Füchse retten! Helfen Sie mit, die Schliefenanlage in Lemgo-Voßheide zu schließen!

Update Dezember 2018

Wir haben am 30.11. über 7.000 Unterschriften an den Landrat Dr. Axel Lehmann übergeben. Vor Ort waren zudem der Lokalpolitiker Ralf Kersting (Grüne Lemgo), der über 11.000 weitere Unterschriften für die Schließung der Anlage überreichte; zudem der BUND Lippe, die Vorsitzende und andere Vertreter des örtlichen Tierschutzvereins „Unsere Hände für viele Pfoten“, Marianne Rautenberg, sowie die neugegründete Bürgerinitiative „Gegen Tierhatz“, mit der Vorsitzenden Dr. Jutta Micholka-Metsch. Vielen Dank an alle Unterzeichner der Petition. Wir werden uns weiterhin hartnäckig für die Füchse einsetzten, bis die Schliefenanlage Lemgo geschlossen wird .

Originalartikel:
Die Schliefenanlage in Voßheide, einem Ortsteil der nordrhein-westfälischen Stadt Lemgo, besteht seit 1960 und ist damit die älteste und skandalöseste ihrer Art in Deutschland. Füchse werden in dieser Anlage in kleinen Zwingern gefangen gehalten und eingesetzt, um Jagdhunde für die Baujagd auf Füchse und Dachse „scharf“ zu machen. Für die Füchse bedeutet dies ein Leben in Angst und Panik.
 

In einer sogenannten Schliefenanlage findet die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Füchsen statt. Die Anlage besteht aus einem künstlich angelegten Tunnelsystem, welches einen Fuchsbau simuliert. Ziel ist es, die Jagdhunde auf den Fuchs abzurichten, damit sie künftig auf Baujagden eingesetzt werden können. Der Fuchs verbringt in der Schliefenanlage ein Leben in Gefangenschaft und Todesangst, denn die Jagdhunde werden in dem Tunnelsystem immer wieder auf ihn gehetzt. Genau wie Schliefenanlagen sind auch Baujagden in etlichen deutschen Bundesländern noch immer völlig legal.

Schliefenanlagen in Deutschland

In anderen europäischen Ländern sind Schliefenanlagen aufgrund der Grausamkeit längst verboten. In Deutschland hingegen gibt es noch ca. 100 Schliefenanlagen, die meist abseits und unscheinbar verborgen liegen. Aktuell ist NRW dabei, das ökologische Jagdgesetz zu kippen und grausame Praktiken, wie die Baujagd und damit auch Schliefenanlagen, generell wieder einzuführen.

Schliefenanlagen sollen Jagdhunde für die Baujagd auf Füchse „raubwildscharf“ machen

Für das Jagdhunde-Training wird der Fuchs in einen durch Gitter vom Hund getrennten Kessel gesetzt, um dort von den Jagdhunden aufgespürt zu werden. Auch wenn der Fuchs laut Jägern angeblich nicht in direkten Kontakt mit dem Jagdhund kommt, lebt er in ständiger Todesangst. Für ein Wildtier bedeutet das Eingesperrtsein und die ständige Gegenwart von Menschen und Hunden erheblichen Stress. Juristen und Veterinärmediziner bestätigen die Tierschutzwidrigkeit und Grausamkeit dieser Anlage. Wie oft es zu „Unfällen“ kommt oder was mit den Füchsen geschieht, wenn sie krank oder alt werden, bleibt uns verborgen.

Fuchsjagd stoppen

Jäger benutzen Füchse lediglich als lebendige Zielscheibe, denn weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht besteht ein Grund für die massenhafte Bejagung der nützlichen Tiere. Die Regierung in Luxemburg hat bereits im April 2015 ein Verbot der Jagd auf Füchse durchgesetzt. Die Horrorszenarien der Jäger über eine Fuchsschwemme oder Krankheiten haben sich selbstverständlich nicht bewahrheitet. Als Gesundheitspolizei sind Füchse ein wichtiges Glied im Kreislauf der Natur. Ein Verbot der Fuchsjagd in Deutschland ist längst überfällig.

Was Sie tun können

Ihre Unterschrift hilft, dass in der Schliefenanlage Lemgo-Voßheide keine Füchse mehr misshandelt werden.