Eine deutsche Skandal-Chronik

Die Skandale um illegale Praktiken in der Tierwirtschaft häufen sich. Längst sind FipronilGammelfleisch, BSE, Antibiotikarückstände und Dioxinbelastung keine Fremdwörter mehr und lassen auch den unbekümmerten Konsumenten ins Grübeln kommen. In den heutigen Formen der Tierhaltung sind alle Prozessabläufe auf Kostensenkung und Gewinnmaximierung ausgerichtet. Die Bedürfnisse der Tiere und die Gesundheit der Verbraucher finden kaum Beachtung.

Juni 2018: Wieder Fipronil in Eiern aufgetaucht
UPDATE: Nach dem Fipronil-Skandal 2017 sind erneut tausende mit dem Insektengift belastete Eier aus den Niederlanden in den Einzelhandel gelangt. Untersuchungen ergaben eine Belastung von 73.000 Eiern. Der neue Fund ist eine Spätfolge des Skandals von 2017. Den Code der belasteten Eier sowie weitere Informationen finden Sie hier.

Auch wenn das Insektizid nicht mehr eingesetzt wird, finden sich noch immer Verunreinigungen im Boden, über die der Stoff in die Eier gelangt. Die Werte des Giftes sind vergleichsweise niedriger als zum Höhepunkt des Skandals im Jahr 2017.

2017 waren Millionen Eier vom Markt genommen und Legehennenbetriebe gesperrt worden. Die zuständigen Behörden informierten spät und unzureichend über den Vorfall. Das Ausmaß des Skandals wurde nur nach und nach bekannt gegeben.

Mai 2018: E.Coli in Käse
Die Fromagerie Chabert aus der Schweiz ruft den Reblochon de Savoie au lait cru 450 g wegen einer möglichen Kontamination mit toxinbildenden Escherichia coli zurück. Ein Verzehr des belasteten Käses kann gesundheitliche Folgen haben. Es können Magen-Darm-Entzündungen mit blutigem Durchfall und Fieber auftreten. Insbesondere bei Kleinkindern und immungeschwächten Personen könnten Nierenkomplikationen auftreten. Weitere Informationen finden Sie im Aushang des Herstellers.

Mai 2018: Shigatoxin-produzierende Escherichia coli (EHEC) in Käse
Aufgrund bestehender Gesundheitsgefahr ruft Les Fromageries Occitanes den Roquefort 1,4 kg zurück, da bei dem Artikel EHEC nachgewiesen wurde. Der Käse wurde an Käsetheken verkauft. Eine Erkrankung äußert sich meist innerhalb einer Woche mit Durchfall und Bauchkrämpfen. Für Risikogruppen, wie ältere oder immungeschwächte Personen sowie Säuglinge und Schwangere, stellt eine Infektion ein erhöhtes Risiko dar. Es kann zu schweren Krankheitsverläufen mit blutigen Durchfällen und akutem Nierenversagen kommen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

April 2018: Rückruf von falsch deklariertem Fleisch bei Lidl
Lidl ruft die „chef select Hähnchenbrust-Filetstücke Sweet-Chili, 150g“ der Charge CH 9101006 und dem Identitätskennzeichen DE NI 10045 EG zurück. Die Ware wurde mit dem falschen Mindesthaltbarkeitsdatum ausgezeichnet. Statt des 30. April 2018 sind die Produkte mit dem 30. Mai 2018 gekennzeichnet. Bei abgelaufenem Fleisch droht eine sogenannte Fleischvergiftung, wenn das Produkt nicht durchgegart wird. Da die „Hähnchenbrust-Filetstücke“ vorgegart sind, erhöht sich das Risiko des Verzehrs für Kunden. Weitere Informationen finden Sie hier und hier.

April 2018: Salmonellen in Eiern der Inter-Ovo GmbH
Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die INTER-OVO GmbH Eier aus Freilandhaltung zurück. Die Eier mit der Stempelnummer 1-DE-0353974 wurden in Filialen von Norma, REWE, Netto Marken-Discount, Penny und EDEKA verkauft und vorsorglich aus dem Handel genommen. Vom Verzehr wird abgeraten. Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Salmonellen belastet sind, kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten. Weitere Informationen zu den betroffenen Produkten finden Sie hier und hier.

April 2018: Escheria coli in Käse der Fromagerie Gaugry
Die Fromagerie Gaugry ruft die Käsesorten „Petit Gaugry“, verschiedene Sorten „Epoisses AOP“ und „Ami du Chambertin Gaugry“ aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes zurück. Der belastete Käse kann bei Verzehr zu fieberhaften Magen-Darmstörungen, Blutungen und insbesondere bei Kindern zu schweren Nierenkomplikationen führen. Weitere Informationen zu den Produkten finden Sie hier.

April 2018: Listerien in Weichkäse
Die „Société fromagère de la Brie“ ruft den Rohmilch-Weichkäse „Le Coulommieres 45% mg“ wegen eines Nachweises von Listeria monocytogenes zurück. Listerien sind Bakterien, die schwere Magen-Darm-Erkrankungen und grippeähnliche Symptome hervorrufen können. Bei anfälligen Personengruppen wie Kindern, Schwangeren, älteren Menschen und immungeschwächten Personen kann dies schwere Krankheitsverläufe zur Folge haben. Genaue Angaben zu den Produkten finden Sie hier.

April 2018: Salmonellen in Geflügelsalami
Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die Zur Mühle GmbH die Salamiprodukte „Wilhelm Brandenburg - Geflügelsalami Sticks mit Pflanzenfett, luftgetrocknet, mit Edelschimmel, 90 g“ sowie „Marten Salametti Minisalamis-Geflügel, 100 g“ zurück. In Laborkontrollen wurden vereinzelt Salmonellen festgestellt. Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Salmonella-Bakterien belastet sind, kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten. Details zu den Produkten erfahren Sie hier und hier.

April 2018: Escherichia coli in Camembert
Das französische Unternehmen Fromagerie du Plessis hat aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes seinen Camembert de Normandie wegen eines Nachweises von Kolibakterien zurückgerufen. Eine Erkrankung mit dem Erreger kann zu starker Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen bis hin zu Durchfall führen. Bei Kindern besteht zudem die Gefahr von schweren Nierenkomplikationen. Weitere Informationen können hier abgerufen werden.

Februar 2018: Norovirus in Austern
Das Unternehmen CULTINER FRANCE – Moule D’Armor führt einen Rückruf von Austern aufgrund eines Nachweises von Noroviren durch. Eine Lebensmittelvergiftung durch den Norovirus äußert sich durch schwere Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen, Übelkeit und Durchfall begleitet von Fieber. Besonders Kleinkinder, ältere Personen und Personen mit Immunschwäche sind erheblich gefährdet. Der Hersteller informiert in einer Pressemitteilung über betroffene Chargen und Produktnummern. Austern sind eine häufige Infektionsquelle für Norovioren und gelten im Allgemeinen als Reservoir für menschliche Norovirenstämme.

Februar 2018: C.Coli auf Eiern 
Aufgrund einer Campylobacter-Bakterienkontamination (C.Coli) auf der Außenschale von Eiern aus Bodenhaltung ruft der Geflügelhof Ertl Eier zurück. Die Produkte wurden von Rewe- und Edeka-Filialen in Ober- und Niederbayern sowie in der Oberpfalz verkauft. C.Coli-Infektionen führen vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu sehr schweren Magen-Darm-Erkrankungen mit Durchfall, Fieber und Bauchschmerzen. Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Herstellers und hier.

Januar 2018: Großer Milchskandal in Frankreich
Mitte Januar sorgte ein großer Skandal in Frankreich für Schlagzeilen. In 83 Ländern wurden mehr als zwölf Millionen Packungen Baby-Milchprodukte aufgrund einer Salmonellenbelastung zurückgerufen. Bereits im Dezember rief der Molkereikonzern Lactalis wegen Salmonellengefahr weltweit Produkte zurück, nachdem 20 Babys im Alter unter sechs Monaten erkrankt waren. Deutschland sei nicht betroffen gewesen. Im Januar erhöhte sich die Zahl der erkrankten Babys auf 35. Ursache soll eine Verunreinigung einer Trocknungsanlage in Craon sein, die nun gereinigt und desinfiziert wurde.
Obwohl Lactalis seit Ende 2016 nicht mehr für Rossmann produziert schloss sich die Drogeriekette am 20.01.2018 vorbeugend dem Rückruf an. Kunden sollten die „Babydream“-Milchnahrungsprodukte mit dem Hinweis „Hergestellt in der EU“ nicht mehr verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Januar 2018: Teewurst mit Salmonellen belastet
In der Delikatess Teewurst 125 g der Westfälischen Fleischwarenfabrik Stockmeyer GmbH wurden im Rahmen amtlicher Untersuchungen Salmonellen nachgewiesen. Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes wird die Chargennummer L87 HXS mit Mindesthaltbarkeitsdatum 08.02.2018 zurückgerufen, andere Produkte seien nicht betroffen. Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Salmonellen belastet sind, kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten. Weitere Informationen finden Sie hier und auf der Seite des Herstellers.

