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Die Top 5 Alternativen zu Käse

So schlemmen Sie ganz ohne tierischen Käse!

Stand Mai 2014
Die Milch- und Butterproduktion ist nachweislich sehr energieintensiv, verbraucht Unmengen an Wasser und hat eine miserable CO2-Bilanz. 1 Kilo Käse stößt während der gesamten Produktionskette 13,5 Kilo CO2-Äquivalente aus, während zum Beispiel 1 Kilo Linsen nur 0,9 Kilo CO2-Äquivalente verursacht (1). Zudem verbraucht 1 Kilo Käse mehr als 5000 Liter Wasser, pflanzliche Lebensmittel wie 1 Kilo Kartoffeln hingegen nur 290 Liter Wasser (2).

Den durch die Milchindustrie ausgebeuteten Tieren werden bereits nach einem Tag ihre Kinder entrissen – sowohl in intensiven Haltungsformen als auch in Bio-Betrieben. Oft rufen die Mütter noch tagelang nach ihren Kindern. All das geschieht, damit Bauern weiter ihre Milch verkaufen können und wir Käse, Mozzarella und Co. essen können. Doch es gibt eine Lösung: Wenn wir Milchprodukte durch pflanzliche Alternativen ersetzen, bleibt zahlreichen Kühen immens großes Leid erspart. Hier erfahren Sie, wie Sie Milchprodukte ganz einfach durch leckere Pflanzenprodukte austauschen können.

© SweetOnVeg/flickr.com
1. Veganer Pizzakäse

Eine Pizza oder Lasagne wird ganz klassisch mit viel Käse serviert. Einige staunen nicht schlecht, wenn sie einen Veganer genüsslich in eine Pizza beißen sehen, die käsige Fäden zieht. Doch nur weil es so aussieht und schmeckt wie Käse, ist es noch lange keiner!

Hier finden Sie zwei einfache Rezepte für pflanzlichen Pizza- oder Lasagnekäse:

Zutaten:

• 2 EL Öl oder vegane Margarine
• 1 Packung Sojasahne

Das Öl und die Sojasahne in einen heißen Topf geben und ineinander verrühren, bis eine zähflüssige Masse entsteht. Jedoch nicht kochen lassen.

Die zweite Variante ist etwas aufwendiger, aber äußerst lecker:

Zutaten:

• 2 TL Salz
• 2 TL Senf
• 8 EL (Edel-)Hefeflocken
• 6 TL Mehl
• 4 EL Margarine
• 300 ml Wasser

Zubereitung:

Margarine in einen Topf geben und erwärmen, dann Mehl hinzugeben und wie bei einer Mehlschwitze einrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Langsam 150 ml Wasser dazugeben und unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und Senf und Salz hinzufügen. Schließlich auch die Hefeflocken einrühren und mit dem restlichen Wasser vermischen. Aufkochen, bis eine geschmolzene, käsige Konsistenz erreicht ist. Diese Masse eignet sich für Pizza oder als vegane Käseschicht über Gratins.

Quelle

© Veganbaking.net/flickr.com
2. Veganer Frischkäse

Auch für Liebhaber von Frischkäse auf dem Brot gibt es einfache Rezepte zum Nachmachen:

Zutaten für 8 Portionen:

• 200 g Cashewkerne
• 100 ml Wasser
• Salz und Pfeffer
• Knoblauchpulver
• 1 TL Limettensaft

Die Cashewkerne zusammen mit dem Wasser über Nacht einweichen und am nächsten Tag in einen extrem leistungsstarken Mixer geben. Die Masse soll möglichst fein gemixt werden, damit eine streichfähige Creme dabei entsteht. Etwas Salz, Pfeffer und Knoblauchpulver sowie 1 TL Limettensaft zugeben. Dann kann die Creme als leckerer Aufstrich für Brote oder als Soßengrundlage verwendet werden.

Zutaten für 500 g Frischkäse:

• 1 l Sojadrink natur
• 1 kleine Zitrone
• Salz und Kräuter, z.B. Oregano oder Dill

Den Sojadrink aufkochen und ganz langsam den Saft der Zitrone hinzugeben und unterrühren. Den Topf von der Herdplatte nehmen und weiter rühren. Die Masse wird langsam fester und kann noch 15 Minuten leicht abkühlen. Dann ein Geschirrtuch in ein Sieb legen, um den geronnenen Sojadrink abtropfen zu lassen. Das Tuch oben zusammendrücken, damit die restliche Flüssigkeit sorgfältig ausgepresst werden kann. Jetzt können Salz, Muskat, Schnittlauch, Oregano und/oder Dill untergerührt werden. Der pflanzliche Frischkäse sollte immer im Kühlschrank aufbewahrt werden. Nach Belieben kann auch noch etwas flüssiges Kokosfett oder Öl untergerührt werden. Danach sollte der Käse allerdings eine Weile in den Kühlschrank.

© http://vegancitynights.weebly.com
3. Veganer Mozzarella
Wer sich fragt, wie sich Mozzarella auf der Pizza oder im Tomatensalat mit rein pflanzlichen Alternativen ersetzen lässt, kann dieses tierfreundliche Mozzarella-Rezept testen.

