Am 17. Oktober 2025 stimmte daspolnische Parlament für ein Gesetz, das die Zucht, Haltung und Tötung von Tieren für Pelz ab 2033 verbietet – ausgenommen sind jedoch Kaninchen. [1]
Starkes Zeichen für Mitgefühl: Vorbildlicher Schritt in Richtung Pelz-Exit in Polen
Mit dieser parlamentarischen Entscheidung ist Polen damit das 23. EU-Land mit einem entsprechenden Verbot.
„PETA begrüßt die Entscheidung des polnischen Parlaments, die ‚Pelz‘-Tierhaltung ab 2033 zu verbieten. Millionen Tieren bleibt so jährlich eine qualvolle Existenz erspart. Auf Pelzfarmen leiden unter anderem Nerze unter extremen Bedingungen und werden oft durch Vergasung oder analen Elektroschock getötet. Das Parlament setzt damit ein starkes Zeichen für Mitgefühl und handelt im Sinne der Bevölkerung, die Pelz mehrheitlich ablehnt. Der einzige Wermutstropfen ist, dass Kaninchen weiterhin für Pelz ausgebeutet werden dürfen. PETA fordert die EU auf, die Zucht, Tötung und den Handel mit Pelzprodukten europaweit zu verbieten – am besten noch vor 2033.“
Julia Zhorzel, Fachreferentin für Bekleidung bei PETA Deutschland
Polen geht damit einen vorbildlichen Schritt, das Leid in dieser tierquälerischen Industrie zu beenden. Wir von PETA Deutschland fordern, dass das kommende Gesetz auch die Pelzproduktion mit Kaninchen umfasst. Zudem appellieren wir an die Europäische Union, die Zucht, die Tötung und den Handel mit Pelz europaweit zu verbieten – um weiteren unzähligen Tieren ein Leben voller Entbehrungen und einen qualvollen Tod zu ersparen.
In welchen Ländern sind Pelzfarmen bereits verboten? Gibt es schon Städte, in denen Pelz nicht mehr verkauft werden darf? Hier finden Sie alle Antworten.
Julia Zhorzel studierte Politik und entschied sich als langjährige Veganerin für eine Anstellung bei PETA Deutschland. Als Fachreferentin für Tiere in der Bekleidungsindustrie klärt sie über das Leid hinter Leder, Wolle, Seide, Pelz und Daunen auf.