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Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Eine vegetarische Ernährung kann laut Studien das Risiko von Herz-Kreislauf-Krankheiten senken. Gerade Fleisch und Fisch können das Risiko für einen hohen Blutdruck oder das sogenannte schlechte Cholesterin, das zu Herzproblemen führt, steigern.
Vegetarier weisen eine um 36 Prozent niedrigere Rate des metabolischen Syndroms auf. Es setzt sich zusammen aus Fettleibigkeit im Bauchraum, Bluthochdruck (Hypertonie), veränderten Blutfettwerten (Dyslipidämie) und Insulinresistenz. Dieses kann zu Herzinfarkten, Diabetes oder Schlaganfällen führen. Natürlich können auch Vegetarier am metabolischen Syndrom leiden, doch die Wahrscheinlichkeit ist sehr viel geringer.

Eine Studie der Loma Linda University, Kalifornien, die im Journal Diabetes Care veröffentlicht wurde besagt: “I was not sure if there would be a significant difference between vegetarians and non-vegetarians, and I was surprised by just how much the numbers contrast. It indicates that lifestyle factors such as diet can be important in the prevention of metabolic syndrome.”


Quelle:
http://www.express.co.uk/posts/view/240767/Veggie-diet-cuts-heart-attack-risk-by-a-thirdVeggie-diet-cuts-heart-attack-risk-by-a-third#ixzz1K4u7Il3T

44.561 Männer und Frauen aus England und Schottland wurden in der EPIC-Oxford Studie auf die Auswirkungen ihrer Ernährungsweise untersucht. Elf Jahre nach dem Start der Studie wurden 1.235 ischämische Herzerkrankungen bei den Teilnehmern diagnostiziert, 169 davon waren tödlich. Im Vergleich zu den Nicht-Vegetariern hatten die Vegetarier einen niedrigeren Body Mass Index, niedrigere Cholesterinwerte und einen niedrigeren Blutdruck. Die Vegetarier der Studie hatten ein um 32 Prozent niedrigeres Risiko an ischämischen Herzerkrankungen zu erkranken.

Quelle: Francesca L Crowe et al.(2013):Risk of hospitalization or death from ischemic heart disease among British vegetarians and nonvegetarians: results from the EPIC-Oxford cohort study1,2,3. In: The American Journal of Clinical Nutrition March 2013. Unter: http://ajcn.nutrition.org/content/early/2013/01/30/ajcn.112.044073.abstract?sid=14efb44e-e4ba-46d6-a083-825c2bd39243

 

Schlaganfall

Eine neue Studie mit Frauen zeigte, dass eine Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und Obst das Risiko für Schlaganfälle reduziert, da diese Ernährungsweise viele Antioxidantien enthält.
Selbst Risikopatientinnen profitierten von der antioxidantienhaltigen Ernährung.

Die Forscher am Karolinska Institute in Schweden untersuchten 31.035 Frauen ohne Herzkrankheiten und 5.680 Frauen mit einer Vorgeschichte von Herzerkrankungen. Dann maßen sie die Menge der antioxidantienhaltigen Lebensmittel und Getränke, die sie aßen und tranken.

Frauen ohne vorher bekannte Herzerkrankungen, die viele Lebensmittel mit Antioxidantien zu sich nahmen, hatten ein 17 Prozent geringeres Schlaganfallrisiko im Vergleich zu den Frauen, die die geringste Menge an Antioxidantien aßen. Diese Ergebnisse schlossen auch Faktoren wie Bewegung, Rauchen und andere Verhaltensweisen ein, die das Schlaganfallrisiko beeinflussen könnten.

Unter den Frauen mit einer Vorgeschichte an Herzerkrankungen oder Schlaganfällen wiesen diese, die am meisten antioxidantienhaltige Lebensmittel und Getränke verzehrten, 45 Prozent weniger Schlaganfälle auf als Frauen, die am wenigsten davon aßen.

Antioxidantien sind hauptsächlich in Obst und Gemüse enthalten. Andere antioxidantienreiche Lebensmittel sind Vollkornprodukte oder Tee.

„Die meisten Schlaganfall-Spezialisten empfehlen, mehr Obst, mehr Gemüse, mehr Omega-3-Fettsäuren, Nüsse und weniger gesättigte Fettsäuren zu essen“, sagt Dr. Michael J. Katsnelson vom Universitätsklinikum in Miami.


Quelle:
Denise Mann (2011): Diet Loaded With Veggies, Fruits, Whole Grains May Cut Stroke Risk. WebMD Health News. http://www.webmd.com/stroke/news/20111201/diet-loaded-with-veggies-fruits-whole-grains-cuts-stroke-risk

 

Vegetarier und Veganer haben niedrigeren Blutdruck

Die Klinik für Epidemiologie und Biostatistik an der Universität Loma Linda wollte herausfinden, warum Veganer und Vegetarier seltener Probleme mit zu hohem Blutdruck haben. Es wurde vermutet, dass der niedrigere BMI und die höheren Aufnahmemengen von Obst und Gemüse dafür verantwortlich sind. Mit einer Studie, die Veganer, Ovo-lacto-Vegetarier und Fleisch essende Menschen verschiedener geografischer Herkunft untersuchte, sollten diese Vermutungen belegt werden. Dazu wurden auch Daten der Adventist Health Study-2, einer bekannten Studie über vegan oder vegetarisch lebende Menschen, hinzugezogen, Kliniken besucht und Fragebögen zur Häufigkeit der verzehrten Lebensmittel, analysiert.
Tatsächlich zeigten die Ergebnisse, dass die Veganer und Vegetarier einen niedrigeren systolischen und diastolischen Blutdruck (mmHg) aufwiesen, als Menschen, die Fleisch essen. Außerdem nahmen Vegetarier und vor allem die Veganer auch deutlich weniger blutdrucksenkende Medikamente. Der niedrigere BMI von Vegetariern und Veganern wird nur zum Teil als Grund für den niedrigeren Blutdruck aufgeführt.
Die Ernährungsform spielt wohl eine entscheidende Rolle.

Quelle:
Pettersen BJ et al. (2012): Vegetarian diets and blood pressure among white subjects: results from the Adventist Health Study-2 (AHS-2). In: Public Health Nutrition 10. Januar 2012, S.1-8
Unter: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22230619


 

LINK: Gesundes Ernährungsverhalten