Januar 2018: Listerien in Hähnchenprodukten
Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die Zur Mühlen Markenvertriebs GmbH & Co. KG mehrere Hähnchen-Produkte zurück. Im Rahmen einer Qualitätskontrolle konnten vereinzelt Belastungen mit Listerien festgestellt werden. Betroffen sind verschiedene Produkte der Marken Güldenhof, Snack Time, Böklunder, Gutfried, penny to go und Redlefsen. Listerien sind Bakterien, die schwere Magen-Darm-Erkrankungen und grippeähnliche Symptome hervorrufen können. Bei anfälligen Personengruppen wie Kindern, Schwangeren, älteren Menschen und immungeschwächten Personen kann dies schwere Krankheitsverläufe zur Folge haben. Genaue Angaben zu den Produkten finden Sie hier und hier.

Dezember 2017: Rückruf von „ja! King Prawns“-Garnelen wegen Antibiotikarückständen
Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft REWE das Produkt „ja! Kings Prawns Garnelen 225g TK“ mit Mindesthaltbarkeitsdatum 14.04.2019 zurück. In einzelnen Proben wurden Ruckstände eines Antibiotikums gefunden, es wird vom Verzehr abgeraten. Weitere Informationen zum Rückruf finden Sie hier. Für ein schnelles Wachstum der Garnelen und zur Bekämpfung von Krankheiten werden in der Garnelenzucht Antibiotika verabreicht. Diese können als Rückstände in den toten Tieren verbleiben und zu Antibiotikaresistenzen führen. Weitere Informationen zu Garnelen finden Sie hier.

November 2017: Erneut Listerien in Cheddar-Käse
Erneut ruft „The Little Milk Company“ vorsorglich vier Käseprodukte aufgrund eines Verdachts auf Listerien zurück. Betroffen sind die Produkte Irischer Bio Cheddar Mild, Irischer Bio Cheddar Mild red, Irischer Bio Cheddar Vintage und Irischer Bio Brewers Gold. Betroffen sind alle Mindesthaltbarkeitsdaten. Bereits im Oktober 2017 rief das Unternehmen Cheddar-Käse wegen eines möglichen Listerienbefalls zurück. Listerien können eine Infektionskrankheit, die Listeriose, auslösen. Diese führt meist zu grippeähnlichen Symptomen und Magen-Darm-Beschwerden. Insbesondere die Gesundheit von Schwangeren, kleineren Kindern und Immungeschwächten ist gefährdet.

November 2017: Zwiebelmettwurst mit E. coli belastet
Die Franken-Gut Fleischwaren GmbH ruft im Rahmen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ihre Zwiebelmettwurst mit der Chargennummer 311 zurück. Im Rahmen einer Kontrolle wurden verotoxinbildende E. coli nachgewiesen. Eine Infektion mit E. coli äußert sich innerhalb einer Woche mit Durchfall und Bauchkrämpfen. Insbesondere bei Säuglingen, Kleinkindern, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann ein schwerer Krankheitsverlauf mit blutigem Durchfall auftreten. In besonders schweren Fällen kann es zu Nierenversagen kommen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Oktober 2017: Update Fipronil: Deutsche und niederländische Behörden blockieren Veröffentlichung über belastete Eier.
Die Nachwirkungen des Fipronil-Skandals vom Sommer 2017 halten noch immer an. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) beantragte die Herausgabe der Meldungen und Zahlen aus dem europäischen Schnellwarnsystem RASFF. Deutschland und die Niederlande verweigerten die Herausgabe jedoch aus ermittlungstaktischen Gründen bzw. zum Schutz der meldenden Unternehmen. Angesichts dieser Blockade ist weiterhin fraglich, wie viele Eier in Umlauf gekommen und verarbeitet worden sind. Nach Bekanntwerden des Skandals wurden belastete Produkte aus Deutschland in Osteuropa aus dem Verkehr gezogen. Die Blockade der Behörden dient nicht dem Schutz der Bürger, sondern verschleiert das wahre Ausmaß des systembedingten Fipronil-Skandals.

Oktober 2017: Weiterhin Salmonellen in Salami
Nachdem in der „Salami Piccolini Mediterran“ der Hans Kupfer & Sohn GmbH & Co. KG Salmonellen festgestellt wurden, erweitert das Unternehmen den Rückruf vom September 2017 im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes auf alle Artikel gleicher Bezeichnung. Salmonelleninfektionen können zu Unwohlsein, Durchfall, Erbrechen und Fieber führen. Vor allem immungeschwächte Menschen, Kinder und ältere Menschen können an einem schwereren Krankheitsverlauf leiden. Weitere Informationen finden Sie in der offiziellen Pressemitteilung des Unternehmens.

Oktober 2017: Listerien in Cheddar-Käse
Aufgrund eines möglichen Listerienbefalls ruft „The Little Milk Company“ ihren in Bayern vertriebenen Irish Cheddar zurück. Listerien können auch längere Zeit nach dem Verzehr betroffener Produkte neben Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auch grippeähnliche Symptome auslösen. Insbesondere die Gesundheit von Schwangeren, kleineren Kindern und Immungeschwächten ist gefährdet. Weitere Informationen finden Sie in der offiziellen Mitteilung des Unternehmens (englisch).

Oktober 2017: Rohmilchkäse wegen Salmonellen zurückgerufen
Wegen eines möglichen Salmonellen-Befalls ruft der Hersteller Société Capt et fils seinen Rohmilchkäse „Reblochon de Savoie AOP“ zurück. Die betroffene Ware soll entsorgt werden. Diese Bakterien können schwere Magen-Darm-Erkrankungen hervorrufen. Weitere Informationen des Herstellers finden Sie hier.

September 2017: Erneut Salmonellen in Salami
Die Firma Hans Kupfer & Sohn GmbH & Co. KG ruft ihre „Salami Piccolini Mediterran“ vorsorglich zurück, nachdem in einer Packung Salmonellen festgestellt wurden. Salmonelleninfektionen führen vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu sehr schweren Magen-Darm-Erkrankungen mit Unwohlsein, Durchfall, eventuellem Erbrechen und Fieber. Weitere Informationen finden Sie in der offiziellen Pressemitteilung des Unternehmens.

September 2017: Salmonellen in Eiern 
Aus Gründen des vorsorglichen Verbraucherschutzes ruft die Firma Eifrisch Eier mit Mindesthaltbarkeitsdatum bis 12. Oktober 2017 des Lieferanten Parey aufgrund des Verdachts einer Salmonellenkontamination zurück. Die Eier werden in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Bayern über den Lebensmitteleinzelhandel vermarktet. Ein Verzehr der belasteten Eier kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten. Weitere Informationen finden Sie hier.

September 2017: Listerien in Lyoner Wurst
Wegen des Nachweises von Listeria monocytogenes in dem Produkt „Lyoner, in Streifen geschnitten“ in 300-Gramm- und 1-Kilo-Packungen ruft die Otto Nocker GmbH dieses Produkt vorsorglich zurück. Eine Infektion mit Listerien kann harmlos verlaufen und sich lediglich mit Fieber und Kopfschmerzen äußern. Kinder und immungeschwächte Personen können jedoch auch schwer erkranken. Schwere Formen einer Infektion umfassen Blutvergiftungen oder Hirnhautentzündungen. Bei Schwangeren besteht zwar lediglich die Gefahr einer leichten Erkrankung der werdenden Mutter, aber eine erhöhte Infektionsgefahr für das Kind sowie ein erhöhtes Risiko für eine Früh- oder Totgeburt. Weitere Informationen des Herstellers finden Sie hier und hier.

September 2017: Staphylokokken in Gourmet-Rohschinken
Der Erzeuger Schwarz Cranz ruft vorsorglich sein Produkt „Fettreduzierter Gourmet Rohschinken in Scheiben 175g“ wegen einer Staphylokokken-Verunreinigung zurück. Die Verunreinigung wurde bei einer einzelnen Probe nachgewiesen. Staphylokokken geben sogenannte Enterotoxine ab. Eine Vergiftung mit Staphylokokken-Enterotoxinen kann zu Magenkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Weitere Informationen finden Sie hier.

