Im September 2025 erhielten wir von PETA Deutschland erschreckendes Foto- und Videomaterial aus der Zoohandlung Zoo & Co. in Murr. Die Aufnahmen zeigen eine Vielzahl an Tierschutzmissständen: Hamster leiden in Gruppenhaltung, ein Papagei hat augenscheinlich Hautprobleme und artgeschützte Spinnen sind in kleinen Plastikboxen eingesperrt. Wir haben die Missstände beim zuständigen Veterinäramt gemeldet und fordern grundsätzlich ein Verkaufsstopp von fühlenden Lebewesen in Zoohandlungen.
Erfahren Sie hier mehr über die Zustände bei Zoo & Co. und warum Sie niemals Tiere in bei Züchter:innen und in Zoohandlungen kaufen sollten.
So leiden die Tiere bei Zoo & Co. in Murr
Die Bilder zeigen deutlich: Die Tiere in der Filiale von Zoo & Co. werden lediglich als Ware betrachtet. Hamster werden dort in Gruppen gehalten und auch paarweise verkauft – obwohl diese Tiere Einzelgänger sind. Die Haltung in Gruppen ist keineswegs natürlich und löst bei den Hamstern in der Regel Stress und Aggressionen aus. Einem Papagei sieht man an, dass er Hautprobleme hat, die mutmaßlich auf einen Pilzbefall zurückgeführt werden können.
Ein Leguan wird in einem kleinen Terrarium wie Ware zum Verkauf zur Schau gestellt. Auch die Spinnen, die teilweise zu geschützten CITES-Arten zählen sind in kleinen Plastikboxen eingesperrt, in denen sie keinesfalls ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben können.
PETA stellt Anzeige beim Veterinäramt
Wir von PETA Deutschland haben die Tierschutzmissstände beim Veterinäramt Rems-Murr-Kreis angezeigt. Wir fordern, dass die Tiere umgehend in eine Unterkunft überführt werden, die ihnen gerecht wird und die Missstände in der Zoohandlung behoben werden. Wir appellieren an die Verantwortlichen, den Handel mit Tieren in Zoogeschäften zu beenden.
„Die Zustände in der Zoohandlung machen deutlich, dass hier Tiere leiden. Darunter Vögel, eingesperrt in kleinen Käfigen, Hamster im Dauerstress, kranke Papageien, artgeschützte Spinnen in Plastikboxen und ein Leguan, der in einer Zoohandlung einfach nichts zu suchen hat. Tiere sind keine Ware. Wir setzen uns dafür ein, dass den Lebewesen in der Zoohandlung schnellstmöglich geholfen wird, und fordern das zuständige Veterinäramt zum Handeln auf.“
Jana Hoger, Tierpsychologin und Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland
Zoohandel: Grausame Massenzucht von fühlenden Lebewesen
In Zoohandlungen werden fühlende Lebewesen wie Ware ausgestellt und verkauft. Kund:innen werden dazu verleitet spontan ein Tier zu kaufen – doch jeder Kauf unterstützt, dass Tiere in Massen „produziert“ und für Profit ausgebeutet werden. Es sorgt dafür, dass deutsche Tierheime überfüllt sind und dort jährlich Hunderttausende Tiere auf ein Zuhause warten.
Oftmals geben Zoohandlungen keine Auskunft darüber, woher ihre Tiere stammen. Die meisten kommen aus Massenzuchten, wo Tiere unter grausamen Zuständen „produziert“ werden. Wir haben schon 2015 Bilder aus Massenzuchtbetrieben veröffentlicht, die Tiere an Zoohandelsketten beliefern. Die Aufnahmen zeigten: Fäkalienverdreckte Käfige, tote sowie stark vernachlässigte und erkrankte Tiere. Eine weitere Veröffentlichung aus dem Jahr 2022 zeigte ähnliche Bilder: gestresste Tiere, eine Gefriertruhe gefüllt mit toten Tieren, Krankheiten, Parasiten und mangelhafte Hygiene.
Adopt don’t shop
Bitte kaufen Sie niemals Tiere in Zoohandlungen, Baumärkten, bei Züchter:innen oder ähnlichen Geschäften. Adoptieren Sie stattdessen Tiere aus Tierheimen oder dem Tierschutz und geben sie Tieren ein Zuhause, die schon lange auf eins warten.