9 gute Gründe, keine Fische oder andere Meerestiere zu essen

Es gibt unzählige Gründe, warum fühlende Lebewesen nicht auf unsere Teller gehören – ob Hund, Schwein oder Fisch. Sie alle können Schmerz, Angst und Leid empfinden und wollen leben. Erfahren Sie, wie grausam Fische und Meerestiere in der Lebensmittelindustrie behandelt werden und warum Sie auf tierfreundliche Alternativen setzen sollten!

1. Fische und wirbellose Meerestiere ersticken qualvoll

Im Gegensatz zu Säugetieren, atmen Fische über Kiemen und ersticken außerhalb des Wassers – ebenso wirbellose Meerestiere wie Kraken und Krebstiere. Jeder von uns kann sich vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn uns jemand unter Wasser drückt, wo wir nicht mehr atmen können. Im Unterschied zu anderen Tieren werden Fische und wirbellose Meerestiere auf Fischerbooten meist nicht einmal betäubt. Wenn sie nicht bereits in den Netzen zerquetscht werden oder ersticken, werden sie noch bei Bewusstsein zerstückelt oder aufgeschnitten.

2. Krebse werden lebend gekocht oder in Stücke gerissen

Hummer, Garnelen und andere Krebstiere werden oft lebendig in Stücke gerissen, geschnitten oder in kochendes Wasser geworfen – und das, obwohl Studien beweisen, dass sie Schmerz empfinden können. [1] Auch Kraken werden häufig lebendig in Stücke gerissen, mit dem Messer zerstückelt oder teils sogar lebend serviert. Eine solch extrem grausame Tötung von wirbellosen Tieren muss endlich gesetzlich verboten werden.

3. Meerestiere sind keine „Meeresfrüchte“

Im Gegensatz zu Tieren spüren Früchte keinen Schmerz. Wir können zwar Fische, Krebstiere und Tintenfische nicht schreien hören, aber wir wissen aus wissenschaftlichen Studien und Beobachtungen, dass sie Schmerzen spüren. [2] Wir sollten Meerestiere daher nicht als „Früchte“ bezeichnen und sie zu gefühllosen Dingen degradieren.

4. Billionen von Meerestieren werden jedes Jahr getötet

Die Anzahl der jährlich getöteten Meerestiere beläuft sich auf Billionen – also weit mehr als alle Landwirbeltiere zusammen. [3] Jedes einzelne Tier kämpft bis zu seinem Tod in den Netzen und an Bord der Schiffe um sein Leben. Doch für eine kurze Mahlzeit muss es sterben.

5. Überfischung und Verschmutzung der Meere

Kilometerlange Netze fischen die Meere leer, sammeln alles ein, was im Ozean herumschwimmt und zerstören Korallenriffe, Meeresgründe und die Lebensräume ihrer tierischen Bewohner. Viele Tierarten sind vom Aussterben bedroht. In den Netzen, die im Meer zurückbleiben, ertrinken tausende Delfine und Meeresschildkröten.

6. Aquakultur ist Tierquälerei unter Wasser

In der Aquakultur werden zahlreiche, teils tausende Fische in Netzkäfigen eng zusammengepfercht und schwimmen im trüben Wasser inmitten ihrer eigenen Exkremente. Viele werden von Fischläusen attackiert, die Fleischstücke aus ihrem Körper reißen. Diese gelangen durch die Netze auch ins offene Meer und befallen die Wildpopulationen. Um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, erhalten „Zuchtfische“ oft Antibiotika und andere Chemikalien, deren Rückstände die Konsumenten aufnehmen. Antibiotika und Futterreste gelangen auch ins Meer und verschmutzen die Unterwasserwelt.

Pro Kilogramm „Zuchtfisch“ werden bis zu 5 Kilogramm „Wildfisch“ verfüttert, sodass sich das Problem der Überfischung noch erhöht. [4]

7. Beifang: Zurückgeworfene Fische sterben oft

Etwa 25 Prozent der weltweit gefangenen Fische werden wieder ins Wasser zurückgeworfen, weil sie zu klein, unerwünscht oder zu viele sind, da die Fangquote ausgeschöpft wurde. [5] Die zurückgeworfenen Tiere sind meist tot, verletzt oder sehr geschwächt.

8. Fischkonsum ist ungesund

Neben polychlorierten Biphenylen, Dioxinen, Arsen, Blei und Quecksilber reichern sich auch Mikroplastikpartikel in Muscheln und Fischfleisch an. [6, 7] Diese gelangen dann auch in unseren Körper, wenn wir Meerestiere essen. Die Konsequenzen für die Gesundheit sind noch nicht erforscht.

9. Fische sind Freunde – kein Essen!

Wir von PETA Deutschland sind der Ansicht, dass die Grundrechte aller Tiere und damit ihre eigenen Interessen berücksichtigt werden müssen – egal, ob sie von irgendeinem Nutzen für den Menschen sind. Genau wie uns, ist ihnen ihr Leben wichtig, und das sollten wir respektieren. Sie alle haben das Recht auf ein Leben in Freiheit und Unversehrtheit.

Fische sind liebenswerte, oft intelligente und teils sehr soziale Tiere; einige Arten erkennen sich im Spiegel, benutzen Werkzeuge und unterscheiden menschliche Gesichter. Sie schließen enge Freundschaften, auch mit Menschen, und jagen gemeinsam mit Fischen anderer Arten oder sogar mit Kraken. Fische sind faszinierende Tiere mit individuellen Persönlichkeiten. Fische sind Freunde – kein Filet oder Stäbchen.

Was Sie tun können

Streichen Sie alle Meeres- und Wasserbewohner von Ihrem Speiseplan. So schützen Sie viele Tiere vor dem Tod und die Ozeane vor Überfischung und Verschmutzung.

Wir müssen keine Fische und andere Meerestiere essen, um gesund zu bleiben. Proteine sind zum Beispiel in Hülsenfrüchten, Seitan, Sojaprodukten und einigen Algen enthalten, Jod in Speisesalz und Omega-3-Fettsäuren in Nüssen, Samen, Algen und Pflanzenölen, wie Leinöl. Wer den Geschmack nach Meer nicht missen möchte, kann die vielen leckeren veganen Fischalternativen probieren, die es inzwischen gibt!