Spenden
 »  »  » PETA erläutert, warum Tausende Kälber im Mutterleib ersticken

Schlachtung schwangerer Kühe: Tausende Kälber ersticken qualvoll im Mutterleib

PETA erläutert, warum Tausende Kälber im Mutterleib ersticken, während ihre Mütter im Schlachthaus getötet werden.

Stand November 2014
Laut einer Studie sowie nach Schätzungen der Bundestierärztekammer sterben in deutschen Schlachthöfen jedes Jahr etwa 180.000 ungeborene Kälber im Mutterleib – sie ersticken langsam und qualvoll, während ihre Mütter am Schlachterhaken ausbluten. Die Dunkelziffer liegt nach Meinung von PETA weit höher. Für den minutenlangen Todeskampf Tausender ungeborener Kälber gibt es mehrere Gründe – und zur Verhinderung dieses tausendfachen Leids eine einfache und effektive Lösung.
 

Kein Tier soll schwanger getötet werden!

Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition gegen das Töten von schwangeren Tieren im Schlachthaus. Ihre Unterschriften werden wir den Verantwortlichen überreichen, um mit Ihrer Hilfe ein verbindliches und deutschlandweites Schlachtverbot von schwangeren Tieren zu erreichen.
Geben Sie den ungeborenen Tieren jetzt Ihre Stimme!
 
Dieser Aufruf richtet sich an:
- Jörg Vogelsänger, Brandenburg
- Hermann Onko Aiekens, Sachsen-Anhalt
- Thomas Schmidt, Sachsen
- Birgit Keller, Thüringen
- Priska Hinz, Hessen
- Ulrike Höfken, Rheinland-Pfalz
- Reinhold Jost, Saarland
- Alexander Bonde, Baden-Würrtemberg
- Helmut Brunner, Bayern

Unterschriften-Aktion:

Bitte verbieten Sie das Töten schwangerer Tiere per Erlass in Ihrem Bundesland

Sehr geehrter Herr Vogelsänger,

mit Schrecken musste ich erfahren, dass in deutschen Schlachthöfen einer Studie zufolge jedes Jahr etwa 180.000 ungeborene Kälber im Mutterleib sterben – sie ersticken langsam und qualvoll, während ihre Mütter am Schlachterhaken ausbluten. Auf der diesjährigen Agrarministerkonferenz wurde unter anderem über die Tötung von schwangeren Kühen im Schlachthof diskutiert. Leider kam es zu keinem einstimmigen Verbot, und das Thema wurde an den Bund weitergegeben. Nach meiner Rechtsauffassung ist es im Erlasswege jedoch möglich, die zuständigen Veterinärbehörden aufzufordern, eine solche Schlachtung zu unterbinden. Des Weiteren reicht ein Verbot der Tötung im letzten Zehntel der Schwangerschaft nicht aus. Laut einer Stellungnahme des Friedrich-Loeffler-Instituts vom 28. Oktober 2013 liegen wissenschaftlich begründete Anhaltspunkte vor, dass Feten zumindest ab dem letzten Drittel der Schwangerschaft bei der Schlachtung des Muttertieres bis zu ihrem Tod infolge von Sauerstoffmangel Schmerzen und Leiden empfinden. Deshalb fordere ich Sie auf, die Tötung von schwangeren Tieren in Ihrem Bundesland per Erlass zu verbieten und ein Zuwiderhandeln unter Strafe zu stellen, sowie die dringend notwendigen Zeichen zu einer tierleidfreien, veganen Landwirtschaft zu setzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Derzeitige Erfolgsstatistik

Unterschriften bisher: 20.884
Helfen Sie uns 21.000 zu erreichen!

Jetzt unterschreiben!

* Pflichtangaben
Bitte füllen Sie das Formular vollständig aus.
 
Studie über die Häufigkeit von Schlachtungen schwangerer Kühe (Riehn et al (2011): „Schlachtung gravider Rinder - Aspekte der Ethik und des gesundheitlichen Verbraucherschutzes“. Tierärztliche Umschau 66, 391 – 405)
1. Grund: Der Fehler liegt im System
In unserer Gesellschaft werden sogenannte Nutztiere als reine Fleisch-, Milch- und Eierlieferanten angesehen. Für den Landwirt stellen diese Tiere reine Wirtschaftsgüter dar, die ähnlich wie Autos entsorgt werden, wenn beispielsweise ihre tierärztlichen Behandlungskosten den „wirtschaftlichen Wert“ übersteigen oder wenn sie nicht mehr die Leistung erbringen, die für den Landwirt rentabel ist. Kurz gesagt: Ist das Tier krank oder lässt die Leistung nach, folgt meist der Tod im Schlachthaus, um wenigstens noch ein paar Euro zu bekommen.
 
