft im Weg
Rund 95 Prozent der Medikamente, die es bis in klinische Testreihen an Menschen schaffen, kommen nie auf den Markt – obwohl Tierversuche zuvor den Eindruck erweckten, die Mittel seien sicher und wirksam. [2] Die mangelnde Übertragbarkeit vom Tier auf den Menschen ist dabei ein entscheidender Faktor. [3]
Längst stehen moderne Methoden zur Verfügung, die direkt auf den Menschen ausgerichtet sind. Dazu gehören unter anderem:
- Forschung mit menschlichen Zellen und Geweben,
- hochmoderne Patientensimulatoren,
- Computermodelle,
- klinische und epidemiologische Studien.
Solche Methoden können für Menschen relevantere Erkenntnisse liefern und kommen ohne Experimente an Tieren aus. PETAs Research Modernisation Deal zeigt, in welchen Bereichen Tiere sofort durch innovative Methoden ersetzt werden können. Er enthält zudem eine Strategie für den vollständigen Übergang zu einer Wissenschaft ohne Tierversuche.
Mit Ihrer Unterstützung können wir den politischen Druck erhöhen und dafür sorgen, dass Tiere nicht länger unter einer fehlgeleiteten Wissenschaft leiden.
Karte der Tierversuchslabore in Deutschland
Viele dieser Labore agieren im Verborgenen. Es ist gut möglich, dass auch in Ihrer Nähe ein solcher Ort existiert. Werfen Sie einen Blick auf unsere Karte, um mehr zu erfahren:

Lassen Sie Ihre Spende verdoppeln – für eine Wissenschaft ohne Tierversuche
Tiere einzusperren und zu töten, um an ihnen Experimente durchzuführen, ist niemals gerechtfertigt. Obwohl der Trend in die richtige Richtung geht, ist es dringender denn je, jetzt nicht nachzulassen: Die Bundesregierung plant, den ohnehin unzureichenden gesetzlichen Schutz für sogenannte „Versuchstiere“ zu schwächen. Außerdem möchte die Bundeswehr wieder mehr Tiere für militärische Zwecke missbrauchen. Wir müssen uns diesen Entwicklungen entschlossen entgegenstellen.
Helfen Sie uns dabei, eine Welt ohne Tierversuche zu erreichen. Vom 15. September bis zum 31. Oktober 2026 zählt Ihre Spende gegen Tierversuche finanziell doppelt. Ein Verdoppelungstopf von 1 Million Euro ergänzt jeden Beitrag in gleicher Höhe, bis wir unser Spendenziel von 1 Million Euro erreicht haben. Mit insgesamt 2 Millionen Euro können Sie PETAs langfristigen Einsatz für das Ende von Tierversuchen und für andere Tiere entscheidend ausweiten.
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Quellen
[1] Deutsches Zentrum zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R): Verwendung von Versuchstieren im Berichtsjahr 2024, https://www.bf3r.de/angebote/versuchstierzahlen/versuchstierzahlen-2024/ (eingesehen am 03.09.2026)
[2] Ärzte gegen Tierversuche e.V.: Medikamenten-Durchfallquote gestiegen: 95 %, https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/wissenschaftliche-studien/medikamenten-durchfallquote-gestiegen (eingesehen am 03.09.2026)
[3] Seyhan AA. Lost in translation: the valley of death across preclinical and clinical divide–identification of problems and overcoming obstacles. Transl. Med. Commun. 2019 Dec;4(1):1-9. https://link.springer.com/article/10.1186/s41231-019-0050-7 (eingesehen am 03.09.2026)