Variante 1
Am besten bereiten sie den Mozzarella am Vorabend zu. Die Flohsamenschalen-Wasser-Mischung benötigt zwar 2 Stunden, um zur gelartigen Masse zu werden und die Mozzi-Masse wird dann auch erst über Nacht fest, aber alle anderen Arbeitsschritte dauern insgesamt nur etwa nur 5-10 Minuten. :) Das heißt: Planen sie die kleinen Arbeitsschritte zwischen den Wartezeiten gut in ihren Alltag ein und sie werdet begeistert sein, wie einfach und lecker diese Mozzi-Variante ist.

Zutaten (für 2 Personen):
  • GLAS 1: 1 Dose Cashews (150g, gesalzen) + Wasser
  • GLAS 2: 3 EL Flohsamenschalen + 300ml Wasser
  • GLAS 3: Saft einer Zitrone, 2 TL Meersalz, 2 TL Senf, 1 EL Hefeflocken, 2 EL Öl
Schnappen sie sich drei große Gläser und los geht's:
  1. In GLAS 1 kommen die Cashews, welche sie komplett mit Wasser überdecken, um sie einzuweichen.
  2. In GLAS 2 mischen sie 3 EL Flohsamenschalen mit 300ml Wasser und verquirlen das Ganze zackig mit einer Gabel.
  3. Die restlichen Zutaten geben sie in GLAS 3 und vermischen sie gründlich.
  4. Nach einer Wartezeit von 2 Stunden haben die Flohsamenschalen mit dem Wasser ein Gel gebildet, welches sie zusammen mit den abgesiebten Cashews und dem Inhalt von Glas 3 in einen Mixer geben.
  5. Nun heißt es mixen, mixen, mixen. In eine leere, runde Schale können sie bereits ein paar Kräuter oder Chili-Flocken geben. Anschließend geben sie die Mozzi-Masse aus dem Mixer in die Schale und streichen sie glatt.
  6. Die Schale kommt nun für einige Stunden oder über Nacht in ihren Kühlschrank.
  7. Am nächsten Morgen kratzen sie vorsichtig mit einem Messer am Rand der Schale entlang, um den Mozzarella von der Schale zu lösen. Dann legen sie einen Teller auf die Schale und stülpen das Ganze rasch um, damit der Mozzi aus der Form und auf ihren Teller plumpst. Fertig.
Diese vegane Mozzarella-Variante lässt sich super in Scheiben schneiden und schmeckt besonders gut mit Balsamico-Creme, Basilikumblättern und Tomaten, im Salat oder auf einem Brötchen. Wenn sie das Mozzi-Brötchen in den Ofen legen, schmelzen die Scheiben zwar nicht wirklich, schmecken aber fantastisch.

Quelle

Variante 2
Zutaten:

• 3 EL Kartoffelstärkemehl
• 1-2 EL Hefeflocken
• 6 EL Sojadrink natur
• 2 TL vegane Margarine
• 4 gehäufte EL Soja-Joghurt natur
• Salz

Zubereitung:

In einem kleinen Topf zunächst das Stärkemehl und die Hefeflocken vermischen. Dann Sojadrink, Margarine und Salz hinzufügen und bei schwacher Hitze verrühren. Ständig rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Wenn die Masse eine cremige Konsistenz bekommt, den Topf vom Herd nehmen und den Soja-Joghurt hinzugeben. Die Masse nochmals bei geringer Hitze 10 bis 15 Minuten immer wieder rühren, bis sie Fäden zieht und sich vom Topfboden absetzt. Danach in eine leicht geölte Form geben und über Nacht im Kühlschrank kalt stellen.

Quelle

4. Tempeh

Tempeh wurde ursprünglich in Indonesien hergestellt. Sojabohnen werden aus der Hülse gelöst, eingeweicht und als ganze Bohnen gekocht. Ein Edelschimmelpilz leitet den Fermentationsprozess ein, der bei ca. 30 Grad Celsius 24 Stunden andauert. In dieser Zeit bilden sich ein Aroma und ein festes, weißes Pilzgeflecht. Tempeh ist bekannt dafür, dass er beispielsweise viel Riboflavin, Niacin und Vitamin B6 enthält, was wichtig für den funktionierenden Stoffwechsel ist. Der Geschmack von gebratenem Tempeh erinnert an Camembert, daher kann man ihn auch in Rezepten so einsetzen.

Fruchtiger Tempeh-Salat mit Walnüssen

• 150 g Tempeh
• 1 Apfel, geschält und gewürfelt
• 100 g halbierte Trauben
• 100 g gehackte Walnüsse
• 1 EL Walnussöl
• Pumpernickelbrot

Tempeh in Würfel schneiden und in etwas Öl anbraten. Walnüsse hacken und ebenfalls mit in die Pfanne geben. Apfel und Trauben waschen und in Stücke schneiden. Alle Zutaten vermischen. Dazu Pumpernickelbrot reichen.

5. Bezugsquellen für fertige Käsealternativen

Wer zu ungeduldig ist oder auf die Schnelle einige gute Käseersatzprodukte braucht, kann diese auch fertig kaufen. Einige Bio-Supermärkte bieten veganen „Frischkäse“ oder „Schnittkäse“ an. Mehr Informationen dazu gibt es unter PETA.de/Bezugsquellen.

Wer sich für eine tierfreundliche, umweltschonende und gesunde Ernährungsweise entscheidet, kann hier an PETAs kostenlosem 30-Tage-Veganstart teilnehmen.