Ejiao: Esel werden für die Herstellung chinesischer „Medizin“ brutal geschlachtet

Update Februar 2020

ERFOLG: Kenia verbietet das Töten von Eseln für Ejiao nach Druck von PETA.
Nach fast zwei Jahren des Drucks von PETA hat der Kabinettssekretär des kenianischen Landwirtschaftsministeriums, Peter Munya, endlich Eselschlachthöfe im Land verboten. Das Verbot soll im März 2020 in Kraft treten. Bisher wurden in Kenia täglich mindestens 1.000 Esel geschlachtet, um nach China exportiert zu werden. Dort wird ihre Haut zu Ejiao, einer Zutat für Medikamente, Kosmetika und Süßigkeiten, eingekocht. Vielen Dank an die über 10.000 Unterstützer, die unsere Online-Petition unterzeichnet haben.


Originalartikel:

Im Jahr 2017 konnte eine PETA-Ermittlung massive Tierquälerei auf chinesischen Esel-Farmen enthüllen. Wie die Aufnahmen zeigten, schlugen Arbeiter den Eseln mit einem Vorschlaghammer auf den Kopf,  anschließend schnitten sie den Tieren mit einem Messer die Kehle durch. Hintergrund dieser Tierquälerei ist die Herstellung von „Ejiao“, einer traditionellen chinesischen „Medizin“, bei der die Eselhaut zu Gelatine verkocht wird.

Nun konnte eine neue Videoenthüllung von PETA auch unsagbare Grausamkeiten bei der Schlachtung von Eseln in Kenia zutage bringen. Auch dort werden die Tiere getötet, um die chinesische Nachfrage nach Ejiao zu stillen. Die Aufnahmen zeigen Arbeiter, die auf völlig verängstigte Esel einschlagen. Die Tierquälerei ereignete sich in staatlich anerkannten Schlachthäusern.

Tagelanger Transport zum Schlachthaus

Kenia hat in den letzten drei Jahren drei Eselschlachthäuser eröffnet. Die Tiere werden in LKWs aus den Nachbarländern nach Kenia transportiert, denn in vielen afrikanischen Ländern, darunter Äthiopien, Tansania und Uganda, sind die grausamen Schlachtungen bereits gesetzlich verboten. Die qualvolle Fahrt zum Schlachthaus in Kenia kann mehrere Tage dauern.
 
Esel Kenia

Verletzungen und Todesfälle während des Transports

Augenzeugen stießen auf tote Esel, die den qualvollen Transport nicht überlebt hatten. Die Tiere wurden vor dem Schlachthaus einfach abgeladen. Die Augenzeugen sahen außerdem einen Esel, der scheinbar verletzt war und nicht mehr aufstehen konnte. Arbeiter zerrten ihn aus dem LKW und ließen ihn am Eingangstor liegen. Allem Anschein nach erhielt das Tier keinerlei medizinische Behandlung – man überließ es einfach seinem Leid.
 
Esel tot Kenia

Kenia muss diese grausame Praxis verbieten

Viele afrikanische Länder haben den Export von Eselhäuten bereits verboten oder Schlachthäuser in chinesischem Besitz geschlossen, darunter Botswana, Burkina Faso, Mali, Niger, Senegal, Tansania und Uganda. Selbst die offizielle chinesische Kommission für nationale Gesundheit und Familienplanung warnt, dass die Eselhautgelatine tatsächlich nichts weiter als „verkochte Eselhaut“ ist. Trotzdem werden weiterhin Esel in Ländern wie Kenia geschlachtet, um die chinesische Nachfrage nach Ejiao zu stillen.

In Kenia gibt es kein Gesetz gegen den Missbrauch von Tieren in landwirtschaftlichen Betrieben oder Schlachthäusern. Deshalb ist aus rechtlicher Sicht keine einzige der in den Aufnahmen zu sehende Handlung strafbar.

PETA und PETAs internationale Partnerorganisationen haben zahlreiche Behörden, Unternehmen und Konsumenten weltweit kontaktiert und sie aufgefordert, diese grausame Industrie nicht zu unterstützen. Es gibt verschiedene Alternativen zu Ejiao, z. B. moderne Medikamente oder auch pflanzliche Stoffe, die im Gegensatz zu Ejiao wirklich effektiv sind und kein Tierleid verursachen.

Was Sie tun können

„Medizin“ aus Tierleichen hat im 21. Jahrhundert nichts verloren. Wir als Konsumentinnen und Konsumenten haben die Wahl: Wir können uns gegen Tierquälerei stellen und das Leben von Eseln retten, indem wir uns für vegane Alternativen entscheiden. Bitte kaufen Sie niemals Ejiao-Produkte und meiden Sie Geschäfte, die diese verkaufen. Lesen Sie Zutatenlisten und lassen Sie die Finger von Medikamenten, Beauty-Produkten, Süßigkeiten und Energy Drinks, die Ejiao enthalten.