Lebende Schweine für chirurgischen Workshop gequält

Tierfreie Alternativen statt Thorakoskopie an lebenden Schweinen: Das akademische Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, „St. Elisabeth und St. Barbara“, bietet jedes Jahr im Oktober einen dreitägigen freiwilligen Thorakoskopiekurs, in dem bereits praktizierende Ärzte und Assistenzpersonal an narkotisierten Schweinen operieren können – für die Schweine enden die Eingriffe am Brustkorb tödlich. Schirmherr des Workshops ist die Sektion Endoskopie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.

Schweine sind keine Übungsobjekte für Chirurgen!

Bitte fordern Sie den Geschäftsführer des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara auf, keine Thorakoskopiekurse mehr mit Schweinen durchzuführen, sondern tierfreie Alternativmethoden zu nutzen.

Online Petition

Thorakoskopiekurs bitte künftig ohne Schweine

Sehr geehrter Herr Wüstner,

in den jährlich an Ihrem Krankenhaus stattfindenden Thorakoskopie-Workshops für Chirurgen wird an lebenden Schweinen operiert, für die diese Eingriffe tödlich enden. Ich bitte Sie nachdrücklich darum, auf fortschrittliche Alternativmethoden umzusteigen. Möglichkeiten hierzu bieten beispielsweise die Operation an einem nach der Thiel-Methode fixierten Leichnam oder die Arbeit mit dem Crabtree Video-Assisted Thoracoscopic Surgery Simulator. Zudem können Chirurgen anhand von Videos von thoraxchirurgischen Eingriffen oder mittels Live-Übertragung von Operationen lernen, welche Komplikationen auftreten können und wie die Heilungsprozesse aussehen.

Tierversuche sind weder ethisch noch didaktisch vertretbar. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

 

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Wir haben sowohl den in Nürnberg praktizierenden Sprecher der Sektion Endoskopie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. und den Geschäftsführer des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara angeschrieben und gebeten, diese Tierversuche einzustellen und stattdessen mit fortschrittlichen tierfreien Methoden zu lehren. Dazu gehört beispielsweise der nach der Thiel-Methode fixierte Leichnam (1). Der spezialfixierte Leichnam wurde von einer Schweizer Forschungsgruppe als die beste Übungsmethode für thorakoskopische Lehrzwecke (chirurgische Eingriffe am Brustkorb) für ausgebildete Chirurgen bezeichnet. Eine weitere Alternative zur Übung an Tieren stellt der Crabtree Video-Assisted Thoracoscopic Surgery Simulator (VATS) dar (2).  Es handelt sich um einen synthetischen Torso, der kürzlich von dem in Washington praktizierenden Mediziner Dr. Crabtree entwickelt wurde. An diesem Simulator kann mittels Videoassistenz (VATS-Methode) operiert werden. 




In seiner Antwort auf unsere Anfrage bestätigte der Geschäftsführer der Klinik, dass der spezialfixierte Leichnam eine „vertretbare Alternative“ sei. Dennoch steht bislang die Antwort aus, ob eine der beiden Methoden die Versuche an Schweinen ab 2018 ersetzen wird.


Schweine sind weder Lebensmittel noch Versuchsobjekte
Schweine sind weder Lebensmittel noch Versuchsobjekte


Was Sie tun können


Bitte unterschreiben Sie unsere Petition an den Geschäftsführer des Krankenhauses sowie an die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. und fordern Sie, dass die Versuche an lebenden Schweinen noch in diesem Jahr eingestellt werden und die Einrichtungen auf tierfreie Alternativen umsteigen.
Schweine sind schlau und neugierig
Schweine sind schlau und neugierig




Quellen:
[1] Vgl. Morand et al. (2005): Endoscopic and Thoracoscopic Training on Thiel Human Cadavers: A Model To Teach Advanced Procedures; CHEST , Ausgabe 4, S. 310; abrufbar unter: http://journal.chestnet.org/article/S0012-3692(16)50940-4/fulltext
[2] http://www.cksurgicalsimulation.com/, https://www.youtube-nocookie.com/embed/RfVkZPRMvbM