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 »  »  »  »  » Elefantin Mausi ist tot und musste bis zum letzten Atemzug leiden

So ließ Circus Voyage Elefant Mausi in ihren letzten Stunden leiden

Fakten aus dem Obduktionsbericht

Stand November 2013
Update: Dezember 2012

Mausi war jahrelang schwer krank, aber Ende 2011 verschlimmerte sich ihr Zustand rapide. Kurz vor ihrem Tod im Januar 2012 wollte Zirkusdirektor Spindler vom Circus Voyage die Elefantendame noch an den belgischen Zoo Pairi Daiza verkaufen, um weiteres Kapital aus der todkranken Mausi zu schlagen. Der Obduktionsbericht der Tierärzte des Zoos, die Mausi nach einem über zehn Stunden und 800 Kilometer andauernden Transport von Berlin nach Belgien in Empfang nehmen wollten, enthüllt ein Drama, das die tierquälerische und lebensverachtende Handlungsweise der Zirkus-Verantwortlichen belegt:
Entkräftet und zusätzlich mit Medikamenten ruhiggestellt, ist Mausi im Transporter mehrfach umgefallen und angestoßen, sodass ihr Körper von zahlreichen Blutergüssen, Prellungen und einem Druckgeschwür regelrecht übersät war. Ihre letzte Fahrt muss die Hölle gewesen sein.
  • In Belgien kam Mausi nur noch liegend an. Doch laut Bericht verweigerte Zirkusdirektor Spindler jegliche Behandlung für Mausi durch die anwesenden Tierärzte. Nach mehrfachen, hartnäckigen Bitten durften die Tierärzte Mausi nach einiger Zeit wenigstens eine Spritze geben.
  • Auf dreimaliges Nachfragen, ob Mausi für den Transport sediert wurde, verneinten dies die Zirkus-Verantwortlichen jeweils. Doch bei der Obduktion kam heraus, dass Mausi sehr wohl mit dem Beruhigungsmittel Xylazin sediert wurde. Hätten die Veterinärmediziner dies gewusst, hätten sie nach eigener Aussage die Behandlung entsprechend anpassen und das Mittel hemmen können. Denn es verschlimmerte vermutlich einen Darmverschluss, an dem Mausi ebenfalls litt.
  • Die Veterinärmediziner forderten die Zirkus-Verantwortlichen auf, Mausi mit kleinen Portionen Nahrung zu versorgen und zu tränken, mussten dies aber selbst vornehmen, weil die Zirkus-Verantwortlichen dem nicht nachkamen.
  • Eine Infusion musste abgebrochen werden, weil die Zirkus-Verantwortlichen die liegende Mausi losgebunden hatten, und die Veterinärmediziner dem Risiko von Fußtritten ausgesetzt waren.

  • Todesursache: Zirkus (Foto: Zoo PairiDaiza)
    Die Todesursache wird den Veterinärmedizinern zufolge auf mehrere Faktoren zurückgeführt. Mausi war vorher schon todkrank und litt u.a. unter Muskelschwund. Sie hätte schon längst von deutschen Veterinärämtern aus dem Zirkus genommen werden müssen. Die oben genannten Punkte haben laut Obduktionsbericht für den konkreten Todesfall aber eine gewichtige Rolle gespielt. PETA hat den Obduktionsbericht als zusätzliches Beweismaterial an die zuständige Staatsanwaltschaft Berlin übermittelt, die seit Februar 2011 gegen die Zirkus-Verantwortlichen wegen Tierquälerei ermittelt (Az. 223 Js 415/12 u. Az 221 Js 316/12).

     

    Mausi musste bis zum letzten Atemzug leiden


     

    Stand: Januar 2012

    Elefantin Mausi aus dem Circus Voyage ist am 17. Januar 2012 auf einem mindestens 10 Stunden andauernden Tiertransport unter elenden Bedingungen gestorben.

    Circus Voyage hat aufgrund des sich abzeichnenden Todes wohl noch versucht, Mausi in einen Zoo abzuschieben. In dem belgischen Zoo „Pairi Daiza“ kam Mausi schon liegend im Tiertransporter an. Die Zootierärzte konnten Mausi aber nicht mehr auf die Beine verhelfen, sie verstarb. Zahlreiche Veterinärbehörden und Gutachter haben Mausis lebensgefährlichen Zustand abgestritten und stets die Weiterfahrt im Circus Voyage erlaubt. PETA Deutschland e.V. hat Strafanzeige gegen die 22 Veterinärbehörden erstattet, die den Gesundheitszustand von Mausi auf der Circus-Voyage-Tournee 2011/2012 trotz eines offensichtlich lebensbedrohlichen Zustandes wider besseren Wissens stets als ausreichend bezeichnet haben.

     

    Helfen Sie den Elefanten bei Circus Voyage

    Das für Mausi zuständige Veterinäramt Landkreis Nordsachen in Delitzsch hat bis Januar 2012 über 22.000 E-Mails über den PETA-Online-Protest von engagierten Tierfreunden erhalten. Obwohl die Behörde genau wusste, wie schlecht es Mausi ging, hat sie immer wieder Ausreden gehabt, um Mausi nicht zu helfen. Bitte fordern Sie das Veterinäramt auf, jetzt die übrigen Tiere aus der Zirkus-Hölle zu retten.