September 2017: Ausmaß des Fipronil-Skandals noch immer nicht absehbar
Mittlerweile sind 45 Länder vom Ausmaß des Fipronil-Skandals betroffen. In der Europäischen Union sind bislang nur in Kroatien und Litauen keine belasteten Eier nachgewiesen worden. 26 EU-Staaten sowie 19 weitere, darunter Russland, die USA und die Türkei, meldeten belastete Produkte

August 2017: Verdacht auf Escherichia coli in französischem Weichkäse
Weichkäse des französischen Herstellers Monts de Joux und dessen Inverkehrbringer FROMI GmbH wurde wegen des Verdachts auf Kontamination mit Escherichia coli 026:H11 vorsorglich zurückgerufen. Der Weichkäse mit dem Namen Morbier coque – Morbier Tradition wird als SB-Ware und Thekenware verkauft. Eine Infektion mit E. coli 026:H11 kann innerhalb weniger Tage zu teils fieberhaften Magen-Darm-Störungen, möglicherweise mit Blutungen, führen. Bei Kindern besteht zudem die Gefahr von schweren Nierenkomplikationen. Weitere Informationen zum betroffenen Produkt finden Sie hier.
 
August 2017: Verschiedene Sorten Ziegenrohmilchkäse zurückgerufen
Wegen des Verdachts der Belastung mit Listerien (Listeria monocytogenes) hat der französische Hersteller Gaec Caperan gleich 12 Sorten Ziegenrohmilchkäse zurückgerufen. Listerien können die sogenannte Listeriose auslösen. Diese verläuft im besten Fall mit grippeähnlichen Symptomen oder Magen-Darm-Beschwerden, kann aber für Menschen mit einem schwachen oder noch nicht ausgeprägten Immunsystem lebensbedrohlich sein. Genaueres zu den betroffenen Produkten erfahren Sie hier und hier.
 
August 2017: Der Fipronil-Skandal zieht weitere Kreise
Nach Aussagen der Bundesregierung sind die Ausmaße des Fipronil-Skandals in Deutschland unklar. Es kann keine verlässliche Auskunft über die Zahl der betroffenen Eier geben, da die Warenströme schnell und komplex seien. Unter anderem ist Anfang des Monats in Bulgarien eine Lieferung mit 500 Kilogramm belastetem Eipulver aus Deutschland sichergestellt worden. Ende des Monats wurde eine weitere Lieferung, aus der Mayonnaise und Eiscreme hergestellt werden sollte, beschlagnahmt. Auch in der Slowakei tauchten in Deutschland verarbeitete Produkte aus niederländischen Eiern auf.
Insgesamt wurden in 15 EU-Ländern, der Schweiz und Hongkong mit Fipronil belastete Eier oder daraus hergestellte Lebensmittel entdeckt.
Des Weiteren berichten Medien, dass der Skandal bereit bis mindestens in den September 2016 zurückreicht. 

August 2017: Fipronil-Skandal weitet sich aus – verarbeitete Produkte sind ebenfalls betroffen
Während die Zahl der belasteten Eier, die aus den Niederlanden nach Deutschland gelangten, steigt, wird auch in den ersten verarbeiteten Produkten Fipronil nachgewiesen. So ruft die Neue MAYO Feinkost GmbH aus Lübeck verschiedene Fertigsalate zurück. Bei der Herstellung der betroffenen Produkte waren mit Fipronil belastete Eier verwendet worden. Um welche Produkte es sich handelt, erfahren Verbraucher u. a. hier und in der Presseerklärung des Unternehmens. Die Salatprodukte wurden in mehreren Bundesländern vertrieben.
In einer Fabrik für Backmischungen in Nordrhein-Westfalen wurde ein ebenfalls mit Fipronil belastetes Volleipulver eines niedersächsischen Lieferanten gefunden. Bei dem betroffenen Backmittelhersteller handelt es sich laut wa.de um die UNIFERM GmbH & Co. KG. Medienberichten zufolge war das Volleipulver bereits in Backmischungen verarbeitet worden, die jedoch noch nicht in den Handel gelangt waren.
Laut einer dpa-Meldung wurde in Ungarn aus Deutschland kommende, mit Fipronil belastete Tiefkühlware sichergestellt. Bei dem betroffenen Produkt handelt es sich um tiefgekühlte Pfannkuchenmasse.

August 2017: Schon wieder Eier zurückgerufen: Salmonellen auch bei Eiern
Bei Eiern aus Bodenhaltung des Regensburger Vertreibers Avitalis GmbH wurde im Rahmen einer Untersuchung das Bakterium Salmonella entertidis nachgewiesen. Das Unternehmen rief die Eier mit der Printnummer 2-DE-0358851 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 4. August bis 16. August zurück. Eine durch Salmonellen ausgelöste Infektion kann zu Magen-Darm-Erkrankungen mit Fieber führen. Bei Kindern, Senioren oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können diese Erkrankungen allerdings einen schweren Verlauf annehmen. Weiter Informationen finden Sie hier und hier.

August 2017: Katenschinken von Netto mit Salmonellen belastet
In Katenschinken der Gelderland Frischwarengesellschaft mbH mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 01.09.2017 und 08.09.2017 wurden im Rahmen einer Eigenkontrolle Salmonellen nachgewiesen. Betroffen ist die Chargennummer 419941. Die Waren, die beim Netto Marken-Discount angeboten werden, wurden vorsorglich aus dem Handel genommen. Salmonellen verursachen Durchfallerkrankungen, die bei Risikogruppen wie Kleinkindern und Senioren gravierende Folgen haben können. Nähere Informationen zum Produkt finden Sie beim Produzenten und hier.

Juli/August 2017: Millionen Eier mit Biozid belastet.
Mehrere Millionen Eier aus den Niederlanden mussten aufgrund einer Belastung mit dem Insektizid Fipronil zurückgerufen werden. 2,2 Millionen der belasteten Eier sollen in den Handel in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gelangt sein. Auch Bio-Eier waren belastet. Die niederländische Lebensmittelkontrollbehörde empfiehlt, vorerst keine Eier mehr zu essen, bis alle 180 gesperrten Betriebe kontrolliert wurden.

Fibronil ist ein Kontaktgift mit schneller und lang anhaltender Wirkung. Es wird zur Bekämpfung von Flöhen, Läusen, Schaben, Zecken und Milben eingesetzt und ist für die Anwendung bei „Lebensmittel liefernden Tieren“ verboten. Allerdings wurde der Wirkstoff in Reinigungsmitteln für die Stallreinigung eingesetzt. Über Haut und Gefieder nehmen die Hennen das Insektizid auf. Rückstände davon befinden sich später in Eiern und dem Fleisch der Tiere. Dieses Reinigungsmittel wurde laut Presseberichten vermutlich auch in deutschen Betrieben eingesetzt. In höheren Dosen kann Fipronil bei Menschen Haut und Augen reizen sowie Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen bis hin zu Schäden an Leber, Schilddrüsen und Nieren verursachen. Das Bundesamt für Risikobewertung warnt vor erhöhten Risiken bei Kindern.

UPDATE: Der Skandal weitet sich aus: Inzwischen wird von 12 betroffenen Bundesländern ausgegangen. Als Reaktion darauf haben die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd den Verkauf von Eiern eingestellt. Der grüne Landwirtschaftsminister aus Niedersachen, Christian Meyer, fordert regelmäßige Proben, um die Belastung mit Fipronil zu überprüfen. Bereits am Mittwoch sagte er: „Bei diesem toxischen Stoff gilt die Nulltoleranz. Er hat in Lebensmitteln nichts zu suchen. “Auch verarbeitete Produkte wie Nudeln, Mayonnaise und Backwaren könnten betroffen sein. „[…]man muss dem nachgehen. Wenn es eine hohe Belastung gibt, besteht möglicherweise auch hier eine Gesundheitsgefahr“, so der Minister.

Juli 2017: Auch Frühstücksmettwurst mit Salmonellen belastet
In der traditionellen Heidemetzger Frühstücksmettwurst der Gmyrek Fleisch- und Wurstwaren GmBH & Co KG wurden im Rahmen einer Kontrolle Salmonellen in einer getesteten Probe nachgewiesen. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft das Unternehmen das Produkt „Heidemetzger Frühstücksmettwurst nach Art einer Zwiebelmettwurst“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 25.07.2017 zurück. Salmonelleninfektionen führen vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu sehr schweren Magen-Darm-Erkrankungen. Weitere Informationen entnehmen Sie der Pressemitteilung.

Juli 2017: Salmonellen-Salami
In einer Produktprobe Bauernsalami im Ring der Fleischerei Schmidt und Sohn GmbH wurden Salmonellen (Salmonella Livingstone) nachgewiesen. Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft das Unternehmen dieses Produkt zurück. Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Salmonella-Bakterien belastet sind, kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Juni 2017: Erneut E.-coli-Keime bei Rohmilchkäse
Der Hersteller B. Cordier ruft den aus Rohmilch hergestellten Schafskäse Brebis Fermier wegen Nachweis von gesundheitsgefährdenden Bakterien, den sogenannten Verotoxin produzierenden E. coli (VTEC), zurück. Dieser wurde auf einem regionalen Markt als lose Ware verkauft. VTEC können bei Verzehr gesundheitliche Beschwerden wie Magen-Darm-Entzündungen hervorrufen.

