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Zum Kinostart von Michael machen PETA und Lionsgate auf das Leid gefangener Primaten aufmerksam

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Zum Kinostart von Michael machen PETA USA und Lionsgate auf das Leid gefangener Primaten aufmerksam

Fans strömen in Scharen ins Kino, um das Michael‑Jackson‑Biopic Michael zu sehen. In der Story rund um den „King of Pop“ wird auch Schimpanse Bubbles mithilfe modernster, tierfreundlicher CGI-Technologie dargestellt. PETA USA nutzt diesen filmischen Moment, um eine ernste Botschaft zu vermitteln: Primaten und andere „exotische Tiere“ sind keine „Haustiere“. Diese Tiere werden häufig von Händlern in Gefangenschaft gezüchtet, ihren Müttern bereits als Babys entrissen und jeder Chance auf ein natürliches Leben beraubt.

Verantwortliches Medienunternehmen: Schimpansen sind keine „Haustiere“

Michael zeichnet Jacksons Leben in den 1980er‑Jahren nach – einer Zeit, in der noch wenig darüber bekannt war, wie sehr Menschenaffen und andere Affen leiden, wenn sie in Privathand gehalten werden. Studien haben gezeigt, dass die Darstellung von Primaten in den Medien die Nachfrage nach diesen Tieren als „Haustiere“ steigern kann. [1] Aus diesem Grund hat das verantwortliche Medienunternehmen Lionsgate gegenüber PETA USA exklusiv die folgende Erklärung abgegeben:

„Wir standen in einem fortlaufenden, konstruktiven Dialog mit PETA über die Darstellung des Schimpansen Bubbles als ‚Haustier‘. Diese Darstellung beruht ausschließlich auf historischen Fakten und soll keinesfalls als Befürwortung der Haltung von Schimpansen als ‚Haustieren‘ verstanden werden. Bubbles wird im Film mithilfe von CGI-Technologie dargestellt und der echte Bubbles lebt seit mehr als 20 Jahren ein friedliches Leben in der Auffangstation Center for Great Apes.“

Lionsgate

Bubbles lebt im Center for Great Apes

Als Bubbles etwa sieben Jahre alt war – ein Alter, in dem männliche Schimpansen in freier Wildbahn noch eng an der Seite ihrer Mutter leben würden –, wurde er zu einem inzwischen in Ungnade gefallenen Hollywood-Tiertrainer geschickt. Dort blieb er, bis er 2005 in den „Ruhestand“ ging. Heute ist Bubbles 43 Jahre alt und lebt in einer anerkannten Auffangstation, dem Center for Great Apes, wo er das hat, was jeder Schimpanse verdient: eine naturnahe Umgebung, die Möglichkeit, Sozialkontakte mit anderen Schimpansen zu haben, und ein Leben ohne Ausbeutung. Doch den meisten Primaten aus Privathaltungen ergeht es nicht so gut.

„Heute wissen wir sehr viel mehr darüber, was Schimpansen und andere Affen brauchen, um ein erfülltes Leben zu führen – dazu gehören Freiheit und die Gesellschaft ihrer Artgenossen. Filmsets und menschliche Haushalte sind daher völlig ungeeignet für ihr Wohlergehen. PETA lobt Lionsgates Entscheidung, CGI einzusetzen, und ruft das Publikum dazu auf, niemals Primaten bei Züchter:innen zu kaufen und sie als ‚Haustiere‘ zu halten.“

Lauren Thomasson, Direktorin für Tiere in Film und Fernsehen bei PETA USA

Schimpansen sind hoch soziale Tiere, die in Gefangenschaft leiden

In freier Wildbahn verbringen Schimpansen viele Jahre in ihren Familienverbänden, legen weite Strecken zurück und suchen in dichten Wäldern nach Nahrung. Im Heimtierhandel hingegen leiden sie oft unter extremer Einsamkeit und Depressionen und entwickeln Angststörungen sowie Verhaltensweisen wie Selbstverstümmelung, da ihre komplexen körperlichen und psychischen Bedürfnisse in menschlichen Haushalten nicht erfüllt werden können. Sobald sie zu groß und schwer kontrollierbar werden, landen viele von ihnen in Käfigen, werden in sogenannte Roadside Zoos abgeschoben oder zu Händlern zurückgebracht, um weiter als Zuchttiere missbraucht zu werden – und so immer neue Babys zu produzieren.

So können Sie helfen, das Leid von Menschenaffen in Gefangenschaft zu beenden

Zahlreiche Menschenaffen leiden auch in der Gefangenschaft deutscher Zoos. Unterschreiben Sie unsere Petition an das zuständige Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat und fordern Sie die Politik auf, die Zucht und den Import von Schimpansen und anderen Menschenaffen zu verbieten, damit die Haltungen mittelfristig auslaufen und das Leid der Tiere nachhaltig beendet wird.

  • Quellen

    [1] Ross, Stephen R., Vivian M. Vreeman, and Elizabeth V. Lonsdorf. „Specific image characteristics influence attitudes about chimpanzee conservation and use as pets“. PloS one 6.7 (2011): e22050.