2. Grund: Ohne die Geburt von Kälbern gibt es keine Milch
Genau wie der Mensch sind auch Kühe Säugetiere. Das bedeutet, dass weibliche Kühe nur nach der Geburt eines Kalbes Milch geben. Da die Milchleistung natürlicherweise im Laufe der Zeit nachlässt, werden Kühe jedes Jahr erneut künstlich besamt. In den letzten Jahren wurde Kühen zudem eine unnatürlich hohe Milchleistung von bis zu 50 Liter am Tag angezüchtet – das Kalb bräuchte lediglich 10 Liter täglich. Diese hohe Milchleistung verbunden mit nicht artgerechten Haltebedingungen auf kotbedeckten Spaltenböden und der Fütterung von nicht artgerechtem Hochleistungsfutter führen zu systembedingten Krankheiten. Aufgrund von Klauen- und Stoffwechselerkrankungen, Euterentzündungen oder Fruchtbarkeitstörungen werden sogenannte Milchkühe meist nicht älter als fünf Jahre alt, denn die praktisch dauerschwangeren Kühe sind sehr anfällig für oben genannte Krankheiten. Für den Landwirt ist es oftmals schlichtweg zu teuer, auf die Geburt eines Kalbes zu warten, und deshalb werden auch schwangere Kühe zum Schlachthof gebracht.
Wie Abfall wird das eigentlich lebensfähige Tierkind aus der toten Mutter geschnitten und im Müll entsorgt
3. Grund: Auf Gesetze ist kein Verlass
Eigentlich ist es verboten, Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten. Es ist ebenfalls verboten, hochschwangere Tiere zu transportieren – Verstöße werden aber nur in den seltensten Fällen gemeldet und stehen nicht konkret unter Strafe. Leider wird in der landwirtschaftlichen Tierhaltung oftmals weggeschaut, wenn es um Gesetzesverstöße geht – es geht einfach um sehr viel Geld in dieser Branche!
 
4. Grund: Gewollte Lücken im Gesetz
Unbegreiflicherweise ist die Tötung schwangerer Kühe vollkommen legal, denn weder die Tierschutzschlachtverordnung noch die entsprechende EU-Verordnung enthalten Vorgaben zum Umgang mit schwangeren Kühen. Zudem fand das auf der Agrarministerkonferenz (September 2014) geforderte grundsätzliche Verbot der Schlachtung schwangerer Kühe keine einstimmige Mehrheit!
Außerdem berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ über das „Schmutzige Geschäft mit dem Blut ungeborener Kälber“, welches von der Pharmaindustrie in der Medikamentenentwicklung eingesetzt und auf dem Weltmarkt meist sehr teuer gehandelt wird. Dies ist möglicherweise ein weiterer und ebenfalls nicht zu rechtfertigender Grund, warum bisher kein Schlachtverbot für schwangere Kühe umgesetzt wurde.
 
5. Grund: Falsche Werbeaussagen, falsche Versprechungen
Jedes Jahr fließen Milliarden von Euro in die Bewerbung von Tierprodukten. Mit Gütesiegeln, Imagekampagnen und Abbildungen idyllischer Landschaften auf Verpackungen geben sich die Tierindustrie und die Bauernverbände größte Mühe, dem Verbraucher eine heile Welt zu suggerieren. Der qualvolle Erstickungstod ungeborener Kälber und die Gründe, die dazu führen, passen nicht in dieses Konzept.
 
6. Grund: Das einzelne Leben ist nichts wert
Der minutenlange Todeskampf von ungeborenen Kälbern wird wissentlich geduldet und durch das System gestützt. Kuhmütter werden in der sensiblen Zeit der Schwangerschaft transportiert, ins Schlachthaus getrieben, per Bolzenschuss betäubt und dann an einem Bein kopfüber in die Luft gezogen. Dann wird ihnen die Kehle aufgeschnitten –wenn sie Glück haben, sind sie dabei betäubt. Das Kalb im Mutterleib spürt  die ganze Zeit die Todesangst seiner Mutter – dies belegt auch eine Studie des Friedrich-Loeffler-Instituts. Sobald die Kehle der Mutter durchgeschnitten wird, ist seine Sauerstoffzufuhr unterbrochen und der minutenlange Todeskampf des ungeborenen Kalbes beginnt. Qualvoll und langsam stirbt es im toten Körper seiner Mutter. Anschließend wird es aus ihrem Körper herausgeschnitten und wie Abfall im Müllcontainer entsorgt. Seine Mutter, die zuvor jahrelang Milch geben musste, wird nun zu billigem Rindfleisch verarbeitet.


Dieses Horrorszenario ist im Übrigen auch auf alle anderen Säugetiere, wie etwa Schweine, Schafe und Ziegen, zu übertragen. Sobald Tiere aus rein wirtschaftlichen Gründen gehalten werden, kann nie von artgerechter Haltung oder Tierliebe gesprochen werden. Deshalb gibt es nur eine Lösung – die rein pflanzliche Ernährung. Denn kein Tierkind und kein erwachsenes Tier hat einen solchen Umgang verdient.
 

Was Sie tun können

Kaufen Sie keine tierischen Produkte wie Fleisch, Milch, Eier oder Honig. Hinter all diesen Produkten steckt großes Tierleid. Melden Sie sich noch heute bei unserem unverbindlichen und kostenlosen VeganStart-Programm an, und Sie erhalten 30 Tage lang leckere vegane Rezepte und viele Tipps und Tricks, die den Einstieg in ein gesundes und tierfreundliches Leben erleichtern.