Juni 2017: Zweimal Salmonellen in Fleischprodukten
Im Rahmen von Eigenkontrollen wurden in „Salami Sticks“ der Marken „Jeden Tag“, „GUT&GÜNSTIG“, „Jean Luc“ und „Gut Bartenhof“ Salmonellen nachgewiesen. Die verarbeitende Firma Mar-Ko Fleischwaren GmbH & Co. KG rief diese Produkte vorsorglich zurück. Weitere Informationen finden Sie hier. Auch in gewürfeltem Katenschinken der Marke „Gut Bartenhof“, produziert von der Firma Hermann Wein GmbH & Co. KG, konnten im Rahmen einer Eigenkontrolle Salmonellen nachgewiesen werden. Die betroffene Charge wurde vorsorglich zurückgerufen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Salmonella-Bakterien belastet sind, kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten.

Juni 2017: Shigatoxin bildende E. coli in Rohmilchkäse
Anlässlich einer Kontrolle wurden in dem seit Anfang Mai abverkauften „Coulommiers au lait cru“ Escherichia coli nachgewiesen. Verbraucher wurden dazu aufgefordert, dieses bereits gekaufte Produkt nicht mehr zu verzehren. Eine Erkrankung mit dem Erreger kann innerhalb einer Woche zu starker Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen bis hin zu Durchfall führen. Bei Kindern besteht zudem die Gefahr von schweren Nierenkomplikationen. Personen mit diesen Symptomen wurden aufgefordert, einen Arzt zu aufsuchen.

Mai 2017: Colibakterium in Trockenwurst
Die Fleischerei Grund ruft vorbeugend eine Charge ihrer Wildknacker zurück. Bei einer Probe wurden Shigatoxin bildende Escherichia coli (STEC) nachgewiesen. Eine Erkrankung mit dem Erreger kann zu starker Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen bis hin zu Durchfall führen. Bei Kindern besteht zudem die Gefahr von schweren Nierenkomplikationen. Näheres erfahren Verbraucher hier.

Mai 2017: Rückruf von Teewurst – Listerien in Stichprobe festgestellt
In einer Stichprobe der losen Teewurst des Landschlachthofs Mühlberg GmbH & Co. KG wurden Listerien nachgewiesen. Vorbeugend rief der Hersteller daher die gesamte Charge zurück. Listerien (Listeria monocytogenes) sind Bakterien, die schwere Magen-Darm-Erkrankungen und grippeähnliche Symptome hervorrufen können. Bei anfälligen Personengruppen wie Kindern, Schwangeren, älteren Menschen und immungeschwächten Personen kann dies schwere Krankheitsverläufe zur Folge haben.

Mai 2017: Gefährlicher Giftstoff in Trockenfisch
Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz warnt vor Trockenfisch mit der Produktbezeichnung „Plötze ausgenommen, getrocknet und gesalzen“. Nachdem ein Patient mit den Symptomen einer Botulismusvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurde, konnten im Trockenfisch das Bakterium Clostridium botulinum und Neurotoxin E nachgewiesen werden. Der Verzehr des Trockenfischs kann zur lebensbedrohlichen Botulismusvergiftung führen. Diese führt zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen, Durchfall und Lähmungserscheinungen. Die Lähmungserscheinungen betreffen zunächst Augen und Sehvermögen, führen zu Sprechstörungen und Atemnot. Eine Botulismusvergiftung muss dringend behandelt werden, da sie sonst zum Tod führen kann.

April 2017: Listerien in halbfestem Schnittkäse der Erzabtei St. Ottilien in Bayern
Bei einer freiwilligen Kontrolle der Erzabtei St. Ottilien konnten Listeria monocytogenes nachgewiesen werden. Alle Sorten halbfester Schnittkäse wurden als Vorsichtsmaßnahme zurückgerufen. Eine Infektion mit Listerien kann zu Fieber und/oder Kopfschmerzen führen. Zwischen dem Verzehr kontaminierter Produkte und dem Ausbruch der Krankheit können bis zu acht Wochen vergehen. Dies kann bei Kindern, immungeschwächten Personen, Schwangeren und älteren Menschen verstärkt auftreten und bis hin zur Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung führen. Näheres zu den Produkten kann hier nachgelesen werden.

März 2017: Escherichia coli belasteter Scheibenkäse
Die Lactalis Deutschland GmbH ruft ihren Roquefort Société Scheibenkäse wegen eines E. coli Nachweises in einer Probe zurück. Eine Infektion mit E. coli kann innerhalb weniger Tage zu teils von Fieber begleiteten Magen-Darm-Störungen – möglicherweise mit Blutungen – führen. Vertrieben wurde der Käse bei Netto Marken-Discount, der dazu eine Mitteilung veröffentlichte.

März 2017: Salmonellen auf Eiern
Aufgrund einer Salmonellenkontamination auf der Außenschale von Eiern aus Bodenhaltung ruft die Hühnerhof Heidegold GmbH Eier zurück. Diese wurden von Netto Marken-Discount in Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein vertrieben sowie an weiterverarbeitende Hersteller verkauft. Die Eier wurden umgehend zurückgerufen. Salmonelleninfektionen führen vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu sehr schweren Magen-Darm-Erkrankungen.

März 2017: Gammelfleischskandal in Brasilien
Das Land mit den höchsten Fleischexporten weltweit sorgt für einen neuen Skandal. Fleisch, das nicht mehr für den Verkauf bestimmt war, wurde mit noch haltbarem Fleisch gemischt, Schweinsköpfe zu Wurst verarbeitet, Fleisch mit Chemikalien wieder ansehnlicher gemacht und Hühnchenfleisch mit gemahlener Pappe gestreckt. Teilweise wurden die Produkte nach Europa – auch nach Deutschland – exportiert. Die EU verhängte ein Importstopp für in Brasilien betroffene Betriebe.

März 2017: Kaufland ruft Königsberger Klopse zurück
Nach internen Qualitätskontrollen wurden in einzelnen Packungen der Königsberger Klopse der Eigenmarke K-Classic Salmonellen nachgewiesen. Salmonelleninfektionen können zu Unwohlsein, Durchfall, Erbrechen und Fieber führen. Vor allem immungeschwächte Menschen, Kinder und ältere Menschen können an einem schwereren Krankheitsverlauf leiden.

Februar 2017: Weiterer Rückruf bei LIDL – Bakterienkontamination von haltbarer Vollmilch
Nachdem bei Eigenuntersuchungen des Herstellers der Erreger Bacillus cereus nachgewiesen wurde, ruft LIDL in mehreren Bundesländern das Produkt „Milbona Haltbare Vollmilch 3,5 % Fett, 1 l“ zurück. Das gefundene Bakterium produziert zwei verschiedene Toxine (Giftstoffe) und ruft damit Lebensmittelvergiftungen hervor. Je nachdem, welches Toxin ausgeschüttet wird, leiden Erkrankte unter Erbrechen oder krampfartigen Bauchschmerzen mit Durchfall. Auch schwerere Krankheitsverläufe wurden schon beobachtet. Weitere Details können u. a. Presseberichten und dem Statement des Herstellers entnommen werden.
 
Januar 2017: Rückruf von milchhaltigem Brotaufstrich
Der Hersteller Smaak & Co B.V. ruft verschiedene Sorten des Produktes „Meine Käserei Brotaufstrich“ zurück. Zuvor waren in einer Sorte Listeria monocytogenes nachgewiesen worden. Die betroffenen Produkte wurden hierzulande in mehreren Bundesländern von LIDL Deutschland verkauft.
Listerien dieses Typs können zu schweren Magen-Darm-Erkrankungen und Symptomen führen, die einem grippalen Infekt ähneln. Bei anfälligen Personengruppen kann dies auch schwere Krankheitsverläufe zur Folge haben. Nähere Informationen finden Verbraucher auf dem Filialplakat, das auf Lebensmittelwarnung.de veröffentlicht wurde.

Januar 2017: Rückruf von Mettwurst
Wegen des Verdachts einer Salmonellen-Kontamination ruft die JUMA GmbH das Produkt „Ostermeier Puten-Zwiebel-Mettwurst“ zurück. Angeboten wurde die Wurst regional bei Netto Marken-Discount. Weiterführende Informationen auf der Seite des Unternehmens.

Januar 2017: Erneut Salmonellen in Würstchen
Die Ager GmbH muss innerhalb von zwei Monaten erneut Würste wegen der Kontamination mit verotoxinbildenden E.coli zurückrufen. Betroffen ist das Produkt „Hirschlandjäger – gereifte Rohwurst“, das als gesundheitsschädlich eingestuft wurde. Eine Erkrankung mit dem Erreger kann zu starker Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen bis hin zu Durchfall führen. Weitere Informationen können einer Pressemitteilung entnommen werden.
 