    Richten Sie Ihren Protest an

    Landratsamt Nordsachsen
    Amtstierärztin Dr. Verena Mohs
    Landratsamt Nordsachsen
    Sachgebietsleiterin Dr. Aline Hüller
    Veterinäramt Landkreis Nordsachsen
    Amtsleiter Dr. med. vet. Michael Preuß
    weitere Mailadresse
    Veterinäramt Landkreis Nordsachsen

    Derzeitige Erfolgsstatistik

    Versendete Protest-Mails: 74167
    Versendete Einladungen: 743
    Persönliche Briefe zeigen immer den größten Einfluss. Sie können gerne den unten stehenden Text verwenden; Ihre Nachricht wird jedoch gewichtiger ausfallen, wenn Sie einen eigenen Text und Betreff einfügen.

    Betreff

    Inhalt

    Ihr Name wird automatisch unten angefügt.

    Absender

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    Stand: März 2011
    PETA startet eine große Rettungskampagne für Mausi – die Elefantin mit dem schlechtesten Gesundheitszustand in Deutschland. Mausi leidet seit Jahren an einer schweren Arthrose. Durch die Deformation ihrer Gelenke kann sie die Hinterbeine kaum noch anheben. Jede Kurve und jedes Bremsen im Zirkustransporter verursacht ihr Schmerzen. Dennoch schleift sie der Cirkus Voyage unerbittlich Jahr für Jahr durch Deutschland.

     

    Abgefrorene Ohrlappen bei Mausi (Foto: EEG)
    Gesundheitszustand sehr ernst
    Mausis schwere Arthrose mit Deformierung der Hinterbeine ist eine Qual für die Elefantin und laut einem Gutachten der international anerkannten Elefanten-Expertin Dr. Garaï die direkte Folge von Bewegungsmangel, Feuchtigkeit und zu langem Stehen auf hartem Boden – alles Bedingungen, denen Tiere im Zirkus permanent ausgesetzt sind. In freier Natur im tropisch-warmen Afrika wandern die sensiblen Dickhäuter bis zu 100 Kilometer am Tag.
    „Seit Ende 2008 darf Mausi nicht mehr in der Manege vorgeführt werden. Sie erleidet als chronisch krankes Tier fortdauernde Schmerzen und Leiden aufgrund ihrer Mitführung im Reisebetrieb“, ergänzt Tobias Dornbusch, Diplom-Biologe und Elefantenexperte beim Elefanten-Schutz Europa e. V. (ESE).
    Mausi leidet zudem extrem an der Gefangenschaft und der Tristesse im Zirkus Voyage. Als Anzeichen einer schweren Stereotypie nickt sie häufig mit dem Kopf hin und her. Das sogenannte Weben ist ein Ausdruck von Frustration, Langeweile und Hilflosigkeit. Mausi hat zum Teil abgefrorene Ohren, weil Elefanten nicht an das mitteleuropäische Klima gewöhnt sind. Expertin Dr. Garaï führt die abgebrochenen äußeren Ohrlappen bei Mausi auf großen Stress mit nachfolgendem Kälteschock zurück.

    Das Schicksal der Tiere im Zirkus Voyage
    Im Zirkus Voyage sind bereits mehrere Wildtiere verfrüht gestorben, was auf besonders miserable Haltungsbedingungen schließen lässt. 2007 starben zwei junge Giraffen und im Jahr 2008 starb die Elefantendame Anja. Besonders seit dem Tod von Anja ist Mausi sozial verarmt. Elefanten-Expertin Dr. Garaï konstatiert, dass Mausi offensichtlich nicht in der Gruppe von vier weiteren Elefanten integriert ist. Im Gegenteil, jetzt hat die kleinwüchsige Mausi keine Hilfe mehr gegenüber den dominanteren Kühen und Schwierigkeiten zur Tränke zu gelangen, was sogar zu Austrocknungserscheinungen führt. Damit sind auch die Behauptungen von Zirkusdirektor Spindler und anderen, dem Zirkus wohlgesonnenen Personen widerlegt, dass Mausi aus sozialen Gründen in der Gruppe bleiben müsse. Eine Behauptung, hinter der sich das Veterinäramt gerne versteckt.

    Mausis Rettung
    Mausi muss sofort in ein elefantengerechteres Refugium überführt werden. Erst vor kurzem fanden zwei Elefanten aus einem Zirkus ein neues Zuhause im Osnabrücker Zoo. Diese Maßnahme hat Modell-Charakter, denn PETA Deutschland fordert bereits seit Jahren, dass sich Zoos in Aufnahmestätten für misshandelte und kranke Tiere aus Zirkus- und Privathaltung wandeln. Obwohl ein Zoo sicherlich keine optimale Umgebung für ein Wildtier darstellt, wäre eine stationäre Unterkunft doch eine spürbare Verbesserung gegenüber einem fahrenden Zirkusbetrieb – besonders für einen schwer kranken Elefanten. Wenn die Veterinärbehörden endlich handeln oder sich Zoodirektor Spindler doch erweichen ließe, dann stünde für Mausi bereits ein Platz in einem geeigneten Refugium bereit. Bei der Auswahl einer neuen Heimat würde besonders auf die körperliche und soziale Situation von Mausi Rücksicht genommen.

     

    Helfen Sie den Tieren im Circus Voyage

    Bitte veranstalten Sie Demos und Protestaktionen, wenn Circus Voyage in Ihre Nähe kommt. Informieren Sie die Menschen vor dem Zirkuseingang oder in der Innenstadt, was die Tiere bei Circus Voyage für das fragwürdige Vergnügen der Besucher erdulden müssen. Fordern Sie dafür unser Flugblatt gegen Wildtiere im Zirkus bei uns an. Nähere Infos, wie eine Aktion oder Demo erfolgreich gestaltet werden kann, finden Sie hier.

    Bitte informieren Sie uns über Ihre Aktionen.
    Vielen Dank für Ihre Hilfe.