Tierversuche für Hunde- und Katzenfutter – alle Informationen

Wenn Werbespots für Hunde- und Katzenfutter gesendet werden, sehen wir glückliche Tiere, die über Wiesen tollen und sich an ihre Menschenfreunde kuscheln. Was dort nicht gezeigt wird, sind der Schmerz und das Leid, das Hunden und Katzen in Tierversuchslaboren angetan wird. Kaum jemand weiß, dass auch für Katzen- und Hundefutter Tierversuche durchgeführt werden.

Die Experimente sind völlig unnötig und auch nicht gesetzlich vorgeschrieben. Glücklicherweise arbeiten viele Tierfutterhersteller mit ethisch unbedenklichen Studien: Hierbei sammeln Tierhalter zu Hause Kot- und Urinproben, um die Qualität des Futters analysieren zu lassen. Diese Vorgehensweise funktioniert sehr gut und ist wissenschaftlich anerkannt. In Zusammenarbeit mit Tierkliniken können kranke Tiere an ethisch unbedenklichen Fütterungsstudien teilnehmen, die positive Auswirkungen der Ernährung bei bestimmten Krankheiten dokumentieren.

PETA deckt Missstände auf

Im Zeitraum von 2002 bis 2003 arbeitete eine Ermittlerin von PETA USA 10 Monate lang in einem Auftragslabor in den USA, das Tierversuche für Tiernahrung durchführte. Sie filmte Verantwortliche der Futtermittelhersteller, wie sie die Labore besuchten und mit eigenen Augen sahen, dass die Tiere aus Langeweile oder Einsamkeit endlos in ihren Käfigen hin- und herliefen oder in überhitzten Zwingern gefangen gehalten wurden.

Während ihrer Zeit in dem Labor beobachtete die Ermittlerin von PETA USA eine Hundemutter und ihre Welpen, die in einem Zementzwinger ohne Streu oder Decken gehalten wurden. Obwohl die Welpen erst kurz zuvor geboren worden waren, würdigte ein anwesender Tierarzt die Tiere keines Blickes. In einer anderen Situation trug ein Mitarbeiter der Ermittlerin auf, auf die Brust der Hunde zu schlagen, sollten diese während einer Biopsie aufhören zu atmen. 

Die Ermittlerin von PETA USA wurde zudem Augenzeugin folgender Missstände

  • Hunde wurden auf dem Betonboden abgeladen, nachdem man ihnen große Muskelstücke aus den Oberschenkeln geschnitten hatte – 27 dieser 60 für den Versuch verwendeten Hunde wurden getötet, zwei weitere wurden tot in ihrem Käfig aufgefunden. 
  • Ein Hund hinkte vor Schmerzen, die durch eine Borreliose verursacht wurden. 
  • Mitarbeiter führten Hunden einen Schlauch in den Hals ein und pumpten Pflanzenöl in ihre Mägen.
  • Auf den Zähnen der Hunde hatte sich eine dicke Schicht Zahnstein gebildet, die den Tieren beim Essen Schmerzen bereitete. 
  • Katzen wurden in einem Betonraum mit hölzernen Ruheplätzen „aufbewahrt“, aus denen Nägel herausragten. Eine der Katzen wurde von einem herunterfallenden Brett zerquetscht.
  • Das Blut von Hunden wurde an andere Laboratorien verkauft. 

Auch andere Mitarbeiter waren sich der schlimmen Zustände bewusst. Die Ermittlerin von PETA USA hörte folgende Kommentare

  • Mitarbeiter sprachen über ein lebendiges Kätzchen, das einen Abfluss hinuntergespült worden war.
  • Einige Mitarbeiter empfanden die beißenden Ammoniakgerüche aus den Tiertransportern als so unangenehm, dass sie nach Hause gehen mussten. 
  • Der Laborleiter trug den Tierarzthelfern auf, allen Hunden die Stimmbänder zu durchtrennen, weil ihn ihr Bellen störte.
  • Ein Tierarzthelfer gab an, dass der Laborleiter Tiere mit gebrochenen Knochen töten wollte, weil das Röntgengerät aus den 60er-Jahren stammte und keine Röntgenfilme vorhanden waren.

Was Sie tun können

Auf unserer Liste tierversuchsfreier Tiernahrung finden Sie über 100 Hersteller von Futtermitteln, die keine Tierversuche durchführen oder finanzieren. Unterstützen Sie bitte tierfreundliche Unternehmen, indem Sie für Ihre Vierbeiner nur tierversuchsfreie Produkte kaufen. Die Nachfrage bestimmt das Angebot!