Auch Mozzarella hatte schon seinen Skandal.
Auch Mozzarella hatte schon seinen Skandal.
 

Dezember 2016: Rückruf von Rohmilchkäse wegen Listerien-Kontamination
Die französische Firma „Le Fédou – Fromagerie de Hyelzas“ ruft erneut verschiedene Käseprodukte aufgrund der Kontamination mit Bakterien zurück. Bei gleich 12 Sorten besteht der Verdacht auf einen Befall mit Listeria monocytogenes. Eine Infektion kann zu Fieber und/oder Kopfschmerzen führen. Zwischen dem Verzehr kontaminierter Produkte und dem Ausbruch der Krankheit können bis zu acht Wochen vergehen. Kann bei Kindern, immungeschwächten Personen, Schwangeren und älteren Menschen verstärkt auftreten und bis hin zur Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung führen. Näheres zu den Produkten kann hier nachgelesen werden.
 
Dezember 2016: Rohwurst mit E.coli

Das Unternehmen Ager GmbH Wurst- und Fleischerzeugnisse mit Sitz in Söll in Tirol ruft mehrere Chargen seines Produkt „Hirschboxl - gereifte Rohwurst“ zurück. Grund hierfür ist eine Verunreinigung mit E.coli-Bakterien, die Vera- bzw. Shigatoxine bilden. Eine Erkrankung mit dem Erreger kann zu starker Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen bis hin zu Durchfall führen. Näheres erfahren Verbraucher hier.
 
Oktober 2016: Großer Rückruf von Eiern
Infolge nachgewiesener Salmonellen Serovar Enteritidis durch das Gesundheitsamt ruft der Brandlhof aus Garching an der Alz Eier aus Boden- und Freilandhaltung zurück. Die Eier waren u. a. bei EDEKA und Rewe verkauft worden. Salmonellen-Infektionen führen vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu sehr schweren Magen-Darm-Erkrankungen. In welchen Bundesländern die betroffenen Produkte verkauft wurden, erfahren Sie u. a. in einem Bericht der PNP.
 
Oktober 2016: Salmonellen in Würstchen
Die Firma Gmyrek Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG ruft das Produkt „Harzer Schinkenwürstchen“ der Marke Goldkrone zurück, die in bestimmten Regionen bei ALDI Nord verkauft werden. Bei internen Kontrollen waren Salmonellen nachgewiesen worden. Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Salmonella-Bakterien belastet sind, kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten. Details zu den Produkten erfahren Sie unter hier.
 
September 2016: Lebensmittel-Keim in Milch
Die Hochwald Foods GmbH ruft H-Milch-Produkte aufgrund einer Unsterilität bei der Produktion zurück. Beim nachgewiesenen Keim handelt es sich um den Bazillus cereu. Im besten Fall führt dieser nur zum „Umkippen“ der Milch. Im schlechtesten Fall bildet das Bakterium sogenannte Toxien. Diese können zu Erbrechen, Durchfall und Magenkrämpfen führen. Die Produkte wurden u. a. als Eigenmarken bei PENNY, Kaufland, LIDL, ALDI und EDEKA verkauft. Die betroffenen Produkte waren nach Einschätzungen von Gutachtern und der Hochwald Foods GmbH nicht für den Verzehr geeignet. Weitere Informationen zum Fall finden Sie auf der Website des Unternehmens.
 
August 2016: Erneut Rückrufaktion bei Eiern
Nach dem Fall der Firma Bayern-Ei ruft auch die Axvitalis GmbH rund 100.000 „Frische Eier aus Freilandhaltung“ zurück. Auf der Schale einiger untersuchten Eier waren Campylobacter-Bakterien nachgewiesen worden. Die Eier waren u. a. über Aldi Süd und Netto in Teilen Süddeutschlands verkauft worden. Campylobacter-Bakterien können ansteckende Brech-Durchfall-Erkrankungen hervorrufen. Diese sind besonders für Kleinkinder und Menschen mit eingeschränkter Immunabwehr gefährlich. Nähere Informationen zum Vertrieb der Eier finden Sie hier und in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung.
 
August 2016: E.coli in Rohmilchkäse
Die Firma „SOCIETE FROMAGERIE D’ANJOUIN 36210 ANJOUIN – FRANCE“ ruft Rohmilchkäse wegen des Verdachts auf Escherichia coli zurück. Eine Infektion mit E. coli kann innerhalb weniger Tage zu teils fieberhaften Magen-Darm-Störungen, möglicherweise mit Blutungen, führen. Bei Kindern besteht zudem die Gefahr von schweren Nierenkomplikationen. Weitere Informationen zum betroffenen Produkt finden Sie hier.
 
Juli 2016: Listerien in Putenlachsschinken
Wegen des Nachweises von Listeria monocytogenes im Produkt „Original Radeberger Putenlachsschinken“ ruft die Radeberger Fleisch- und Wurstwaren Korch GmbH dieses Produkt zurück. Eine Infektion mit Listerien kann harmlos verlaufen und sich mit Fieber und Kopfschmerzen äußern. Kinder und immungeschwächte Personen können jedoch auch schwer erkranken. Schwere Formen einer Infektion umfassen Blutvergiftungen oder Hirnhautentzündungen. Bei Schwangeren besteht zwar lediglich die Gefahr einer leichten Erkrankung der werdenden Mutter, aber eine erhöhte Infektionsgefahr für das Kind sowie ein erhöhtes Risiko für eine Früh- oder Totgeburt. Näheres zu den betroffenen Produkten erfahren Sie hier.

Mai 2016: Behörden gelingt Zuordnung von Listeriosefällen in Süddeutschland zu einem bestimmten fleischverarbeitendem Betrieb
Die Sieber Gesellschaft für Wurst- und Schinkenspezialitäten mbH ruft alle Produkte ihres Sortiments zurück. Das bayerische Verbraucherschutzministerium rät in einer Pressemitteilung vom Konsum der Wurst- und Schinkenprodukte der Firma ab. Zuvor waren in Produkten des Unternehmens Listerien nachgewiesen worden. Nach einer amtlichen Planprobe des „Original bayerischen Wacholderwammerl“ wurde das Produkt sogar als gesundheitsschädlich beurteilt. Der Verdacht besteht, dass einem bestimmten Ausbruchsgeschehen mit möglicherweise 70 bis 80 Erkrankungsfällen seit 2012 diesem Produkt zugeordnet werden können. Acht der erkrankten Personen verstarben, bei vier von ihnen wird die Listeriose als hauptsächliche Todesursache angesehen.

Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit kann „ein großes Spektrum an Lebensmitteln potenziell mit Listerien kontaminiert sein […]. Betroffen sind v. a. Milch-, Fleisch- und Fischprodukte“. Eine Listeriose verläuft oft mit grippeähnlichen Symptomen. Für Risikogruppen, wie ältere oder immungeschwächte Personen sowie Säuglinge und Schwangere, stellt eine Infektion mit Listerien ein besonderes Risiko dar.

Eine Sortimentsübersicht der betroffenen Produkte finden Sie hier.

Mai 2016: Hepatitis-E-Viren in Wild- und Schweinefleisch
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät vom Verzehr von Mett und kurzgereiften Rohwürsten ab. Rund 20 Prozent der in einer Studie des BfR untersuchten Wurstproben seien mit (Erbmaterial von) Hepatitis-E-Viren (HEV) belastet. Der Subtyp-3 des Virus, der für den Anstieg der HEV-Infektion in Deutschland höchstwahrscheinlich verantwortlich ist, kommt in erster Linie bei Schweinen vor. Zum Zeitpunkt der Tötung sind mindestens 3 Prozent der Tiere infiziert, in manchen Ställen sind es laut Medienberichten bis zu 90 Prozent der Tiere. Die Infektion mit dem Virus kann über den Kontakt mit Tieren (Schweine und Wildschweine) sowie eventuell über un- oder kurzerhitztes Fleisch bzw. Wurstwaren erfolgen.
Eine Infektion mit HEV kann ohne Symptome verlaufen oder zu Leberentzündungen, sprich einer Erkrankung an Hepatitis E, führen. Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann sich das Virus in Leber und Muskeln einnisten und die Infektion chronisch verlaufen. Im schlimmsten Fall kann dies zu Leberversagen führen. Auch Schwangere stellen eine Gruppe mit besonders hohem Risiko für schwere Verläufe der Krankheit dar.
Weitere Informationen zur Übertragung von HEV durch Wild- und Hausschweine sowie durch tierische Produkte erhalten Sie u.a. unter folgendem Link auf der Seite des BfR.
 
