Video: 13 Vorurteile über vegane Ernährung – PETA reagiert

Viele Menschen, die sich bisher nicht näher mit einer veganen Ernährung auseinandergesetzt haben, stehen dieser Ernährungsform kritisch gegenüber: Nicht selten reagieren sie mit Sprüchen, Vorurteilen und angeblichen Argumenten, wenn sie mit einer tierleidfreien Lebensweise konfrontiert werden. Erfahren Sie hier, was es mit einigen gängigen Vorurteilen auf sich hat!

13 Vegan-Klischees – das steckt hinter den Vorurteilen

Vielen fällt die Umstellung auf eine vegane Ernährungsform anfangs nicht leicht – so geht es auch einer fünfköpfigen Familie, die für eine Fernsehsendung einen Selbsttest macht und versucht, sich 14 Tage lang vegan zu ernähren. Immer wieder fallen dabei auch Vorurteile und angebliche Argumente gegen eine vegane Lebensweise.

1. „Die Tiere, die getötet wurden, sind ja schon im Regal“

Wenn weniger Menschen Tiere und tierische Produkte essen, müssen auch weniger gezüchtet, getötet und zu Fleisch verarbeitet werden. Das Prinzip von Angebot und Nachfrage bestimmt, was sich in den Regalen der Supermärkte befindet – und jede Entscheidung gegen tierische Produkte und für vegane Alternativen ist ein Stimmzettel.

2. Was ist an Milchprodukten wie Käse, Sahne und Co. schlimm?

Das problematische an Milch ist unter anderem, dass Kühe in der Tierwirtschaft jedes Jahr zwangsbesamt werden und ihnen ihre Babys kurz nach der Geburt entrissen werden – damit wir Menschen die für die Kälber bestimmte Muttermilch trinken und zu Milchprodukten verarbeiten können.

3. Kann man Bananen essen?

Für eine verlängerte Haltbarkeit werden Bananenstauden oft mit dem Pestizid Chitosan eingesprüht, wenn sie nicht aus biologischem Anbau stammen. Dieses Pestizid besteht aus den zerstoßenen Panzern von Insekten und Krebstieren – somit ist es nicht vegan.

4. Jeden Tag Salat zu essen, ist ungesund

Wenn der tägliche Speiseplan ausschließlich aus Eisbergsalat besteht, ist diese Art der Ernährung ungesund. Die verschiedenen Salatsorten können aber vielfältig eingesetzt werden, zum Beispiel als Belag auf einem veganen Burger oder als Beilage zu anderen Gerichten.

5. Vegane Ernährung ist teuer

Eine ausgewogene vegane Ernährung, die auf Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Getreide und anderen pflanzlichen Lebensmitteln basiert, ist günstiger als eine Ernährungsweise, bei der Fleisch, Fischfleisch und Milchprodukte verzehrt werden.

Die immer größere Auswahl an Alternativen zu tierischen Produkten sorgt dafür, dass mittlerweile auch in Discountern und Drogeriemärkten günstige Optionen erhältlich sind.

6. „Vegan schmeckt nicht so gut wie Fleisch“

Rohes Fleisch schmeckt wohl den wenigsten Konsument:innen – für den guten Geschmack sorgen Gewürze und Aromen, mit denen auch pflanzliche Gerichte lecker und abwechslungsreich gewürzt werden können.

7. Sind Nudeln vegan?

Während einige Nudelsorten traditionell mit Eiern hergestellt werden, bestehen viele andere Sorten aus Hartweizengrieß und sind somit vegan. Wer sicherstellen möchte, dass die ausgewählte Nudelsorte kein Ei enthält, sollte die Packung und Zutatenliste lesen.

8. „Sojamilch schmeckt nicht“

Es gibt zahlreiche Alternativen zu Kuhmilch: Meist basiert Pflanzenmilch auf Hafer, Soja, Mandeln, Kokos und Reis oder einer Mischung daraus. Mittlerweile gibt es auch Milchalternativen auf Hanf-, Dinkel-, Erbsen- und Lupinenbasis, die sich hinsichtlich des Geschmacks und der Konsistenz bei den verschiedenen Marken noch einmal unterscheiden können. Probieren Sie die verschiedenen Alternativen aus und finden Sie die Pflanzenmilch, die Ihnen am besten schmeckt!

9. „Vegane Ernährung macht nicht satt“

Kohlenhydrate sind die wichtigsten Energielieferanten für den Körper. Kartoffeln und Vollkorngetreide sind gute Quellen, die satt machen und die benötigte Energie liefern.

Für Kraft und Fitness ist kein Fleisch notwendig: Der Nährstoffbedarf kann mit einer ausgewogenen veganen Ernährung mit ausreichend Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen ohne Probleme rein pflanzlich gedeckt werden. Das gilt auch für Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, Letztere sind sogar ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten.

10. Auswärtsessen ist schwierig

Während viele Restaurants immer mehr vegetarische und vegane Speisen anbieten und einige sich sogar komplett auf tierleidfreie Gerichte spezialisiert haben, kann es dennoch vorkommen, dass beim Essen außerhalb der eigenen Küche keine oder nur wenige vegane Speisen auf der Karte stehen. Am besten informieren Sie sich im Voraus oder fragen das Personal, ob auf Wunsch vegane Optionen zubereitet werden können.

11. Vitamin B12 muss supplementiert werden

Der Mikronährstoff Vitamin B12 erfüllt wichtige Aufgaben im menschlichen Körper: Wir müssen B12 aufnehmen, um langfristig gesund zu bleiben. Pflanzliche Lebensmittel sind zwar keine sichere B12-Quelle, wir können das Vitamin jedoch problemlos als Nahrungsergänzungsmittel supplementieren. Für die B12-Versorgung unseres Körpers brauchen wir also keine Tierprodukte konsumieren, für die Tiere gequält und getötet werden – denn auch sogenannten Nutztieren werden Nahrungsergänzungsmittel über die Nahrung verabreicht.

12. Muskelaufbau geht nur mit tierischen Proteinen

Für Erfolge im Sport und für den Muskelaufbau sind Proteine wichtig. Diese sind in vielen Lebensmitteln enthalten – darunter Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Nüsse und Samen.

13. Die Entscheidung für eine Ernährungsform ist eine persönliche Entscheidung

Die Wahl der Ernährungsform ist keine rein persönliche Entscheidung, wenn für den eigenen kurzen Genuss andere fühlende Lebewesen ausgebeutet, gequält und qualvoll getötet werden. Denn das Leid sowie die natürlichen Bedürfnisse und Wünsche der sogenannten Nutztiere in der Ernährungsindustrie werden für maximale Profite zurückgestellt.

Eine gesunde, tierfreundliche vegane Ernährung trägt außerdem dazu bei, das Klima und unsere Umwelt zu schützen.

Vegen werden mit dem Veganstart-Programm

Von der Entscheidung für eine vegane Ernährung profitieren unzählige Tiere, Ihre Gesundheit und die Umwelt.

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