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PETA fordert die Kastrations- und Registrierpflicht für alle Freigänger-Katzen

Stand Juli 2016
Als Maßnahme gegen die Katzenüberpopulation und zur Eindämmung des Leids heimatloser Katzen setzt sich PETA Deutschland e.V. für eine Kastrations- und Registrierpflicht für alle Freigänger-Katzen ein. Als erste deutsche Stadt hat Paderborn bereits 2008 eine entsprechende Verordnung über die Gefahrenabwehrverordnung erlassen. Immer mehr Städte und Gemeinden folgen diesem tierfreundlichen Beispiel.
Mit der letzten Novellierung des Tierschutzgesetzes, die im Juli 2013 in Kraft getreten ist, kann die Kastrationspflicht nun auch aus Tierschutzgesichtspunkten erlassen werden. Die Länder sind per Verordnungsberechtigung ermächtigt, Maßnahmen zur Populationskontrolle freilebender Katzen zu treffen. Zudem dürfen sie diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auch auf andere Behörden übertragen, d. h. also auch an die Kommunen.
Warum ist eine Kastrations- und Registrierpflicht sinnvoll?

So gut wie alle deutschen Tierheime sind überfüllt. Viele müssen Aufnahmestopps verhängen, weil sie keine weiteren Tiere mehr aufnehmen können. Zudem wächst die Population heimatloser Tiere täglich weiter an: Schätzungsweise 2 Millionen Samtpfoten streifen durch Deutschlands Parks, Parkhäuser, Hinterhöfe und Gartenanlagen – doch die domestizierten Tiere sind für ein Leben in der Natur nicht gerüstet. Ohne menschliche Fürsorge sterben sie frühzeitig und oft qualvoll.

Ein unkastrierte Katze und ihre Nachkommen können rein rechnerisch in nur 7 Jahren bis zu 370.000 Nachkommen zeugen. Auf all diese Katzenkinder wartet ein entbehrungsreiches und leidvolles Leben. Unkastrierte Freigänger-Katzen verschärfen die Problematik ständig weiter. Aus diesem Grund ist die Kastrations- und Registrierpflicht für alle Freigänger-Katzen zwingend erforderlich.
Verwilderte Katzen sind vielen Gefahren ausgesetzt!
Vor dem Hintergrund, dass jedes Jahr 300.000 Tiere in deutschen Tierheimen landen, wird deutlich, dass die Katzen weiteren Schutz brauchen. Halter müssen in die Verantwortung genommen werden.

Im Übrigen bietet die Kastrations- und Registrierpflicht einen weiteren Vorteil, denn sie erleichtert die Rückführung vermisster Tiere zu ihren Haltern.

Ihre Hilfe ist gefragt!

Wenn Sie selbst eine Samtpfote als tierischen Mitbewohner haben oder heimatlose Katzen versorgen, lassen Sie diese bitte umgehend kastrieren!
Melden Sie heimatlose Katzengruppen bitte dem örtlichen Tierheim oder Katzenschutzverein, um die Kastration der Tiere zu veranlassen! Auch hinsichtlich der Argumentation für eine Kastrationspflicht nach § 13b Tierschutzgesetz ist es für den lokalen Tierschutz wichtig, über die Zahl der heimatlosen Katzen informiert zu sein.
Bitte unterstützen Sie unsere Forderung nach einem Heimtierschutzgesetz.
Klären Sie Freunde und Bekannte über das Leid und die Gefahren auf, denen heimatlose Katzen tagtäglich ausgesetzt sind.
Informieren Sie Freunde und Bekannte auch über die gesundheitlichen Vorteile einer Kastration, wie beispielsweise das reduzierte Risiko für verschiedene Krebsarten und das Ende der sogenannten „Dauerrolligkeit“, an der unkastrierte Katzen häufig leiden.

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