Mai 2016: Verdacht auf Listerien im Weichkäse
Wegen des Verdachts auf die Kontamination mit Listerien ruft die Firma FEDOU die Weichkäsesorten Perail excellence und Rocketou fond de boite zurück. Eine Infektion mit den genannten Bakterien kann zu Fieber und Kopfschmerzen führen, Symptome, die bei Kindern, Schwangeren und immungeschwächten Personen stärker auftreten können. Weitere Details zum Produkt können der Pressemitteilung entnommen werden.
 
April 2016: Deutschlandweite Rückrufaktion wegen E.coli in Blauschimmelkäse
Der Hersteller Vernières Frères ruft den Käse Grand Maître Roquefort wegen Nachweis von gesundheitsgefährdenden Bakterien, den sogenannten Verotoxin produzierenden E. coli (VTEC), zurück. Diese können bei Verzehr gesundheitliche Beschwerden wie Magen-Darm-Entzündungen hervorrufen. Details zum Produkt und Vertrieb erfahren Sie hier.
 
April 2016: Salmonellen in Wurst
In der Wurst „Salamella Napoli Piccante Casa Modena“ von Grandi Salumifici Italiani S.p.A. wurden in einer Probe Salmonellen nachgewiesen. Salmonellen-Infektionen führen vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu sehr schweren Magen-Darm-Erkrankungen. Es wurde vom Verzehr des Produktes abgeraten und um Rückgabe gebeten. In welchen Bundesländern betroffene Produkte verkauft wurden, erfahren Sie hier.
 
April 2016: Rückrufaktion wegen Salmonellen auf Eierschale
Der Geflügelhof Brandhuber ruft Eier wegen der Feststellung von Salmonellen auf der Eierschale zurück. Eine durch Salmonellen ausgelöste Infektion kann zu Magen-Darm-Erkrankungen mit Fieber führen. Bei Kindern, Senioren oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können diese Erkrankungen einen schweren Verlauf annehmen. Salmonellen stellen bei Eiern immer wieder ein Problem dar und Gerichte mit rohen Eiern sind gerade bei hohen Temperaturen eine Gefahr. Nähere Informationen entnehmen Sie der Pressemitteilung.

August 2015: Verdacht auf krankheitserregende Bakterien im Rohmilchkäse
Wegen des Verdachts auf Listerien, Salmonellen und E.coli ruft der Hersteller Fromagerie de Hyelzas den Rohmilchschafskäse „Rocketou, Pérail Tradition“ zurück. Eine Listerieninfektion tritt in manchen Fällen erst mehrere Wochen nach dem Verzehr auf und kann zu Fieber und Kopfschmerzen führen. Bei einer Salmonellen- oder E.coli-Infektion können zudem Magen-Darm-Erkrankungen auftreten. Insbesondere bei Kindern, Senioren und immungeschwächten Menschen können alle Infektionen einen schwereren Verlauf nehmen. Nähere Informationen erhalten Sie hier.

August 2015: Listerien im Gorgonzola: Im Produkt San Fabio Gorgonzola Dop Dolce der Firma IGOR s.r.l. Italien, das über Penny-Märkte vertrieben wird, sind bei Stichproben Listerien festgestellt worden. Listerien können die sogenannte Listeriose auslösen. Diese verläuft im besten Fall mit grippeähnlichen Symptomen oder Magen-Darm-Beschwerden, kann für Menschen mit einem schwachen oder noch nicht ausgeprägten Immunsystem jedoch lebensbedrohlich sein. Näheres zum Produkt erfahren Sie hier.

Juli und August 2015: Erneuter Skandal um Eier aus Niederbayern: Die Firma Bayern-Ei GmbH & Co. KG aus Aiterhofen hatte zunächst Eier wegen Salmonellengefahr aus dem Verkehr ziehen müssen. Eine durch Salmonellen ausgelöste Infektion kann zu Magen-Darm-Erkrankungen mit Fieber führen. Bei Kindern, Senioren oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können diese Erkrankungen allerdings einen schweren Verlauf annehmen. Die Firma soll jedoch schon im vergangenen Jahr für einen Salmonellenausbruch verantwortlich gewesen sein. Bereits länger andauernde Ermittlungen hatten zudem weitere Verstöße wie umverpackte Eier und verlängerte Mindesthaltbarkeitsdaten festgestellt. Anfang August war ein Verkehrsverbot für die Firma verhängt worden. Weitere Informationen zur Lebensmittelwarnung erhalten Sie hier, Details zum Skandal hier.

Juli 2015: Das Unternehmen ruft Riesengarnelen mit der Produktbezeichnung „King Prawn Garnelen Sea Bear“ zurück.
In den Garnelen, die von NETTO-Marken-Discount vertrieben werden, wurde ein pharmakologisch wirksamer Stoff aus der Gruppe der Nitrofurane gefunden. Der Stoff ist in der Anwendung mit Produkten, die von Menschen verzehrt werden, verboten. Er steht in Verdacht mutagen und kanzerogen zu sein. Weitere Informationen finden Sie hier. (http://www.lebensmittelwarnung.de/bvl-lmw-de/app/process/warnung/detail17/16187?execution=e13s1)
 
Juli 2015: Wegen des Verdachts auf Salmonellen ruft die Fekoma Feinkost GmbH den Artikel „Edle Matjesfilets nach nordischer Art mit Rapsölfilm“ der Marke „Gut&Günstig“ zurück.

Bei einer Eigenkontrolle wurde eine Packung dieses Artikels positi­v auf Salmonellen geprüft. Salmonellen-Infektionen führen vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu sehr schweren Magen-Darm-Erkrankungen. In welchen Bundesländern betroffene Produkte verkauft wurden, erfahren Sie hier.
(http://www.lebensmittelwarnung.de/bvl-lmw-de/app/process/warnung/detail17/16148?execution=e2s1)


Juni 2015: Tierschutzgeprüfte Freilandeier zurückgerufen
Die Firma Heinrich Goertz GmbH & Co. KG hat Eier mit der Produktbezeichnung „Tierschutzgeprüft – frische Freilandeier“ zurückgerufen. Bei internen Kontrollen waren sogenannte dioxinähnliche PCB (polychlorierte Biphenyle) nachgewiesen worden. PCB sind organische Chlorverbindungen, die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Weitere Details erfahren Sie hier: http://www.lebensmittelwarnung.de/bvl-lmw-de/app/process/warnung/detail17/15884)

März 2015: Listerien in Möhren-Weichkäse
Wegen des Befalls mit Listeria monocytogenes wurde der Fleckenbühler Möhrenweichkäse vom Markt genommen. Listerien können die sogenannte Listeriose auslösen. Diese verläuft im besten Fall mit grippeähnlichen Symptomen oder Magen-Darm-Beschwerden, kann aber für Menschen mit einem schwachen oder noch nicht ausgeprägten Immunsystem lebensbedrohlich sein. Genaueres zum betroffenen Produkt erfahren Sie hier: (http://www.lebensmittelwarnung.de/bvl-lmw-de/app/process/warnung/detail17/15607?execution=e1s1)
 
März 2015: Salmonellen im Roquefort
Die Firma Fromagerie Papillon hat Roquefort wegen einer Salmonellen-Kontamination aus dem Verkehr genommen. Es wird darauf hingewiesen, gekaufte Produkte zu vernichten oder zurückzubringen. Eine Infektion mit Salmonellen kann zu Magen-Darm-Erkrankungen mit Fieber führen. Bei Kindern, Senioren oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können diese Erkrankungen jedoch einen schweren Verlauf annehmen. Weitere Details erfahren Sie hier (http://www.lebensmittelwarnung.de/bvl-lmw-de/app/process/warnung/detail17/15597 ).
 
März 2015: Firma ruft Rohmilchkäse zurück, da es nach Verzehr zu Durchfall und Erbrechen kommen kann.
Der Hersteller Gaec des Tourelles aus Frankreich hat den Rohmilchkäse „Chaource“ zurückgerufen. Bei über hundert Menschen traten nach dem Verzehr des Produktes Symptome wie Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall auf. Es wird eine Kontamination mit Staphylokokken-Enterotoxin vermutet. Details zum Inverkehrbringer in Deutschland erfahren Sie hier. (http://www.lebensmittelwarnung.de/bvl-lmw-de/app/process/warnung/detail17/15584?execution=e1s1 )

März 2015: Putenzwiebelmettwurst mit Salmonellen verseucht
Die Firma Grevenkoper Pute GmbH musste Empfangsbetriebe ihrer Zwiebelmettwurst über eine Verseuchung mit Salmonellen informieren. Salmonellen verursachen Durchfallerkrankungen, die bei Risikogruppen wie Kleinkindern und Senioren gravierende Folgen haben können. Nähere Informationen zum Produkt finden Sie hier.
 
März 2015: Rückruf von Käse wegen E.coli-Bakterien
Der Händler Ruwisch & Zuck GmbH & Co. KG hat einen Käse der Sorte Coeur Neufchatel Fermier au lait cru von der Firma Lycée Agricole du Pays de Bray wegen Bakterienbefall zurückgerufen. Bei den Bakterien handelt es sich um Shiga-Toxin bildende E. coli (STEC). Zu den STEC wird auch EHEC gezählt. Ihre Toxine können blutige Durchfälle und das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) verursachen, eine schwere Komplikation, die tödlich verlaufen kann. Details zum betroffenen Produkt erfahren Sie hier.

Januar 2015: E.Coli im Camembert
Erneut muss die Firma Coopérative Isigny Sainte-Mère innerhalb weniger Wochen Camembert zurückrufen - dieses Mal wegen Verdachts auf Escherichia coli, STX 1. Ein Verzehr des kontaminierten Produkts kann zu Magen-Darm-Beschwerden mit Fieber und möglicherweise Blutungen führen. Bei Kindern kann es sogar zu schweren Nierenkomplikationen kommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Januar 2015: Listerienbefall bei Käse

Die österreichische Käserei Pötzelsberger ruft zwölf verschiedene Käsesorten zurück. Bei Analysen war in diesen Sorten eine Kontamination mit Listeria monocytogenes festgestellt worden. Listerien können zu Fieber und Durchfall führen. Bei gefährdeten Personengruppen, insbesondere bei Schwangeren, können sie jedoch schwere Erkrankungen auslösen.

Dezember 2014: Erneut Listerien-Verdacht bei Fisch
Eine Listerien-Infektion stellt insbesondere für Menschen mit schwachem Immunsystem, Senioren, Kleinkinder und schwangere Frauen eine große Gefahr dar. Die Firma Nuber Fischvertrieb GbR aus Ochsenhausen ruft verschiedene Sorten geräucherten Bio-Fischs wegen einer möglichen Listerien-Kontamination zurück. Details dieses Vorfalles erfahren Sie hier.

Dezember 2014: Salmonellen im Camembert
Die Firma Coopérative Isigny Sainte-Mère ruft wegen nachgewiesener Kontamination mit Salmonellen Camembert zurück. Salmonellen-Infektionen führen vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu sehr schweren Magen-Darm-Erkrankungen. Weitere Informationen finden Sie hier.

November 2014: Listerien im Lachs
Die Firma ICEWIND Prod.- und Vertriebsges. mbH & Co. KG ruft Lachs wegen des Verdachts auf Listerien zurück. Bei einem der Produkte, die bei ALDI SÜD verkauft werden, konnten Listerien nachgewiesen werden. Diese können insbesondere bei Schwangeren und Kleinkindern schwerwiegende Erkrankungen auslösen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

November 2014: Erneuter Gammelfleischskandal
In Düsseldorf wurden mehrere Kantinen von Behörden, u. a. des Landeskriminalamtes, von Ermittlern der Polizei wegen des Verdachts auf Gammelfleisch durchsucht. In zwei Kantinen konnten die Ermittler das mit Fäkalbakterien verseuchte Fleisch sicherstellen. Weitere Informationen zu diesem Fall erfahren sie hier.

November 2014: Antibiotikaresistente Keime im Fleisch
PETA konnte mit Untersuchungen durch ein unabhängiges Labor in über 60 Prozent der Proben von abgepacktem Fleisch antibiotikaresistente Keime nachweisen. Jedes Jahr sterben alleine in Deutschland über 30 000 Menschen an den Folgen einer Infektion, die aufgrund von Resistenzen nicht mehr durch Antibiotika behandelt werden konnte. Den vollständigen Artikel mit allen Untersuchungsergebnissen finden Sie hier.

September 2014 - Rohmilchkäse wegen Salmonellen zurückgerufen
Der Direktvermarkter Basitenberghof ruft seinen Rohmilchkäse „Kuhweiß“ wegen der Gefahr auf Salmonellen zurück. Diese Bakterien können schwere Magen-Darmerkrankungen hervorrufen. Weitere Informationen finden Sie hier.


August 2014: Die Firma „Mont de Joux“ ruft einen ihrer Käselaibe zurück
Die Firma „Mont de Joux“ ruft einen ihrer Käselaibe zurück, da dieser mit Bakterien (E. Coli) kontaminiert sein soll, welche unter anderem fieberhafte Magen-Darmstörungen hervorrufen können. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
 
August 2014: Rückruf von Mars Chocolate Drinks und co
Mars Chocolate Drinks ruft Mars Milk, Bounty Drink, Snickers Shake und Milky Way Milk aus ungeklärten Gründen zurück. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

August 2014: Verbotenes Antibiotika in Futtermittel
Vielleicht haben Sie schon vom Antibiotikamissbrauch in der Tierhaltung gehört? Ein neuer Fall betrifft ein in der EU verbotenes Antibiotikum namens Furazolidon im Tierfutter, welches an mehrere Höfe geliefert und auch an die Tiere verfüttert wurde. In einem Betrieb wurde das Medikament nun auch im Fleisch der Tiere nachgewiesen. Weitere Informationen finden Sie hier.

April 2014: Rückruf von „Deutsche See“-Garnelen wegen Antibiotikarückständen
Damit Garnelen in den kotreichen Gewässern der Garnelenzucht überleben können, werden ihnen hohe Dosen Antibiotika verabreicht. Diese können, wie im vorliegenden Fall, als Rückstände im toten Tier verbleiben und Antibiotikaresistenzen verursachen. Weitere Informationen finden Sie hier.

März 2014: Listerien in Biokäse
Listerien sind Bakterien, die besonders für immungeschwächte Personen gefährlich werden können. Sie können grippeähnliche Symptome, Durchfall und schlimmeres verursachen. Die Krankheitserreger wurden in drei Käsesorten des Bergpracht Milchwerks gefunden. Weitere Infos hier

Februar 2014 - Erneuter Pferdefleischskandal in Deutschland
Erneut bestätigt: Pferdefleisch in Lebensmitteln, in denen kein Pferdefleisch deklariert wurde. Jedes tote Tier in einem Produkt sollte ein Skandal sein. Hier geht es allerdings um Verbrauchertäuschung und um eine potenzielle Gefährdung für die Gesundheit des Konsumenten. Denn wenn man nicht weiß, welches Fleisch im Produkt enthalten ist, woher weiß man dann, wie der hygienische Umgang damit war? Mehr Informationen erhalten sie hier.

2013: Listerien in Reibekäse
Deutschlands größte Molkerei ruft wegen Verdachts auf gesundheitsschädliche Keime verschiedene Reibekäse zurück. Listerien sind Bakterien, die schwere Erkrankungen auslösen können, von Durchfall und Fieber bis hin zu Lähmungen oder den Tod von Kleinkindern und immungeschwächten Personen.
Mehr Infos hier.

2013: Mal wieder Gammelfleisch
In einer niedersächsischen Wurstfabrik wurde anscheinend verdorbenes Fleisch zu Wurst verarbeitet. Zwei ehemalige Mitarbeiter berichten von Zehntausenden Kilo an teilweise schon grünem, stinkenden Fleisch, welches wöchentlich mit frischem Fleisch gemischt und dann zu Wurst verarbeitet wurden.
Weitere Infos hier.

2013: Antibiotika in Putenfleisch
In Kantinen wurde mit Antibiotika belastetes Putenfleisch verkauft, das von Rumänien nach Nordrhein-Westfalen gelangt sei, dort verarbeitet wurde und schließlich als Tandoori-Pute in Kantinen verkauft wurde.
Weitere Infos hier.

2013: Gift in Tier-Futtermittel
In Futtermitteln wurde das hochgiftige und krebserregende Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 nachgewiesen.
Über die Verfütterung an Kühe kann das Pilzgift auch in die Milch gelangen. Die deutliche Überschreitung der Aflatoxin-Höchstwerte in den Futtermitteln und die Vermischung von verseuchter mit nichtverseuchter Milch verunsichert die Verbraucher. Weitere Infos hier.

2013: Falsche Etikettierung von Bio-Eiern
Mehrere hundert Betriebe stehen im Verdacht, falsch gekennzeichnete Bio-Eier in den Handel gebracht zu haben, die in Wirklichkeit aus Betrieben mitKäfig-, Freiland- oder Bodenhaltung stammen oder nicht den gesetzlichen Vorgaben der Bio-Verordnung entsprechen. Die Eier stammen beispielsweise von Tieren, deren Ställe stark überbelegt sind. Es ist die Rede von „systematischem Betrug“, und Verbraucher werden wissentlich um ihr Geld gebracht, obwohl es den Tieren nicht besser geht. Weitere Infos hier.

2013: Der Pferdefleisch-Skandal
Zuerst waren nur Fleischfertiggerichte aus Frankreich und England betroffen, doch auch in Fertiggerichten deutscher Supermarktketten oder in den Köttbullar eines schwedischen Einrichtungshauses fanden sich Spuren von Pferdefleisch, die nicht als solches gekennzeichnet waren. Die Tatsache, dass in Umlauf gebrachtes Pferdefleisch als Rindfleisch verkauft wurde und die Verbraucher versehentlich ein Tier gegessen haben, das ihnen so nahesteht, löst eine Welle der Empörung aus. Folge ist eine europaweite Rückrufaktion und ein großer Vertrauensverlust in die Fleischindustrie. Weitere Infos hier.

2010: Dioxin zum Dritten
Der schleswig-holsteinische Futterfett-Hersteller Harles & Jentzsch mischt alte Industriefette, die stark mit krebserregendem Dioxin belastet sind, in seine Futtermischungen. Diese werden an die Mastanlagen ausgeliefert und gelangen damit in Eier, Schweine- und Geflügelfleisch. Die dioxinverseuchten Futtermittel werden entdeckt, als festgestellt wird, dass die Dioxinwerte in Eiern über das 80-Fache erhöht sind.
Weitere Infos hier.

2008: Mäusekot-Mozzarella
In verschiedene europäische Supermärkte gelangt italienischer Mozzarella, der mit Mäusekot und Würmern verunreinigt ist.
Weitere Infos hier.

2006: Gammelfleisch
Bei Wild-Produkten der Firma Berger Wild aus Passau werden verfaulte Fleischproben nachgewiesen. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen hat, wird dem Betrieb die weitere Verarbeitung von Wild verboten. Im August des gleichen Jahres wird bei einem Münchner Döner-Großlieferanten, der bundesweit Fleisch ausliefert, tonnenweise Gammelfleisch sichergestellt. Das Haltbarkeitsdatum des Fleisches war teilweise schon seit vier Jahren abgelaufen. Ebenso werden in einem Schlacht- und Zerlegebetrieb in Deggendorf im Landkreis Passau und in Regensburg um die 40 Tonnen teilweise vergammeltes Fleisch sichergestellt.
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2006: Gammel-Eier
Ein oberbayrisches Unternehmen verarbeitet angeschlagene, verschmutzte und verdorbene Eier. Diese werden an Großbäckereien und Nudelhersteller als Flüssigei-Produkte weiterverkauft.
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2005: Der Ekelfleischskandal
Wieder wird überlagertes abgepacktes Hackfleisch in Real-Supermärkten umetikettiert. Bundesländer von Nordrhein-Westfalen bis Bayern sind betroffen.
Im gleichen Jahr müssen deutschlandweit auch Hühner, Enten, Gänse und Puten in den Ställen bleiben. Die Vogelgrippe ist in asiatischen Ländern bereits verbreitet und man möchte verhindern, dass sich die „Masttier“ über Zugvögel anstecken und der Gewinn geschmälert wird. Ein Jahr später erreicht die Vogelgrippe Deutschland doch.
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Küken auf dem Fließband.
Küken auf dem Fließband.

2004: Gammel-Geflügel
Eine Geflügelproduktion im niederbayrischen Gangkofen und eine Firma in Stahnsdorf südlich von Berlin pfuschen bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln. Schlachtabfälle aus der Schweiz werden umdeklariert und weiterverkauft und überlagerte Lebensmittel erhalten ein neues Haltbarkeitsdatum, um sie weiterhin im Handel belassen zu können.
Außerdem werden durch die Lebensmittelüberwachung krebserregende Farbstoffe in Gewürzen aus Indien, der Türkei, Osteuropa und den ehemaligen Sowjetstaaten nachgewiesen.
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2003: Dioxin
Ein Trockenfutterhersteller in Thüringen liefert massenweise mit Dioxin verseuchte Produkte aus, wodurch Schweine mit Dioxin-Futter gemästet werden. 2100 Tonnen verunreinigtes Futter gelangen in den Umlauf und haben die Tötung von tausenden Schweinen zur Folge.
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2002: Nitrofen-Skandal
Aus einer mit Unkrautvernichtungsmitteln belasteten Lagerhalle wird nitrofenbelastetes Futtergetreide an Bio-Produzenten geliefert. Nitrofen ist verboten und krebserregend. Bio-Fleisch und Bio-Eier werden mit dem Pflanzengift verunreinigt und gelangen in die Nahrungskette. Über 200.000-fach erhöhte Werte über dem Grenzwert des Unkrautvernichtungsmittels werden im Futtermittel festgestellt.
Antibiotika: Nitrofuran-belastetes Fleisch aus thailändischer Produktion taucht in Deutschland auf. Außerdem gelangen mit synthetischen Hormonen gemästete Schweine aus den Niederlanden in den deutschen Handel.
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2001: Antibiotika-Skandal in Deutschland
Illegale Arzneimittel wie Hormone, Antibiotika oder Impfstoffe wurden über Jahre hinweg von deutschen Tierärzten tonnenweise an Schweinezuchtbetriebe verkauft. Außerdem wird aufgedeckt, dass Fleischhersteller aus allen Teilen Deutschlands ihre Fleischprodukte, beispielsweise Kochschinken oder Schnitzel, mit Wasser strecken.
Das war in diesem Jahr längst nicht alles. Fischmehl, das aus mit Antibiotika verseuchten Garnelen hergestellt war, wird an Geflügel und Schweine verfüttert.
Ende des gleichen Jahres gelangen mit Chloramphenicol belastete Shrimps aus Asien nach Deutschland. Chloramphenicol ist ein in der EU verbotenes Antibiotikum. Weiterhin findet die Stiftung Warentest heraus, dass verpackter Räucher- und Wildlachs häufig schon vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verdorben und damit gesundheitsschädlich ist.
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Sieht nicht nur eklig aus, ist es auch: Fleisch
Sieht nicht nur eklig aus, ist es auch: Fleisch

2000: Erster Fall von BSE bei deutscher Kuh festgestellt
Drei Jahre später wird tatsächlich der erste Fall in Deutschland festgestellt und lässt den Rindfleischkonsum erneut kurzfristig zurückgehen.
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1997: Illegale Rindfleisch-Importe aus Großbritannien
Aufgrund der BSE-Vorfälle in Großbritannien sind die Verbraucher verunsichert und der Rindfleischkonsum sinkt drastisch. Jetzt werden auch in Deutschland tausende Rinder vorbeugend getötet. Die Tiere müssen sterben, weil der Verdacht besteht, dass sie an der Rinderseuche BSE erkrankt sein könnten.
Weitere Infos hier.

1997: Nematoden-Wurmbefall bei Seefisch nachgewiesen
Die Nematoden werden trotz neuer Fischhygiene-Verordnung in Rotbarsch, Seelachs, Hering und Kabeljau entdeckt.
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1996: Belastete Eier
Nikotinrückstände werden auf Eiern der Hühnerfarm von Anton Pohlmann festgestellt. Sie gelangten bereits in den Handel. Das Nikotin wurde zur Schädlingsbekämpfung in den Legebatterien eingesetzt.
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1996: Etikettenschwindel
In einem Supermarkt des Metrokonzerns wird abgelaufenes Fleisch umetikettiert.
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1993: Ekel-Fleisch
Verdorbenes Gammelfleisch taucht in den Kühltruhen von Kaufhäusern und Supermärkten auf. Der Verderb entstand aufgrund hygienischer Mängel in den Schlachthöfen.
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1989: Listeriose-Bakterien
Bakterien in französischen Weichkäsesorten und deutschen Leberpasteten werden nachgewiesen.
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1988: Erneuter Hormonskandal bei Kalbfleisch
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1987: Larven von Fadenwürmern in Fischen
In den Eingeweiden von Seefischen werden Parasiten, die man Nematoden nennt, gefunden. Daraufhin wird die Fischhygiene-Verordnung erlassen.
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1980: Wachstumssteigernde Östrogene
Östrogene werden in deutschem Kalbfleisch nachgewiesen.

Veganstart Magazin

 
 

Diese Broschüre ist für alle, die sich für den Einstieg in eine vegane Ernährung interessieren. Neben leckeren Rezepten, die Ihre Familie und Freunde begeistern werden, und einem kompletten Wochenspeiseplan liefert diese Broschüre Tipps für den Einstieg und kinderleichtes Einkaufen. Nebenbei erfahren Sie interessante Informationen über die wichtigsten Ernährungsbausteine, den gesundheitlichen Nutzen einer veganen Ernährung für die Prävention bestimmter Erkrankungen und Hintergrundinformationen zu den negativen Auswirkungen tierischer Produkte auf Umwelt, Welthunger und Tiere.
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